Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Echo

Frei.Wild kritisieren Echo-Veranstalter - "kein Rückgrat"

09.03.2013 | 15:10 Uhr
Frei.Wild kritisieren Echo-Veranstalter - "kein Rückgrat"
Frei.Wild - hier Sänger und Gitarrist Phillipp Burger - bei einem Auftritt in der Essener Grugahalle in 2012.Foto: Archiv-Foto: Jan Dinter/WAZ FotoPool

Berlin.   Die umstrittene Band Frei.Wild erhebt nach ihrem Ausschluss vom Echo Vorwürfe gegen die Veranstalter des Musikpreises. Die Phono-Akademie habe "kein Rückgrat bewiesen und sich somit selbst disqualifiziert." Die rechtsextreme Partei NPD will die Verleihung des Echo als Bühne nutzen und hat eine Mahnwache am Veranstaltungsort angekündigt.

Nach ihrem Ausschluss von der Echo-Nominierung hat die umstrittene Rockband Frei.Wild Vorwürfe gegen die Veranstalter erhoben. "Die Deutsche Phono-Akademie hat kein Rückgrat bewiesen und sich somit selbst disqualifiziert", erklärte die Band aus Südtirol am Samstag. Gegen die Nominierung der Deutschrocker, denen Kritiker nähe zu rechtem Gedankengut vorwerfen, hatte es Proteste gegeben. Die ebenfalls nominierten Gruppen Kraftklub und Mia . hatten einen Boykott angekündigt, falls Frei.Wild auf der Nominierungsliste bleiben sollte.

Frei.Wild
Frei.Wild-Fans beschimpfen nach

Mit reichlich Wut im Bauch reagieren Frei.Wild-Fans auf den Ausschluss der Rechtsrockband von der diesjährigen Verleihung des Musikpreises "Echo"....

Vor dem Ausschluss hätten weder die Phono-Akademie noch Kraftklub und Mia. das Gespräch gesucht, erklärte die Band. Dabei habe sich die Gruppe - und vor allem der Sänger Philipp Burger - eindeutig von jeder Form des politischen Extremismus distanziert. Burger habe sich vor 15 Jahren von seiner Vergangenheit als Skinhead gelöst und fordere bei Konzerten schon immer "Nazis raus".

Die Deutsche Phono-Akademie, die zum Bundesverband Musikindustrie gehört, hatte den Ausschluss von Frei.Wild mit der heftigen Kontroverse um die Nominierung begründet. Die Debatte drohe, den gesamten Echo und damit auch alle anderen Künstler und Bands zu überschatten, hatte die Akademie erklärt. Der Echo wird am 21. März in Berlin verliehen. Die ARD überträgt live ab 20.15 Uhr.

Artikel auf einer Seite lesen
  1. Seite 1: Frei.Wild kritisieren Echo-Veranstalter - "kein Rückgrat"
    Seite 2: NPD kündigt Mahnwache zur Echo-Preisverleihung an

1 | 2

Kommentare
10.03.2013
17:24
Frei.Wild kritisieren Echo-Veranstalter -
von Wotran | #17

Ich finde die Vorgänge echt gruselig. Das bloß keiner mehr ich sagt oder ähnliches. Ich verstehe nicht warum Deutsche vom Multikulturalismus...
Weiterlesen

Funktionen
Fotos und Videos
article
7703367
Frei.Wild kritisieren Echo-Veranstalter - "kein Rückgrat"
Frei.Wild kritisieren Echo-Veranstalter - "kein Rückgrat"
$description$
http://www.derwesten.de/panorama/frei-wild-kritisieren-echo-veranstalter-kein-rueckgrat-id7703367.html
2013-03-09 15:10
Frei.Wild,Rechtsrock,Echo,MIA,Kraftklub,Musik,Musikpreis
Panorama