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Nacktfoto-Skandal

Gericht verbietet Veröffentlichung von Kate-Nacktfotos

18.09.2012 | 16:05 Uhr
Ein französisches Gericht untersagte jetzt die weitere Veröffentlichung der Oben-Ohne-Fotos von Kate.Foto: rtr

Nanterre/Paris.  Die Oben-Ohne-Fotos von Kate Middleton dürfen nicht weiter verbreitet werden. Das hat ein französisches Gericht am Dienstag entschieden. Zwei Tage hatte das Gericht über seine Entscheidung beraten. Ein Paparazzo hatte die Bilder im August gemacht, als Kate und Prinz William in Frankreich Urlaub machten.

Im zähen Ringen mit der Boulevard-Presse hat der Buckingham-Palast einen wichtigen Punktsieg errungen.  Das Landgericht im Pariser Vorort Nanterre untersagt dem französischen Klatschmagazin „Closer“, die pikanten Oben-Ohne-Bilder von Kate Middleton und Prinz William erneut zu veröffentlichen oder weiterzugeben. Zugleich entschieden die Richter, dass das komplette Foto-Datenmaterial einschließlich der veröffentlichen Skandalbilder binnen 24 Stunden an die königlichen Hoheiten zurückgegeben werden muss.

Für die einen ging es um das Recht auf größtmögliche Pressefreiheit, für die anderen um den strikten Schutz ihrer schmal bemessenen Privatsphäre. Zwei Tage lang beugte sich das Gericht über die „Causa Closer“. Erst am Dienstagmittag um 12.15 Uhr, einen Tag später als erwartet, verkündete es seine Entscheidung. Eine, die dem Eilantrag  von Kate & William auf ganzer Linie folgt. „Diese Bilder können nicht als Gegenstand von allgemeinem Interesse angesehen werden“, tadelte der Richter. Sie seien „äußerst aufdringlich“ und verletzten die „Privatsphäre“. Um den Druck auf „Closer“ zu erhöhen, verfügte das Gericht eine Geldbuße über 10.000 Euro für jeden Tag, an dem gegen die Einstweilige Verfügung verstoßen werde.

Anwalt sieht Kate Middleton durch Nacktfotos zu "Objekt" degradiert

Allein schon der schlichte Aushang im Justizpalast von Nanterre hatte Seltenheitswert. Das amtliche Din-A4-Blatt führte nämlich die adeligen Kläger mit ihren standesamtlichen Namen und ohne Zusätze wie „Prinz“ oder „Herzogin“ auf: hier „Monsieur William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor“, da „Madame Catherine Elizabeth Middleton“, beide wohnhaft „Clarence House, London“.

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Funafuti/Nanterre, 18.09.12: Während sich der Südseebesuch von William und Kate dem Ende nähert, hat ein Gericht in Frankreich dem Magazin "Closer" die weitere Verbreitung der Oben-ohne-Fotos verboten und Ermittlungen gegen den Fotografen angeordnet.

Schon seit sechs Tagen sorgen die zumeist mit plumpen und albernen Bildunterschriften unterlegten Nacktbilder für Wirbel. Zuerst veröffentlichte das französische Magazin „Closer“ eine Bildstrecke von fünf Seiten, auf der Kate Middleton beim Urlaub auf dem „Chateau d’Autet nahe dem provenzalischen Luberon gezeigt wird, einer schicken Villa, die Viscount David Linley, einem Sohn von Prinzessin Margaret, gehört. Dann zogen Silvio Berlusconis Blatt „Chi“ mit einem 38-Seiten-Spezial sowie die Zeitung „Irish Daily Star“ nach.

Gezeigt werden Bilder, die aus sehr großer Entfernung geschossen wurden, deshalb ziemlich unscharf geraten sind und dem französischen Sensationsblatt trotzdem einen „Scoop“ bescherten. Denn der interessierte Betrachter sieht die künftige Königin von England, wie man sie bisher noch nie sah: in wechselnden Bikinis, mal mit, mal ohne Oberteil.

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Ipswich, 19.03.12: Catherine Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cambridge und Ehefrau von Prinz William, wächst immer besser in ihre neuen Aufgaben hinein. Am Montag hielt sie ihre erste öffentliche Rede – in einem Hospiz für unheilbar kranke Kinder.

Für Aurélien Hamelle, den französischen Staranwalt des royalen Paars, der auch schon Modezar John Galliano verteidigte, wird die 30 Jahre alte Herzogin von Cambridge dadurch zu einem „Objekt“ degradiert und in ihrer Würde zutiefst verletzt. Denn die Fotos beim Sonnenbad auf der Terrasse seien „in einem äußerst intimen Augenblick“ entstanden, empörte sich Maître Hamelle.

Prinz William verfolgte Prozess von der Südsee aus

Zugleich zog der Starverteidiger Parallelen zum Schicksal von Lady Diana, der 1997 bei einem Autounfall in Paris tödlich verunglückten Mutter des künftigen Königs. Auch sie sei unerbittlich von Paparazzi verfolgt worden. So sehr, dass nicht nur die meisten Briten davon überzeugt sind, Paparazzi allein hätten die „Prinzessin des Herzens“ auf dem Gewissen.

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New York, 06.09.12: Eine entfernte Cousine der Herzogin von Cambridge, geborene Kate Middleton, feiert in den USA Erfolge als Burlesque-Tänzerin. Nun durfte Katrina Darling sich sogar als Cover-Girl für die September-Ausgabe des "Playboy" ausziehen.

Prinz William und seine Kate verfolgten das juristische Tauziehen in Nanterre aus großer Entfernung und in heiterer Stimmung: auf einem Eiland namens Tuvalu, das zwischen Papua-Neuguinea und Neuseeland liegt und zum Commonwealth gehört. Als in Baströcke gewandete Ureinwohner die auf Thronen sitzenden Royals auf dem Flughafen Funafuti stolz von dannen trugen, legte sich ein breites Lächeln über die Gesichter der Hoheiten. Eines, in das kundige Beobachter sogleich die große Freude über den juristischen Sieg in Frankreich hineininterpretierten.

Gerd Niewerth



Kommentare
19.09.2012
00:10
Gericht verbietet Veröffentlichung von Kate-Nacktfotos
von gudelia | #1

Was ist das doch für eine mißratene Welt in der die Darstellung einer barbusigen Frau verboten - gleichzeitig aber die Darstellung schlimmster Diffamierungen und Beleidigungen einer religiösen Integrationsfigur als Meinungsfreiheit bejubelt wird.

1 Antwort
Gericht verbietet Veröffentlichung von Kate-Nacktfotos
von cui.bono | #1-1

Was für ein verquaster Kommentar.

Was wollen sie damit aussagen?

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