Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Panorama

Gewalttat am Alexanderplatz: Möglicher Mittäter wird befragt

24.10.2012 | 06:57 Uhr
Foto: /dapd/Clemens Bilan

Im Fall des vor zehn Tagen auf dem Berliner Alexanderplatz zu Tode geprügelten 20-Jährigen vernimmt die Polizei im Augenblick einen mutmaßlichen Tatverdächtigen. Die Befragung des 19-Jährigen laufe, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen auf dapd-Anfrage. Beamte hatten den Mann am Dienstag in Berlin-Wedding festgenommen. Inwieweit sich der junge Mann zu den Vorwürfen geäußert hat, war unklar.

Berlin (dapd). Im Fall des vor zehn Tagen auf dem Berliner Alexanderplatz zu Tode geprügelten 20-Jährigen vernimmt die Polizei im Augenblick einen mutmaßlichen Tatverdächtigen. Die Befragung des 19-Jährigen laufe, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen auf dapd-Anfrage. Beamte hatten den Mann am Dienstag in Berlin-Wedding festgenommen. Inwieweit sich der junge Mann zu den Vorwürfen geäußert hat, war unklar. Die Polizei stuft ihn Medienberichten zufolge als Mittäter ein.

Das 20-jährige Opfer war in der Nacht vom 13, auf den 14. Oktober von mehreren jungen Männern bewusstlos geprügelt worden. Der junge Mann erlag einen Tag später seinen schweren Verletzungen. Als Todesursache werden nach der Obduktion Blutungen im Gehirn vermutet. Eine öffentliche Gedenkfeier wird am Sonntag (28. Oktober) im Haus der Begegnung in Charlottenburg ausgerichtet.

Die Brutalität des Angriffs hatte über die Grenzen Berlins hinweg Entsetzen ausgelöst. Neben anderen Politikern schaltete sich auch Bundespräsident Joachim Gauck in die Debatte ein und forderte am Montag ein entschiedenes Einschreiten gegen Gewalt. Die Menschen dürften "nicht wegschauen", sagte er und sicherte den Berlinern seine Unterstützung beim Engagement gegen Gewalt zu.

Zu der Tat sind bei den Ermittlern bislang 40 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, wie ein Sprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft setzte für Hinweise auf die Täter eine Belohnung in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
24.10.2012
08:58
Gewalttat am Alexanderplatz: Möglicher Mittäter wird befragt
von Hlehmann | #1

Die Gewalt in Berlin eskaliert. Politiker verschließen ihre Augen vor den Fakten und machen sich somit mitschuldig, auch an den Toten und Verletzten, die noch kommen werden. Da ich eine Zeit lang in Berlin gelebt habe, weiß ich um die Gefahr, abends, oder nachts auf Berlins Straßen unterwegs zu sein. Meine Erfahrungen und die Berichte aus der Berliner Presse zeigen, dass die Aggressoren meistens aus dem gleichen Umfeld stammen. Dieser Sachverhalt sollte somit eigentlich auch den Politikern und Behörden bekannt sein. Warum passiert dann nichts?

Umfrage
Düster, schmutzig, kein Service – Experten finden an Rhein und Ruhr einige der schlechstesten Bahnhöfe Deutschlands . Würden Sie den Vorwurf der

Düster, schmutzig, kein Service – Experten finden an Rhein und Ruhr einige der schlechstesten Bahnhöfe Deutschlands . Würden Sie den Vorwurf der "beispiellosen Verwahrlosung" unterschreiben?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Was bringt die Ice-Bucket-Challenge der deutschen ALS-Hilfe?
Internet-Hype
Es ist ein großer Internet-Hype: Bei der "Ice-Bucket-Challenge" übergießen sich Menschen mit eiskaltem Wasser und bürden die Aufgabe dann drei weiteren auf. Auch Promis machen mit und stellen ihre Kübelduschen-Videos ins Netz. Aber was bringt die Aktion dem eigentlichen Zwecke — an Spenden?
Autofahrer saßen nach Lkw-Brand auf der A2 stundenlang fest
Anzeige
Lkw-Brand
Sechs Stunden lang standen am Donnerstag die Autofahrer auf der A 2 bei Bad Eilsen im Stau. Grund war ein brennender Lkw-Anhänger. Auch wer in den nächsten Tagen in Richtung Hannover fahren will, sollte sich auf Behinderungen einstellen.
Was bringt die Ice-Bucket-Challenge der deutschen ALS-Hilfe?
Internet-Hype
Es ist ein großer Internet-Hype: Bei der "Ice-Bucket-Challenge" übergießen sich Menschen mit eiskaltem Wasser und bürden die Aufgabe dann drei weiteren auf. Auch Promis machen mit und stellen ihre Kübelduschen-Videos ins Netz. Aber was bringt die Aktion dem eigentlichen Zwecke — an Spenden?
Ermittler setzen im Mordfall Bögerl auf neuen Massengentest
Kriminalität
Mehr als vier Jahre nach dem Gewaltverbrechen an der Bankiersfrau Maria Bögerl sollen DNA-Proben den Ermittlern die entscheidende Spur bringen. Die Polizei hat dazu einen zweiten Massengentest gestartet. Etwa 500 Männer sind dazu aufgerufen, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben.
Ebola-Opferzahlen steigen - Kein Ende der Epidemie in Sicht
Ebola
Neue Zahlen der WHO zeigen: Die Ebola-Epidemie breitet sich weiter aus, besonders schlimm ist die Lage in Liberia. Besserung scheint nicht in Sicht: Die WHO rechnet damit, dass die Seuche erst in einigen Monaten eingedämmt werden kann.