Gates spendet 120 Millionen Dollar für Entwicklungsländer
15.10.2009 | 14:27 Uhr 2009-10-15T14:27:00+0200
Washington. Bill Gates und seine Frau Melinda wollen 120 Millionen Dollar zur Förderung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern spenden. Zugute kommen soll das Geld armen Kleinbauern in Afrika und Indien. Es soll zum Beispiel in Informationskampagnen und Schulungen fließen.
Microsoft-Gründer Bill Gates will im Kampf gegen den Hunger armen Bauern in afrikanischen Ländern und Indien mit einer Millionen-Spende unter die Arme greifen. Wie die wohltätige Stiftung des Milliardärs und seiner Frau Melinda mitteilte, will Gates am Donnerstag bei einem Symposium zu Lebensmittelpreisen im US-Bundesstaat Iowa 120 Millionen Dollar (80,4 Millionen Euro) für die Entwicklung nachhaltiger Landwirtschaft freigeben. «Den ärmsten Kleinbauern dabei zu helfen, mehr anzubauen und Zugang zum Markt zu bekommen, ist das weltweit einzige Mittel, Hunger und Armut zu bekämpfen», teilte Gates in einer vorab veröffentlichten Erklärung mit.
Kampagnen für lokales Gemüse
Die Spende soll mehreren Projekten zugute kommen, die afrikanischen Bauern den Nutzen eines Anbaus von unterschiedlichen Getreide- und Gemüsesorten vermitteln. Ein Teil der Mittel soll zudem dabei helfen, einheimische Märkte stärker für die Schulspeisung zu nutzen.
«Anstatt für die Schulspeisung Lebensmittel von außen zu importieren, sollten diese auf lokalen und nationalen Märkten gekauft werden, um dort Nachfrage zu schaffen», sagte der Vize-Vorsitzende des Weltentwicklungsprogramms der Gates-Stiftung, Roy Steiner, der Nachrichtenagentur AFP.
Informationsdienste für die Landwirtschaft
Darüber hinaus will die Stiftung in Afrika einen Radio-Sender aufbauen, der die Bauern mit Programmen zu einer nachhaltigen Landwirtschaft auf dem Laufenden hält. In Uganda, wo die Handy-Quote zwischen 80 und 90 Prozent liegt, ist zudem ein Netzwerk geplant, das die Bauern im ganzen Land über ihr Mobiltelefon mit Informationen versorgen soll.
In Indien will die Gates-Stiftung Frauen besser über Wasseraufbereitung informieren, damit diese so selbst ihren Lebensstandard verbessern können. Neben Indien und Uganda fördert das Ehepaar Gates Projekte in Ghana, Kenia, Malawi, Mali, Mosambik, Tansania und Sambia. Bill Gates ist der reichste Mann der Welt. (afp)
22:40
Billy Boy, schön das Du trotz Milliarden auf dem Boden geblieben bist, sollte mehr von Deiner Sorte Mensch geben.
Bravo !
22:15
#6
naja ganz so auch wieder nich.
Eigentlich spendet er ja garnicht, sondern hat ein Großteil und das wohl von Buffet auch in eine Stiftung eingebracht.
Und da liegt die crux.
Mit dem Kapital der Stiftung darf nach Herzenslust
gewirtschaftet werden. Niemand erhält Einsicht, was, wie und wo investiert wird. Das einzige was
übrig bleibt ist ein sehr stark reduzierter Steuersatz und die Vorgabe aus dem Gewinne prozentual einen deutlich niederigen als beim Privateinkommen Anteil zu Spenden.
Unter Strich ein Steuersparmodell in MRD-Höhe, bei dem sich Herr Gates auch noch als Bonus sozusagen als sehr großzügiger Mäzen präsentieren kann.
Und letztendlich basiert sein Reichtum darauf, das er als Monopolist den Preis auf dem Markt bestimmen kann und die Leute gnadenlos ausnimmt.
Wenn ihm Reue deswegen kommt, wäre ein netter Satz in der Richtung deutlich ehrlicher.
Insofern stimmt die Rechnung von #4 und der einfache Mann, der dann statt 60 100 Euro spendet
und irgendwo abknappst, der größere Spender obendrein ist.
Dieselbe Geschichte steht übrigens im NT.
Markus 12.41-44
14:47
@5......nun, er hat sein Imperium aus dem nichts erarbeitet, also hat er es auch verdient, auch wenn es gewisse Neidhammel es nicht einsehen
14:31
Was ist das für ein Vergleich? Jahreseinkommen und Vermögen haben nichts gemeinsam. Das eine hat man schon, das andere wird verdient.
14:08
Also, mal auf den Durchschnittsverdiener bezogen: Herr Gates spendet ungefähr 0,25% seines Vermögens (50 Mrd Dollar). Das bedeutet bei einem Jahreseinkommen von 30 000 Euro rund 60 Euro. Wäre das eine Meldung in der WAZ wert?
13:50
Herr Gates kann es sich leisten das Geld für gute Zwecke aufzubringen. Dem tut das nicht weh. Drum soll er weiter spenden.
13:01
sehr tolle sache von gates und seiner frau. nur weiß ich nicht, ob die bauern informationsveranstaltungen besuchen können/wollen oder ob eine direktere hilfe nicht geeigneter ist.
nichts desto trotz, wie #1 schon schrieb, familie gates hat alleine schon mehr gespendet, als die bevölrkerung andere länder zusammen. hut ab nud ein beispiel dafür, dass geld nicht unbedingt schuld an realitätsferne ist.
12:31
Die Gelder, die Gatesin den letzten Jahren bereits gespendet hat, bzw in Stiftungen einfließen ließ, dürften mittlerweil deutlich im zweistelligen Milliardenbereich liegen.
Gruß