Fluch des Pazifiks mit Johnny Depp

Schlachten Sie mich ruhig, ich weiß, dass man als Journalist nicht mit Namen herumalbern soll. Aber wenn Johnny in seinem Leben mal ein Depp war, dann ganz bestimmt in diesen Tagen.

Im Privatjet düst der Hollywoodstar nach Australien, wo er als dödeliger Käpt’n Jack Sparrow fürs Kino zum gefühlt 53. Mal den „Fluch der Karibik“ beschwören soll. Und schleppt seine beiden Hündchen ein, ohne sie dem Zoll vorzustellen. Piratenbenehmen eben. Schätzen sie aber in Australien nicht. Obwohl das Land mal nichts anderes war als eine Strafkolonie.

„Boo“ und „Pistol“ heißen die Promikläffer, die sich am Donnerstag nach einem Besuch beim Hundefriseur plötzlich mit dem Tode bedroht sahen. Denn Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce hat für Schmuggelnummern nichts übrig. „Entweder bringt Herr Depp seine Hunde nach Kalifornien zurück oder wir werden sie einschläfern müssen“, dröhnte er ohne irgendeinen Anflug von Humor. Schließlich kämen sie aus einem Tollwut-Land.

Hundehinrichtung? Das ist ja spannender als Kino, dachten die Reporter und bauten sich vor Depps Haus in Coomera auf. Und natürlich flehten die Depp-Fans zu Tausenden in einer Online-Petition, man möge das Leben der unschuldigen Kreaturen doch bitte verschonen.

Freitagabend dann das Happy End in diesem Drama, der Hundeflug Richtung Heimat. Und Herrchen verflucht nun auch noch den Pazifik.