Frankreichs Präsident Sarkozy besucht Haiti
16.02.2010 | 22:36 Uhr 2010-02-16T22:36:00+0100
Paris. Der französische Staatschef Nicolas Sarkozy reist am Mittwoch nach Haiti. Dort will er die Höhe der Schäden durch das Erdbeben im Januar mit eigenen Augen einschätzen. Anderen Schätzungen zufolge kommt eine Summe von rund 14 Milliarden Dollar zusammen.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy reist am Mittwoch als erster Staatschef seit dem schweren Erdbeben nach Haiti. Bei der gut vierstündigen Visite will Sarkozy die Höhe der Wiederaufbauhilfe Frankreichs für seine ehemalige Kolonie bekanntgeben. Er trifft am Mittwochmorgen in der stark zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince ein und kommt dort mit Haitis Staatschef René Préval zusammen. Geplant ist auch ein Treffen mit französischen Helfern.
Zerstöresrischste Naturkatastrophe der vergangenen Jahrzente
Die Kosten für den Wiederaufbau Haitis nach dem Erdbeben werden sich auf schätzungsweise 14 Milliarden Dollar (10,3 Milliarden Euro) summieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, welche die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) am Dienstag in Washington vorlegte. Gemessen an der Bevölkerungszahl und der Wirtschaftskraft Haitis sei das Erdbeben vom 12. Januar damit die zerstörerischste Naturkatastrophe der vergangenen Jahrzehnte, heißt es in dem Gutachten der internationalen Finanzorganisation.
In der Studie hatten IDB-Experten die Kosten für den Wiederaufbau von Häusern, Straßen, Schulen und anderen Infrastruktureinrichtungen berechnet. Das Ausmaß der Schäden erfordere eine „beispiellose Kooperation zwischen bilateralen, multilateralen und privaten Helfern“, heißt es in dem Bericht. Bei dem Beben wurden mehr als 200.000 Menschen in der Hauptstadt Port-au-Prince und ihrer Umgebung getötet. Etwa eine Million der neun Millionen Haitianer ist obdachlos. (AFP)
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