Gericht kassiert Sex-Vorwürfe gegen Andrew

Miami..  Das englische Königshaus atmet auf: Ein Gericht in Florida teilte mit, es wolle Vorwürfe gegen Prinz Andrew, den Sohn der britischen Königin, nicht weiter verfolgen. In einem aufsehenerregenden Verfahren behauptet eine 30-Jährige, sie sei als Teenager vom Prinzen bei Sexpartys missbraucht worden.

Ein Bezirksrichter wies die von der anonymen Klägerin vorgebrachten Vorwürfe als „reißerische Details“ zurück. Die Anschuldigungen seien für den eigentlichen Fall, in dem der US-Milliardär Jeffrey Ep­stein im Mittelpunkt steht, nicht relevant. Prinz Andrew hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Die Anschuldigungen der Frau sind Teil eines größeren Verfahrens. Epstein war vor sechs Jahren wegen des Missbrauchs von Minderjährigen verurteilt worden. In Florida verklagen zwei seiner Opfer den Staat. Sie werfen den Behörden vor, sie hätten Epstein im Gegenzug für ein Geständnis mit einer zu geringen Haftstrafe davonkommen lassen. Die 30-Jährige wollte gemeinsam mit einem weiteren mutmaßlichen Opfer der Klage beitreten. Dieses Ansinnen lehnte das Gericht in Florida nun ab. „Die tatsächlichen Details, mit wem die Frauen verkehrten, sind unwesentlich und gehören nicht zur Sache“, erklärte der Richter.

Die Frau behauptete, Epstein habe sie zwischen 1999 und 2002 als „Sex-Sklavin“ gehalten. Mehrfach habe er sie auch zu sexuellem Kontakt mit Epsteins Freund Andrew genötigt. Der Unternehmer hatte an der Wall Street ein Vermögen gemacht. Immer wieder gab es Berichte über Pool-Partys mit minderjährigen Mädchen.