Luftverkehr
Gefährliche Attacken auf Flugzeuge
08.10.2009 | 19:00 Uhr 2009-10-08T19:00:00+0200
Hagen. Die Pilotenvereinigung Cockpit schlägt Alarm vor Laserpointern. Die Zahl der Angriffe auf Flugzeuge mit den kleinen Blendern habe extrem zugenommen. Um einen Kleinjungenstreich handelt es sich bei weitem nicht.
„In einer Diplomarbeit der Fachhochschule Köln steht, dass ein tagsüber von einem sogenannten Laserpointer geblendeter Mensch bis zu fünf Minuten nicht richtig sehen kann”, sagt VC-Sprecher Jörg Handwerg. „Nachts ist es noch schlimmer.” Durch diese Beeinträchtigung bzw. zwischenzeitliche Orientierungslosigkeit kann der Pilot beim Landeanflug im schlimmsten Fall die Kontrolle über das Flugzeug verlieren. Denn die Vorstellung, dass ein Jet die letzten Meter bis zur Landebahn per Autopilot zurücklegt, ist laut Handwerg zwar eine häufig vorgebrachte, aber falsche Vorstellung: „In der Regel fliegt man per Hand”, sagt der Flugkapitän. „Es ist schließlich der Reiz des Berufes zu fliegen und nicht einen Automaten zu bedienen.”
Wie Taschenlampen
Angriffe auf Flugzeuge mit Lasergeräten, die wie Taschenlampen funktionieren und eigentlich als Lichtzeiger bei Vorträgen gedacht sind, sind ein weltweites Problem. „Vor ein, zwei Jahren gab es die ersten Berichten aus den USA und aus Australien”, weiß Michael Fuhrmann von der Deutschen Flugsicherung in NRW. Vor gut vier Wochen sei diese „Art Welle” in Europa angekommen, zunächst in Amsterdam und jetzt auch in Deutschland.
Fernab des Luftverkehrs wurde hierzulande bereits im vergangenen Herbst über den unsinnigen Einsatz der kleinen Lichtzeiger diskutiert: Fußball-Torwarte hatten über Störungen durch Laserstrahlen im Stadion geklagt. „Auch Lkw-Fahrer auf Autobahnen sind bereits zu Zielscheiben solcher Angriffe geworden”, ergänzt VC-Sprecher Handwerg, der die Blendversuche mit dem Steinewerfen von Autobahnbrücken vergleicht.
Leistungsstarke Blender
Leistungsstarke Laserpointer, zum Beispiel aus Österreich, können im Internet für 25 bis 50 Euro gekauft werden, weiß Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung im hessischen Langen. Und sie können mittlerweile ein Ziel in fünf Kilometern Entfernung fixieren und schwere Augenverletzungen verursachen. „Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit, im privaten Bereich ein solches Teil zu besitzen”, ereifert sich Cockpit-Sprecher Handwerg, „wenn es letztendlich als gegen Menschen gerichtete Waffe eingesetzt werden kann.” Der Pilot fordert wissenschaftliche Untersuchungen, die klären sollen, wo „sinnvolle gesetzgeberische Grenzen der Leistungsbeschränkung” der Lichtzeiger zu ziehen sind.
Nach Paragraf 315 des Strafgesetzbuchs kann ein gefährlicher Eingriff in den Flugverkehr mit Haft zwischen sechs Monaten und zehn Jahren geahndet werden. Der überwiegende Teil der Täter sind allerdings Jugendliche, die das Ganze „offenbar spaßig, interessant oder cool finden”, so Handwerg. Und denen offenbar die Konsequenzen ihres Handelns nicht bewusst sind. In Hamburg wurde unlängst ein 13-jähriger Junge erwischt, in Berlin ein 15-jähriges Mädchen. In den USA sind freilich bereits auch Erwachsene überführt worden, die Piloten geblendet und damit Menschenleben gefährdet haben.
Öffentlichkeit sensibilisieren
Dass die Pilotenvereinigung Cockpit jetzt Alarm geschlagen hat, findet Michael Fuhrmann von der Deutschen Flugsicherung in Nordrhein-Westfalen richtig - auch wenn er befürchtet, dass Trittbrettfahrer durch Medienberichte auf den Plan rufen könnten. „Die Öffentlichkeit muss dafür sensibilisiert werden, dass Laser-Angriffe auf Flugzeuge keine Kavaliersdelikte sind. Sie sind einfach nur gefährlich.”

07:24
Halten sie einen Laser auf eine Doppelglasscheibe
Der Lasersrtrahl wird mehrfach gebrochen und verteilt sich in alle Richtungen.
14:56
Wenn wir früher als Blagen Mist gemacht haben gabs einen aufs Jack. Von Lehrern und Eltern, geschadet hat es niemandem!
Heute wurde dies ersetzt durch antiautoritäre Erziehung, durch besorgte Nachbarn die Eltern wegen angeblicher Kindesmishandlung anzeigen und Lehrer die sich mit Anwälten rumschlagen müssen weil die zu Hause nie anwesenden Eltern meinen ihre Kinder hätten in der Schule zu leiden, wenn der Lehrer versucht für einen Teil Ordnung und Erziehung zu sorgen, der zu Hause schon gar nicht mehr stattfindet.
Und da wundert man sich über U-Bahn-Schläger, Steinewerfer und Laserblender. Jeder der sich heute noch fragt woran das alles liegt ist schon genauso verblödet wie die die den Unfug anstellen. Dank unserer Medien die uns mit Qualiät übeschütten die dem Brei aus einer Schnabeltasse gleicht.
12:28
Alle selbsternannten Experten, die sich selbst unter Aufbietung der gesamten Rechenleistung Ihres kleinen Hirns nicht vorstellen können, dass so etwas möglich ist, sollten wenigstens 1mal gaaanz kurz darüber nachdenken, wohin die Piloten beim Landeanflug (nach Unterschreiten der MDA, der minimum decision altitude, der Mindest-Entscheidungshöhe, bei der der Pilot sich entscheiden muss, ob er die Landebahn sehen und damit landen kann) schauen... na, dämmert es? NATÜRLICH blicken sie über ihre Instrumente und Bildschirme hinweg auf die Landebahn (daneben stehen u.a. die VASI-Lampen, die den richtigen Gleitpfad-Winkel anzeigen) NATÜRLICH visieren sie den Anfang der Landebahn als Fixpunkt an, weil sie nämlich garnicht landen können, OHNE die Landbahn zu sehen, und wenn da irgendein durchgeknallter, unausgelasteter (...) mit einem oder mehreren Laserpointern steht und ein bischen Glück in der Führung seines Händchens hat, dann... steht das am nächsten Tag in der Zeitung. Und bestimtm auch in dieser. und dann kann er ganz stolz auf sich sein. Höchststrafe nach Para315 StGB und voher Händeschütteln mit den Angehörigen sind hier angebracht.
Entschuldigung, aber soviel konzentrierten Blödsinn auf einmal habe ich unter keinem Artikel bisher gelesen. Obwohl er eine oder andere Komtentar zu anderen Artikeln schon ganz ordentlich schräg war. Schönes Wochende weiterhin und gute Besserung!
09:14
Das abgebildete Flugzeug ist genauso in der Fotostrecke zu einem Spiegel Online Artikel von gestern zu sehen. http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,653766,00.html
Symbolfoto?
08:46
Wie es gibt in der Redaktion Leute die wissen wie man ein Fernsehen einschaltet....hat aber lange gedauert bis zur Veröffentlichung..
08:09
Verstehe die Medien echt nicht, wie sie den Leuten noch Anregungen geben, was diese in ihrer Langeweile Gefährliches tun können.
Die S-Bahn-Klopper entnehmen auch die Anregung für ihr Handeln aus den Medien...
06:57
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06:56
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06:55
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00:15
die eigentliche härte ist die abbildung einer iljuschin mit dem schriftzug der ex ddr fluglinie INTERFLUG. die gibts seit 1991 nicht mehr.
schnarcht weiter beim westen.