Vier junge Männer wegen Brandanschlags auf Freund verurteilt
13.11.2008 | 14:36 Uhr 2008-11-13T14:36:00+0100Köln. Vier junge Männer, die im April 2006 einen Bekannten mit Benzin überschüttet und angezündet hatten, sind vom Kölner Landgericht zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt worden. Damit revidierte das Gericht ein milderes Urteil einer unteren Instanz.
Im Prozess um einen Brandanschlag auf einen 21 Jahre alten Mann hat das Kölner Landgericht am Donnerstag die vier Angeklagten wegen versuchten Totschlags zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der 21-jährige Haupttäter muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, ein zweiter Angeklagter erhielt zweieinhalb Jahre Haft. Die beiden anderen Angeklagten kamen mit 21 Monaten Bewährungsstrafe und Sozialstunden davon.
Als "Denkzettel" gedacht
Das Quartett hatte sein Opfer im April 2006 im Kölner Stadtteil Vingst unter einem Vorwand in ein Waldstück gelockt. Dort wurde das Opfer mit Benzin überschüttet und dann angezündet. Der junge Mann überlebte den Anschlag, bei dem 40 Prozent seiner Hautoberfläche verbrannten, nur durch einen Zufall.
Zum Motiv hatten die Angeklagten ausgesagt, man habe dem Freund eine «Abreibung, einen Denkzettel» verpassen wollen, dann sei das Ganze aus dem Ruder gelaufen. Das Gericht sprach in seinem Urteil von einem «schrecklichen Geschehen», das weit über das übliche Maß menschlicher Abgründe hinausgehe.
In einem ersten Verfahren war das Kölner Amtsgericht lediglich von Körperverletzung ausgegangen und hatte die Angeklagten zu vergleichsweise milden Sanktionen wie Jugendarrest und Sozialstunden verurteilt. Dagegen legte der Opferanwalt beim Kölner Oberlandesgericht Revision ein, was zu einer Neuauflage des Prozesses führte. (ddp)
19:37
Die Herkunft der vier junge Männer wird wie immer unter den fliegenden Teppich gekehrt.
18:50
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15:14
Irgendwie gewinne ich den Eindruck, es seien nur noch Psychopathen am Start.