Feuer in südfranzösischer Atomanlage Tricastin
03.07.2011 | 12:05 Uhr 2011-07-03T12:05:00+0200
Lyon. In der französischen Atomanlage Tricastin hat es am Samstag einen Zwischenfall gegeben: Laut Betreiberfirma war in einem Transformator ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei aber umgehend gelöscht worden. Es gebe keine Schäden für Mensch oder Umwelt.
In der südfranzösischen Atomanlage Tricastin ist am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand in einem Transformator eines derzeit für Wartungsarbeiten abgeschalteten Atomreaktors sei außerhalb der atomaren Zone der Anlage ausgebrochen und habe „keinerlei Strahlenbelastung für die Umwelt und die Bevölkerung“ zur Folge gehabt, erklärte der französische Stromkonzern EDF. Es sei niemand verletzt und der Brand umgehend gelöscht worden.
Die Produktionseinheit Nummer 1, zu welcher der Transformator gehört, sei wegen Wartungsarbeiten zum Zeitpunkt des Vorfalls außer Betrieb gewesen, erklärte EDF. Der Transformator dient der Weiterleitung des produzierten Stroms in die Stromnetze. Anwohner des südlich der Stadt Montélimar an der Rhône gelegenen Kraftwerks berichteten der Nachrichtenagentur AFP von riesigen Rauchschwaden über dem 600 Hektar großen Gelände, auf dem sich eine der größten Atomanlagen der Welt befindet.
Mehrfach durch Probleme aufgefallen
Die Anlage, zu der neben dem Atomkraftwerk auch Forschungseinrichtungen sowie Betriebe zur Urananreicherung und Abfallbeseitigung gehören, war schon öfter durch Probleme aufgefallen. Im Sommer 2008 liefen sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit aus und gelangten in die Umwelt. Dann verkeilten sich beim Austausch von Brennelementen zwei der uranhaltigen Behälter und drohten wochenlang, auf die anderen Brennstoffcontainer zu stürzen. Auch 2009 wurden mehrere Zwischenfälle gemeldet. (afp)

16:35
Zugegebenermaßen ist es zunächst seltsam, wenn ein (Maschinen-?) Trafo eines stillstehenden Reaktorblocks plötzlich zu brennen anfängt. Vermutlich hat eher ein Fremdnetztrafo gebrannt? Die Details wird EdF sicherlich bald kundtun.
Hätte der brennende Trafo in einem Kohle- oder Gaskraftwerk gestanden, wäre es der WAZ nicht mal eine Randnotiz wert gewesen.
Wird darüber berichtet, weil die letzten Stammleser der WAZ sich inzwischen nach beBILDerten Alternativen umsehen, oder zahlen bestimmte Interessengruppen so gut?
15:30
Genau, so explodierende Teile sind bei unseren Atom Freunden doch normal. Und falls doch mal Strahlung austritt, verkaufen sie uns das als Feldversuch, um neue Frösche zu züchten.
14:42
Der Gau wird kommen: Es ist nur eine Frage der Zeit. Deutschland ist auf dem richtigen Weg des Ausstiegs, wenn er dann auch im Grundgesetz verankert ist. Sonst kann man ihm nicht trauen. Frankreich wird seinen Atomwahnsinn noch bitter bereuen und bezahlen.
13:14
Alles im Griff?Keine Panik.Es ist doch michts Schlimmes vorgefallen.Nur ein lächerliches Feuerchen,das wir mit ein paar wenigen HiWis locker gelöscht bekommen.
13:11
@1 und 3:
Wenn alles unter der Decke bliebe, wäre Ihnen das recht?
12:57
@1: so ist das leider beim deutschen Qualitätsjournalismus.
Und weil doch nur ein Trafo gebrannt hat, muss man angeben, dass es in der Vergangenheit schon Störfälle gegeben habe. Was waren das denn für Zwischenfälle in 2009?
Zur Feststellung Der Transformator dient der Weiterleitung des produzierten Stroms in die Stromnetze. ist zu sagen, dass ein Trafo im Kraftwerk die Spannung des Stromes auf die Hochspannung des Netzes hochtransformiert und nicht der einfachen Weiterleitung dient.
12:54
Gut dass das nicht verheimlicht wird. Nur so kann man Vertrauen schaffen. Außerdem wird auch über jeden Wohnhausbrand berichtet...
12:35
Analog zu Krümmel, nichts passiert aber die Presse springt drauf an...