Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Panorama

Frankfurter Zeitungsverlage prüfen Zusammenarbeit

26.01.2013 | 16:36 Uhr
Funktionen
Foto: /dapd/Alex Domanski

Die Rettungsbemühungen für die zahlungsunfähige "Frankfurter Rundschau" könnten die Zeitungsverlage in der Stadt enger zusammenrücken lassen. Eine Entscheidung über die Zukunft des Blattes ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd vom Samstag noch nicht gefallen.

Frankfurt/Main (dapd). Die Rettungsbemühungen für die zahlungsunfähige "Frankfurter Rundschau" könnten die Zeitungsverlage in der Stadt enger zusammenrücken lassen. Eine Entscheidung über die Zukunft des Blattes ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd vom Samstag noch nicht gefallen. Der Verlagsgeschäftsführer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Tobias Trevisan, hat aber gegenüber Mitarbeitern bereits von möglichen Synergieeffekten eines Zusammenwirkens gesprochen.

Schon seit Wochen gibt es Gerüchte über einen Einstieg der FAZIT-Stiftung bei der "Frankfurter Rundschau", die bislang im Wesentlichen vom Kölner Verlag DuMont Schauberg und der SPD-eigenen Verlagsgesellschaft DDVG getragen wurde. Zur FAZIT-Stiftung gehört neben der FAZ auch die "Frankfurter Neue Presse", auf die sich Trevisans Bemerkung mit den Synergieeffekten bezieht.

Nach einer Vorabmeldung des "Hamburger Abendblatts" könnte die FR künftig wie die "Frankfurter Neue Presse" in der Frankfurter Societäts-Druckerei produziert werden. Demnach ist an eine Fortführung des Blattes "in abgespeckter Form" als Regionalzeitung für das Rhein-Main-Gebiet gedacht. Geplant sei die Übernahme von etwa 30 Redakteuren sowie mehrerer freier Mitarbeiter.

Das Bundeskartellamt habe in informellen Gesprächen Zustimmung zu dem Sanierungsvorhaben signalisiert. Für die Druckerei soll sich dem Bericht zufolge die türkische Calik-Holding interessieren. Der Entzug eines Druckauftrags für mehrere Blätter des Verlags Axel Springer galt als schwerer Rückschlag für die Bemühungen um eine Rettung des FR-Verlags Druck- und Verlagshaus.

Die "Frankfurter Rundschau" hatte wegen hoher Verluste Anfang November Insolvenzantrag gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Frank Schmitt berufen, der sich seitdem um eine Lösung zur Sicherung einer Zukunft für die Zeitung bemüht. Nach offiziellen Angaben ist das Erscheinen der "Frankfurter Rundschau" ohne neuen Investor noch bis Ende Januar gesichert.

dapd

dapd

Kommentare
Aus dem Ressort
Schwules Paar ebnet kinderlosen Paaren den Weg
Leihmutter
Für so manche ungewollt Kinderlose ist eine Leihmutter die letzte Hoffnung auf ein eigenes Kind. Der BGH traf jetzt eine mutige Entscheidung.
Muslimin angefahren - Polizei vermutet fremdenfeindliche Tat
Staatsschutz
Mehrere offenbar fremdenfeindliche Männer haben eine 29-jährige Muslimin in Braunschweig angefahren und beschimpft. Nun ermittelt der Staatsschutz.
Facebook will mehr über Datenschutz informieren
Facebook
Facebook ändert seine Nutzungsbedingungen und will Werbung stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden. Über Datenschutz soll mehr informiert werden.
Psychisch kranker Häftling auf Weihnachtsmarkt geflohen
Flucht
Strafgefangener entwischt Betreuerinnen bei einem Ausflug. Er soll vor Jahren eine Frau getötet haben. Fahnder beschreiben ihn als gefährlich.
Schwedische Prinzessin Madeleine ist wieder schwanger
Königshaus
2015 hat das schwedische Königshaus zwei Gründe zu feiern. Prinz Carl Philip heiratet seine Sofia und Prinzessin Madeleine bekommt wieder ein Kind.