Gewinner und Verlierer in Deutschland 

Was wir bereits wissen
Jede dritte untersuchte Art in Deutschland ist nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz (BfN) gefährdet. Der am Mittwoch vorgestellte Artenschutzreport macht aber auch deutlich, dass gezielte Maßnahmen einzelnen Arten helfen. Einige Beispiele für Verlierer und Gewinner:

VERLIERER

Ameisen: 92 Prozent der Ameisenarten leiden vor allem durch die Intensivierung in der Landwirtschaft unter Bestandsverlust. Eine Rolle spielt auch der abnehmende Totholzanteil in den Wäldern.

Eisente (Clangula hyemalis): Sie überwintert an der Ostsee und ist durch Beifang in der Stellnetzfischerei und durch die Verschmutzung des Lebensraums gefährdet.

Gelbringfalter (Lopinga achine): Er lebt an lichten Stellen im Wald und ist durch Aufgabe traditioneller Bewirtschaftungsformen bedroht.

Wildbiene: Sie ist gefährdet durch die intensive Grünland- und Ackernutzung. In Deutschland leben etwa 600 Wildbienenarten.

Feldhamster: Der putzig aussehende Nager mit den typischen Hamsterbacken leidet ebenfalls unter der intensiven Landwirtschaft.

GEWINNER

Seeadler (Haliaeetus albicilla): Er profitiert unter anderem von den Ausgleichszahlungen für Landwirte, um Neststandorte bei der Bewirtschaftung auszusparen, und vom Verbot des Insektizids DDT.

Lachs: Er kehrte über Auf- und Abstiegsanlagen in den Rhein zurück und vermehrt sich in dem dafür wiederhergestellten Lebensraum.

Kegelrobbe: Kegelrobben leben sogar wieder in der deutschen Ostsee. Sie waren unter anderem durch Jagd dezimiert worden.

Wolf: Das Raubtier wird seit 1996 wieder in Deutschland gesichtet. Es gibt inzwischen wieder Dutzende Tiere in mehreren Bundesländern.

Wildkatze: Sie kann sich durch Wanderkorridore ausbreiten. 5000 bis 7000 Tiere leben schätzungsweise heute in Deutschland. (dpa)