Freundinnen vergewaltigt - Lange Haft für Marler
13.01.2009 | 21:11 Uhr 2009-01-13T21:11:00+0100Vest. Ein 23-Jähriger aus Marl muss sechs Jahre hinter Gitter. Die XVI. Strafkammer ist überzeugt, dass er zwei seiner Freundinnen unter Androhung massiver Gewalt vergewaltigt hat. Dem Angeklagten sei es um Unterdrückung und Machtausübung gegangen, sagte Richter Martin Hahneman.
Für sechs Jahre schickt das Landgericht Essen einen 23-jährigen Marler in Haft. Die XVI. Strafkammer ist überzeugt, dass er zwei seiner Freundinnen unter Androhung massiver Gewalt vergewaltigt hat. Vergleichsweise milde sei das Urteil ausgefallen, weil der Angeklagte ein mit "Minderwertigkeitsgefühlen ausgestatteter völlig unreifer junger Mann sei", sagte der Richter weiter. Der 23-Jährige stünde "geistig und sittlich" auf dem Niveau eines 15-Jährigen. Die Kammer hoffe aber, dass er sich ändere.
Neun Vorstrafen wegen Gewaltdelikten brachte der 23-Jährige mit, als er in den zurückliegenden zwei Jahren die Frauen vergewaltigte. Richter Hahnemann erinnerte noch einmal daran, wie der Angeklagte ein "Szenario der Angst" aufgebaut hatte, um die jungen Frauen zum Sex zu zwingen. Eine von ihnen war nur mit einem T-Shirt bekleidet nachts zu einem Nachbarn gerannt. Völlig aufgelöst sei sie gewesen, hatte der Nachbar erzählt, voller Angst habe sie sich in einer Ecke zusammengekauert.
Beide Frauen hatten gesagt, sie hätten ihren Widerstand aus Angst aufgegeben und die Vergewaltigungen über sich ergehen lassen. Wie da jemand von Freiwilligkeit oder gar einer vom Angeklagten nicht erkannten Ablehnung reden könne, sei absurd, spielte der Richter auf die Verteidigungslinie von Anwalt Burkhard Benecken an. Ursprünglich waren dem Angeklagten dreieinhalb Jahre Haft für ein Geständnis angeboten worden, um so dem zweiten Vergewaltigungsopfer die Aussage zu ersparen. Darauf war der Verteidiger zu spät eingegangen, das Angebot galt nicht mehr. Später hatte er sich dazu entschlossen, doch wieder auf Unschuld zu plädieren. "Komisch" nannte Richter Hahnemann dies.
Streng ging er mit dem Angeklagten ins Gericht. Der hatte anklingen lassen, er habe es gar nicht nötig zu vergewaltigen, so viele Frauen wollten ihn haben. Hahnemann sprach die immer wieder auftauchende Eifersucht des Angeklagten an, seine Aggressionen: "Ich glaube Ihnen, dass Sie keine Probleme haben, Frauen zu finden. Sie haben aber Probleme, sie zu halten."
14:35
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14:02
Ich frage mich nur eins : RA´e sind im gewissen Sinne auch Gesetzeshüter. Warum versuchen die - nach menschlichem Ermessen eigentlich unmöglich - manche Angeklagte noch als unschuldig darzustellen ??
21:43
@fdb:
danke ergebenst für die huldvolle Zurechtweisung.
Haben Euer Gnaden auch einen Beleg für die steile These, oder handelt es sich um eine haltlose Behauptung?
09:56
So,so-sechs Jahre sind also eine harte Strafe für Vergewaltigungen ?
Wo leben sie eigentlich ?
12:16
@ Udo Naumann:
Auch wenn der Unterton Ihrer Frage keine Antwort verdient... Nein.
21:20
HUUUUUUURRRRRRAAAHHHHHHHH!!!!!
Das wurde ja auch mal Zeit. Was keine Zeitung geschrieben hat ist, dass der Schwachmat schon vorher über 40 andere Anzeigen in Marl erhalten hat. Leider wurden diesem Kriminellen weder von seiner Mutter noch vom Marler Gericht die Grenzen aufgezeigt, was nun dazu führte, dass er diese schöne hohe Strafe erhalten hat. Marl hat somit für einige Jahre einen Kriminellen weniger. Es kursieren jedoch schon die ersten Gerüchte, dass er sich dem baldigen Haftantritt entziehen will, und ins nahe Ausland auswandern wird. Aber bei seinem IQ (Erklärung für den o.g. Jugendlichen: das bedeutet Intelligenzquotient :-) wird das ein schweres Unterfangen.
Bei uns fließt heute jedenfalls der Schampus !!
23:20
War es ein Importkrimineller,
den man andernorts längst ausgeschafft hätte?
19:19
Bei dieser Menge an Vorstrafen und der Selbsteinschätzung des Täters hätte ich ihm den Opfern zuliebe eine härtere Strafe gewünscht.