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Ost und West

"Geldgierig, arrogant" - Ostdeutsche lästern über Wessis

17.12.2012 | 07:30 Uhr
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"Geldgierig, arrogant" - Ostdeutsche lästern über Wessis
Ostdeutsche (hier die berühmten Ampelmännchen) haben eine hohe Meinung von sich selbst und eine weniger hohe von den Landsleuten im Westen. Das meldet das Allensbach-Institut (liegt im Südwesten).Foto: Sebastian Willnow, dapd

Berlin.   Eine Allensbach-Umfrage zeigt, wie sehr die Ostdeutschen ihre Landsleute im Westen beargwöhnen. Geldgier, Arroganz und Oberflächlichkeit schreiben sie ihnen zu. Die Ossis kommen besser weg – in der eigenen Meinung, aber auch im Urteil der Wessis.

Auch 22 Jahre nach der Wiedervereinigung bestimmen einer Umfrage zufolge noch immer Vorurteile den wechselseitigen Blick von Ost- und Westdeutschen. „Ostdeutsche schreiben Westdeutschen praktisch nur negative Eigenschaften zu“ heißt es in der repräsentativen Erhebung des Instituts für Demoskopie, Allensbach, im Auftrag der Hochschulinitiative Neue Bundesländer, die die „Welt am Sonntag“ veröffentlicht hat.

Danach belegen über 40 Prozent der Ostdeutschen Westdeutsche mit negativen Attributen wie Geldgier, Arroganz und Oberflächlichkeit. Sich selbst finden Ostdeutsche dagegen in Ordnung. Fast die Hälfte der Ostdeutschen schreibt sich positive Eigenschaften wie Bescheidenheit, Fleiß oder Erfindungsreichtum zu - die Westdeutschen sehen sich selbst wesentlich kritischer. Nur 17 Prozent kennen hier keine Selbstzweifel.

Im Westen malt auch nur ein Viertel der Bürger ein negatives Ossi-Bild. Die Vorurteile dort: Ostdeutsche seien unzufrieden, misstrauisch, ängstlich. (dapd)

Kommentare
17.12.2012
14:42
Geldgierig, arrogant, Deutsche lästern über Politiker als Kanzlerkandidaten
von steckritzel | #14

Ja, die Deutschen in Ost und West, in Nord und Süd haben recht.
Was sich hier in diesem Lande derzeit mehrheitlich als Berufspolitiker in den etablierten Parteien so tummelt, ist ihnen zu zuschreiben.
18 Grad Raumtemperatur, keinen Wein unter 5 Euro, zehntausende für Kehlkopfbewegungen, all dieses hat sich nach der Wiedervereinigung so richtig eingewulfft.

17.12.2012
11:30
Denjenigen, ...
von feinripptraeger | #13

der 20 (!!!) Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch solche Umfragen macht, den sollte man mit dem grossen Knüppel jagen!

1. Ressentiments gegen einzelne Volksgruppen gab es schon immer
Über Ostfriesen wurde gelacht, Bayern konnten angeblich kein Deutsch,
Schwaben seien geizig ... Na und ?

2. Mittlerweile leben genug Menschen aus den ehemals "neuen Bundesländern" im
sog. Westen - einige sind von hier "in den Osten" gezogen, z.B. in den
"Speckgürtel" von Berlin. Wer da noch in Ost und West spaltet hat sie nicht mehr
alle!

3. Eben wegen Punkt 2 wird es schwer sein bei einer solchen Umfrage auch eine
repräsentative Zielgruppe zu befragen. Jeder, der in einem bestimmten Landstrich
lebt, hat dafür auch meist feste Gründe, sei es der, dass er die Menschen aus den
anderen Gegenden sowieso nicht mag, dort nicht zurecht gekommen ist oder, oder,
oder ...

Ich dachte nicht, das so etwas im Jahr 2012 noch möglich ist ...

17.12.2012
11:16
Es lebe das Vorurteil...
von Pit01 | #12

möchte ich als Wessi hier schreiben. Mag sein, dass es solche Vorurteile auf beiden Seiten gibt. Doch bringt es nichts, diese Vorurteile auch noch zu bestätigen. Ich persönlich habe viele Ossis kennen gelernt und die waren durch die Bank i.O.

17.12.2012
11:08
Unvermögen und mehr
von speldorferin | #11

hallo" miene 1975"
Welche konkurrenzfähige Unternehmen gab es denn , etwa Autobauer oder andere Pleiteunternehmen. Es ist doch heute zynisch der Westbevölkerung die Schuld zu geben
weil die Ossis nicht begriffen haben das es nach der Wende keine blühenden Landschaften ohne eigene Leistung geben wird.Wenn Sie heute meinen das man Dresden mit München vergleichen kann ,warum Beschwerden Sie sich dann.
Ich habe nicht behauptet das alle Stasi-Pfeifen waren, aber selbst oft genug erlebt wie
Vopo und Grenzer getickt haben und das sind heute die Rentenbezieher die auch noch große Klappe haben.

1 Antwort
@ Speldorferin
von mine1975 | #11-1

ich hätte die Stasi-Pfeifen in den Knast geschickt, wenn es so viele Plätze dort gegeben hätte, aber dann hätten wir wohl wieder ein anderes Problem gehabt.
Aber Sie wissen doch: wer Beziehungen hat, kommt immer irgendwo unter. So funktioniert unser System, leider !
Es gab genügend Unternehmen, die sich den Wettbewerb hätten stellen können, aber diese sind ja leider verschachert worden.
Waren Sie nach der Wende mal wieder "drüben" und haben sich die Städte angesehen.
Ich würde die Kosten der Wende eher noch zu den Nachkriegskosten dazurechnen. Die größte Teil der Bevölkerung in der ehemaligen DDR hatte doch gar keine Möglichkeit, sich anders zu entscheiden und wg. der 40 Jahre Einknasterei steht ihnen auch der volle Rentenanspruch zu, wenn schon die Preise in selbstverständlicher Art und Weise sich dem Westniveau angepasst haben, bei weitem aber noch nicht die Löhne. Und mal ganz ehrlich: was unterscheidet einen ostdeutschen Elektriker von einem westdeutschen?

17.12.2012
10:38
SOLI, Geldgier, Unvermögen
von wkah | #10

Soll ja Leute geben, die glauben heute noch der Soli würde in den Osten gehen.

Die Geldgier liegt ab den aktiven Gewerkschaften - besonders auf Grund der Nachrichten, der letzten Tage, kann man darüber nur lachen.

Unvermögen - wer war das gleich noch, der für das Unvermögen des Westens zahlt - wer war das bloss?

PS bin im Westen geboren und lebe schon immer hier.

17.12.2012
10:30
Heute soll hier wieder West gegen Ost aufgehetzt werden, morgen dann wieder Jung gegen Alt und übermorgen Beschäftigte gegen Nichtbeschäftigte.
von AuroraBorealis | #9

owT

17.12.2012
10:22
Quod erat
von IIDottore | #8

demonstrandum ...

17.12.2012
10:22
Ostdeutsche lästern über die die alles bezahlen
von speldorferin | #7

Liebe Rentenbezieher aus dunkel D ,wer bezahlt denn 40Jahre Unvermögen in der DDR,wer bezahlt denn die ach so toleranten Ossis ?.
Jeder Durchreisende im damaligen Transitverkehr wurde von den ach so toleranten Grenzern und Vopo- Pfeifen behandelt wie der letzte Dreck, und genau diese Leute werden heute von den Wessis bezahlt, alles schon vergessen.
Man bekommt langsam den Eindruck das im Osten die Demenzkrankheit besonders stark angestiegen ist


1 Antwort
Liebe Speldorferin
von mine1975 | #7-1

Wer hat durchaus konkurrenzfähige DDR-Unternehmen nach der Wende für 1 symbolischen Euro aufgekauft und anschließend dircht gemacht ?
Wer verdient (besser gesagt: wer zahlt die Zeche) als Elektriker am freien Markt bspw. in Dresden pro Monat unter 1.000 € netto trotz 40-Stunden-Woche und Überstunden ?
Glauben Sie wirklich, alle Ossis waren bei der Stasi ? Es gab auch Opfer in diesem System ?
Wer hält denn diese Stasi-Leute im System ? Na, denken Sie mal scharf nach, wer in diesem Land die Macht hat ?
Der Osten wird absichtlich von der Wirtschafts kleingehalten, was für mich absolut nicht nachvollziehbar ist. Dresden hat eine Lebensqualität vergleichbar mit München.
Erst denken, dann schreiben...
Schöne Grüße von einem Ur-Wessi, der beide Seiten detailliert kennt...

17.12.2012
10:14
An die eigene Nase fassen...
von Bernd25 | #6

Also wer mal im Ruhrgebiet, Rheinland bzw. im "westlichen" Teil der Republik die Lauscher aufhält oder die Gespräche anstößt, der stellt sehr schnell fest, dass auch hier die Vorurteile sehr stark manifestiert sind. Gerade und vor allem diejenigen, die selbst weder Freunde, Verwandte oder Bekannte haben. Wenn man nach einiger zeit dann kundtut, dass man selbst von "Drüben" ist, tritt sehr schnell die Verlegenheit ein oder Aussagen "Du bist der Quotenossi", "Du bist der einzige Ossi den wir mögen" oder "Linke Bazille".

Ferner darf man im östlichen Teil selbstverständlich neidisch drüber blicken oder meint ihr, die systematische Verarschung wird tolleriert? Zu DDR-Zeiten waren es Pharma-Konzerne, IKEA, VW usw. die die Billiglohnniveaus ausgenutzt haben. Aber sind die blühenden Landschaften heute angekommen? Die Lebensqualität hat zwar zugenommen, aber das Lohnniveau liegt zum Teil bei 50 % und ich kenne keinen, der nur 50 % oder 70 % arbeitet, ganz im Gegenteil!

1 Antwort
An die eigene Nase fassen ....
von Moelmsche | #6-1

#6
Die Aussage, dass das Lohnniveau tlw. bei nur 50 % liegt ist aber ziemlich gewagt!
Es gibt auch ein Nord-/Südgefälle bei den Löhnen/Gehältern. Wenn man pauschal die Löhne vergleicht, kommt man immer zu populistischen Aussagen! Klar gibt es Gegenden im Osten, da sind die Löhne/Gehälter nur ca. 80 % von denen hier im Ruhrgebiet. Aber da sind auch die Mieten niedriger und beim Metzger oder Friseur z.B. ist es aber auch wesentlich billiger. Real gesehen haben die Leute im Osten nicht weniger Geld im Monat zur Verfügung. Sie können nur besser lamentieren.
Und keiner der Ossis arbeitet fleißiger oder besser als ein Wessi. Also sollte die Kirche im Dorf bleiben.

17.12.2012
09:43
Umgekehrt wird ein Schuh draus...
von tunix | #5

Sagen genau die richtigen.

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