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Geisterfahrer verursacht Horrorunfall mit fünf Toten

21.10.2012 | 16:30 Uhr
Foto: /dapd/Sascha Schuermann

Horrorunfall im Sauerland: Ein Geisterfahrer hat bei einem Suizid auf der Autobahn bei Meschede sich und vier weitere Menschen in den Tod gerissen. Der 24-Jährige prallte am frühen Sonntagmorgen mit hoher Geschwindigkeit frontal auf einen Wagen, in dem ein Ehepaar und zwei weitere Frauen saßen. Alle Unfallbeteiligten starben, wie die Polizei mitteilte.

Meschede (dapd-nrw). Horrorunfall im Sauerland: Ein Geisterfahrer hat bei einem Suizid auf der Autobahn bei Meschede sich und vier weitere Menschen in den Tod gerissen. Der 24-Jährige prallte am frühen Sonntagmorgen mit hoher Geschwindigkeit frontal auf einen Wagen, in dem ein Ehepaar und zwei weitere Frauen saßen. Alle Unfallbeteiligten starben, wie die Polizei mitteilte. Der Wagen des Falschfahrers brannte komplett aus.

Den genauen Unfallhergang solle ein Sachverständiger klären, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dapd. Die vier Getöteten waren zwischen 27 und 47 Jahren alt und stammten aus dem Kreis Meschede. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Suizid des Falschfahrers aus. Es gebe Hinweise darauf, sagte ein Sprecher. Details wollte er nicht nennen. Wenn sich die Polizei aber nicht sicher wäre, würde sie nicht davon sprechen.

Mehrere Autofahrer hatten der Polizei gegen 1.30 Uhr einen Falschfahrer auf der Autobahn 46 gemeldet. Wenige Minuten später kam es zu der Tragödie. Für eine Warnung per Radio war es zu spät. Von dem BMW des 24-Jährigen aus Sundern blieb nur ein graues Wrack über. Selbst die Lackfarbe war nicht mehr zu erkennen. Das Schiebedach wurde mehrere Meter weit geschleudert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde in dem anderen Auto der Motorblock komplett herausgerissen. Drei Insassen des Skodas waren sofort tot, eine Frau starb später im Krankenhaus.

Schwierige Bergung

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gab es an der Unfallstelle nicht. Mit welchem Tempo die beiden Wagen frontal ineinander krachten, war zunächst unklar. Die Bergung der Opfer gestaltete sich schwierig, da die Autos vollständig demoliert waren. Die Identität konnte erst später geklärt werden.

Neben der Feuerwehr rückte die Polizei mit mehreren Streifenwagen an. Da es noch dunkel war, wurden grelle Leuchtstrahler aufgestellt. Die Autobahn blieb in eine Fahrtrichtung stundenlang gesperrt.

Im Oktober gab es bereits mehrere von Geisterfahrern verursachte Unfälle auf Autobahnen. Erst am Montag waren ein Vater und zwei seiner Kinder in Rheinland-Pfalz getötet worden. In Bayern kamen bei einem Geisterfahrer-Unfall Anfang Oktober fünf Menschen ums Leben. Damals hatte eine vermutlich psychisch kranke Frau den Unfall verursacht. Alle Insassen der beiden Wagen waren gestorben, darunter auch zwei Kinder.

dapd

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