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Sex-Skandal

FBI durchsucht Haus von Petraeus' Ex-Geliebter Broadwell

13.11.2012 | 07:16 Uhr
FBI durchsucht Haus von Petraeus' Ex-Geliebter Broadwell
Rund ein dutzend Beamte der US-Bundespolizei haben das Wohnhaus der zeitweiligen Geliebten des zurückgetretenen CIA-Chefs David Petraeus, Paula Broadwell, durchsucht. Foto: dapd

Washington.   Das FBI hat das Haus der ehemaligen Geliebten von Ex-CIA-Chef David Petraeus durchsucht. Derweil bringt ein YouTube-Video weitere Aufregung in die Sex-Affäre. Der inzwischen gelöschte Film soll einen Auftritt der Ex-Geliebten zeigen, in dem es um den Terror-Angriff auf das Konsulat in Bengasi geht.

In der Sex-Affäre um den zurückgetretenen CIA-Chef David Petraeus überschlagen sich die Ereignisse. US-Medien berichteten am Montagmittag über ein inzwischen gelöschtes YouTube-Video, das einen Auftritt von Paula Broadwell Ende Oktober zeigt.

Die zu diesem Zeitpunkt bereits von Petraeus getrennte Ex-Geliebte behauptet in einem Vortrag an der Uni Denver/Colorado Details, die den Terror-Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi am 11. Septembe r in ein neues Licht rücken würden, wenn sie denn stimmten. Danach hätten die Angreifer, denen später US-Botschafter Stevens zum Opfer fiel, auf dem Grundstück des Konsulats inhaftierte Kämpfer befreien wollen. CIA-Chef Petraeus habe dies alles bereits einen Tag nach der Attacke, die im Präsidentschaftswahlkampf zwischen Obama und Mitt Romney eine wichtige Rolle gespielt hat , gewusst, sagte Broadwell.

Regierung wie CIA haben Broadwells Beschreibungen am Montag als haltslos und absurd zurückgewiesen. Die Behauptung, es habe sich um eine Befreiungsaktion gehandelt, hatte bisher auf der Basis anonymer Quellen nur der Obama-feindliche TV-Sender Fox News aufgestellt.

Kongress wird auf Untersuchungsausschuss drängen

Schlussfolgerungen der „Washington Post“: Möglich, dass Broadwell, sich auf Fox bezog, was nicht für sie spräche. Möglich, dass sie sich wichtig tun und Petraeus nachträglich schaden wollte. Nicht auszuschließen aber auch, dass an der Sache doch etwas dran sei, was den Rücktritt Petraeus’ abseits der Sex-Affäre in einem neuen Licht erscheinen lassen würde.

Die zuständigen Ausschüsse des Kongresses, die gestern erneut voller Zorn erklärten, in der Causa Petraeus nicht beizeiten informiert worden zu sein, werden nun umso mehr auf einen Untersuchungsausschuss drängen, vermuten mehrere US-Medien. Der Skandal um den CIA-Chef, er ist noch lange nicht am Ende.

Hausdurchsuchung bei Paula Broadwell

Rund ein dutzend Beamte der US-Bundespolizei haben indes das Wohnhaus Paula Broadwells durchsucht. Die Polizisten verschafften sich nach US-Medienberichten Zugang zu dem Anwesen ihrer Familie in Charlotte im US-Bundesstaate North Carolina, wo sie am Abend mehrere Stunden lang beide Etagen durchsuchten, Fotos machten und Dokumente wegtrugen.

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13.11.2012
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