Gedenkgottesdienst für die Opfer

Haltern..  Über den Marktplatz vor der St.-Sixtus-Kirche in Haltern am See peitscht kalter Wind. So viele Menschen sind gestern zum Trauergottesdienst für die Opfer des Flugzeugabsturzes gekommen, dass die Kirche nicht alle aufnehmen kann. So stehen zahlreiche Trauernde in der Kälte und im Nieselregen. Vor den Toren der Kirche stehen Lautsprecher, auch hier draußen können die Halterner und Zugereisten Anteil nehmen. Schwarze Ballons schaukeln im Wind.

Als die Maschine der Fluggesellschaft Germanwings vergangene Woche in den Bergen Südfrankreichs zerschellte, starben auch 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums. Ein Verlust, den die Stadt nun zu verarbeiten sucht. „Jeder in der Stadt kennt jemanden, der betroffen ist“, sagt Martin Ahls, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde.

Etwa 500 Menschen sind es, die sich zur Gedenkstunde eingefunden haben. Hunderte in der Kirche, Hunderte davor. Bürgermeister Bodo Klimpel verliest die Namen der Verstorbenen. Sichtlich betroffen und schluchzend tragen Schüler Einträge aus den Kondolenzbüchern vor. Trauerbekundungen aus aller Welt haben online die Stadt erreicht. Haltern hat gerade erst begonnen, die Geschehnisse zu verarbeiten.