Gericht prüft Kachelmann-Entlassung
07.06.2010 | 15:29 Uhr 2010-06-07T15:29:00+0200
Hamburg.Die Staatsanwaltschaft lässt sich durch ein Gutachten, das Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Opfers aufkommen lässt, nicht beirren. Sie hält an der Anklage fest. Das Gericht entscheidet noch am Montag.
Im Fall Kachelmann hält die Staatsanwaltschaft Mannheim am Tatvorwurf der Vergewaltigung fest, auch nachdem ein Gutachten Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Opfers ergeben hat. Es gebe auch nach den jüngsten Veröffentlichungen keinen Anlass zur Neubewertung, sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner am Montag dem Südwestrundfunk.
Das Landgericht Mannheim hat über die Haftfortdauer zu entscheiden und darüber, ob es das Hauptverfahren eröffnet und die Anklage zulässt. Es hat noch für Montag eine Pressemitteilung angekündigt.
Anklage trotz Unschuldsbeteuerungen
Ein von der Psychologin Luise Greuel im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstelltes Gutachten kommt laut „Spiegel“ zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung durch die Exfreundin Kachelmanns „nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz“ erfüllt. Zweifel gibt es dem Bericht zufolge aber auch daran, ob die Verletzungen der 36-jährigen Frau wirklich von einer Vergewaltigung stammen.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat den ARD-Wettermoderator am 19. Mai trotz dessen Unschuldsbeteuerungen wegen besonders schwerer Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
Kachelmann sitzt seit März in U-Haft
Laut Staatsanwaltschaft wollte sich die langjährige Freundin von Kachelmann trennen, weil sie von seinen Beziehungen zu anderen Frauen erfahren hatte. Sie sagte, bei dem Streit in der Nacht des 9. Februar in ihrer Wohnung in Schwetzingen habe er ihr ein Küchenmesser mit acht Zentimeter langer Klinge gegen den Hals gedrückt und sie zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Während und nach der Tat soll er sie mit dem Tod bedroht haben.
Der 51-jährige Schweizer war am 20. März bei der Rückkehr aus Kanada auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft sieht als Haftgrund Fluchtgefahr, weil die Schweiz ihre Bürger nicht der deutschen Justiz ausliefern würde.
20:11
Genau #10- völlig Recht. Mörder, Totschläger und vor allem Betrüger werden als arme Teufel aus ach so schlechtem Elternhaus mit Resozialisierungsmaßnahmen gebauchpinselt und als arme Opfer hochstilisiert.
Herr Kachelmann hat moralisch vielleicht nicht korrekt gehandelt, wenn das, was in den Medien ausgebreitet wurde überhaupt stimmt, aber ihn derart vorzuverurteilen und für alle Ewigkeit sozial schon mal zu diskriminieren finde ich einfach unerhört.
Die Veröffentlichung von Namen und Daten in der Öffentlichkeit, bevor ein Urteil gefällt wurde, finde ich sowieso eine Frechheit. Wo bleibt denn da der ewig eingeforderte Datenschutz?
Ich halte das Ganze eh für einen gemeinen Racheakt der EX. Ich hoffe nur, Herr Kachelmanns Anwälte haben die saftigen Schadenersatzklagen schon vorbereitet.
18:42
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19:14
Man sollte sich bitte einmal eines auf der Zunge zergehen lassen: Auftraggeber des Gutachtens ist die anklageerhebende Staatsanwaltwaltschaft. Worauf läuft das also hinaus? Die Staatsanwaltschaft zickt rum, will das Ergebnis nicht wahrhaben und der Steuerzahkler muss immer mehr Haftentschädigung an Herrn Kachelmann berappen. Es wird Zeit die leitenden Herren oder Damen des Verfahren privat haftbar zu machen. Ich für meinen Teil werde das nicht mit meinen Steuergeldern bezahlen. Beim nächste Steuerbescheid werde ich die Forderungen des Finazamts um 25% Amtsschimmelquote kürzen. Bzw den Erstattungsbetrag um 25% höher einfordern. Ich hoffe es machen es viele viele Mitbürger genauso.
19:07
Warum überhaupt noch Haftprüfungstermine und juristische Beurteilungen? Die Medien und die Bevölkerung haben doch schon längst die Verhandlung geführt und verurteilt :-)
18:11
Gut so, daß er weiter sitzen muß! Je mehr aus seinem verkorksten Lebenswandel an die Öffentlichkeit dringt, kann man nur sagen: Dieser Mann ist völlig unten durch, weg mit ihm, nie wieder auf irgendeinem Bildschirm ...
16:54
na super - der Arme tut mir leid
16:50
Wenn das Foto aktuell ist, sagt die Körpersprache alles.
Wir waren alle nicht dabei!
Aber bei beiden wird so oder so, egal wie das ausgeht, eine Menge hängenbleiben.
16:28
So sind deutsche Beamte!
Zu blöd vernüftige Arbeit abzuliefern und dann den Kopf in den sand stecken.
15:53
Wer in U-Haft sitzt, wird auch da behalten und Fehler werden nicht zugegeben. - Im Prozess wird dann so lange Druck aufgebaut bis der Angeklagte aus Prozesstaktischen Gründen (auch wenn unschuldig) gesteht, da er so eine deutlich geringere Strafe bekommt. - Die Justiz ist dann wieder fein raus.
15:45
KLAR, WIRD DER STAATSANWALT SEINE UNFÄHIGKEIT NICHT OFFEN IN FRAGE STELLEN UND EINEN RÜCKZIHER MACHEN. DAS ENTSPRICHT DOCH DEUTSCHER NATUR - NUR NIE EINEN FEHLER ZUGEBEN.