Gerangel um Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown

Bobbi Kristina Brown und ihr Freund Nick Gordon, auf einem Foto aus dem Jahr 2012.
Bobbi Kristina Brown und ihr Freund Nick Gordon, auf einem Foto aus dem Jahr 2012.
Foto: Getty
Schwerer Gehirnschaden oder Genesung? Zerstrittene Angehörige beschreiben den Zustand der im Januar bewusstlos gefundenen Frau völlig unterschiedlich.

Washington.. Es ist ein Trauerspiel auf dem Rücken einer jungen Frau, die sich nicht mehr wehren kann. Knapp drei Monate nachdem Bobbi Kristina Brown, Tochter der 2012 an Drogen und Alkohol gestorbenen Pop-Sängerin Whitney Houston, regungslos in der Badewanne ihres Haues nahe Atlanta gefunden wurde, liefern sich engste Angehörige in aller Öffentlichkeit einen bizarren Schlagabtausch. Es geht um den gesundheitlichen Zustand der 22-Jährigen.

Bobby Brown verwehrte Nick Gordon Zutritt

Brown lag wochenlang in einem künstlichen Koma. Widerstreitende Berichte von einander in Feindschaft verbundenen Verwandten beschrieben die junge Frau, die den Tod ihrer Mutter (48) nie verwunden hat, mal als „optimistisch stimmend“, mal als „hoffnungslos“. Entsprechende Medienberichte wurden später von beiden Lagern als „ungehörig“ und „sensationsgeil“ bezeichnet. Unterdessen versuchte sich Nick Gordon, Quasi-Adoptivsohn von Whitney Houston und später Lebensgefährte von Bobbi Kristina, Zutritt zum Krankenbett seiner Freundin zu schaffen. Allein Bobby Brown, ihr Vater (46) und früherer Partner der Pop-Diva Houston, sperrte sich hartnäckig.

Tragödie Brown, ein bestenfalls drittklassiger R&B-Sänger, der lange im Windschatten seiner berühmten Frau fuhr, war es auch, der am Wochenende durch Äußerungen bei einem Konzert in Dallas/Texas die Personalie der bis heute unter nicht geklärten Umständen fast ums Leben gekommenen Bobbi Kristina wieder in die Schlagzeilen bugsierte. „Bobbi ist aufgewacht“, ließ er das Publikum wissen. „Sie schaut mir zu.“ Was nach den ärztlichen Bulletins der vergangenen Monate fast einer Sensation gleichkäme. Würde es denn stimmen.

Sie spricht nicht, reagiert nicht

Großmutter Cissy Houston zerstörte am Montagabend sämtliche Hoffnungen. In einer offiziellen Mitteilung, die von den Klatsch-Portalen „tmz“ und „people“ umgehend aufgegriffen wurden, teilte Houston nach einem Besuch im Krankenhaus in Decatur/Georgia mit, dass ihre Enkelin nach Angaben der Ärzte „irreversible Gehirnschäden“ erlitten habe. Auch wenn sie sich nicht mehr im Koma befinde, sondern bei Bewusstsein sei, so Houston, zeige Bobbi Kristina keinerlei Reaktionen. Sie spreche nicht, reagiere nicht und ihre Augen blieben starr.

„Dass die Ärzte sagen, dieser Zustand könnte ihr ganzes Leben lang andauern, macht mich wirklich tief traurig“, schreibt die Großmutter. Bobby Browns Anwalt spricht dagegen bewusst von einem „langen Genesungsprozess“, der gerade erst begonnen habe. Welche Lebensqualität Bobbi Kristina erwarten könne, werde man erst „in Jahren wissen“. Großmutter Cissy weiß mehr: „Wir können nur noch auf ein Wunder Gottes vertrauen."