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Verkehrsstatistik

Fahrradfahrer leben wieder gefährlicher

09.07.2009 | 06:52 Uhr

Berlin. Auf Deutschlands Straßen starben im vergangenen Jahr so wenige Menschen wie nie seit Einführung der Statistik im Jahr 1953. 4477 Menschen kamen ums Leben - 472 oder 9,5 Prozent weniger als 2007. Aber: die Zahl tödlich verunglückter Radler stieg um 7,3 Prozent.

Auf Deutschlands Straßen starben im vergangenen Jahr so wenige Menschen wie nie seit Einführung der Statistik im Jahr 1953. 4477 Autofahrer, Motorradfahrer, Radfahrer und Fußgänger kamen 2008 ums Leben - 472 oder 9,5 Prozent weniger als 2007.

Jeder fünfte Verkehrstote zwischen 18 und 25 Jahre alt

Die Zahl der getöteten Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ging um 8,1 Prozent auf 102 zurück. Jeder fünfte Verkehrstote war zwischen 18 und 25 Jahren alt. Insgesamt sank die Zahl der Verkehrsunfälle hierzulande um 1,8 Prozent auf 2,29 Millionen. Das geht aus der neuen Unfallstatistik hervor, die der Präsident des Statistischen Bundesamts, Roderich Egeler,am Mittwoch in Berlin vorstellte. Zum Vergleich: Mit 21 332 Todesopfern war 1970 das schwärzeste Jahr in der Unfallstatistik.

Eingetrübt wird die laut Egeler "im Schnitt positive Bilanz", die sich durch die Gurt- und Helmpflicht, abgesenkte Promillegrenzen, intelligenteren Neuwagenschutz und bessere ärztliche Notversorgung erkläre, durch einige alarmierende Details: Danach stieg die Zahl der getöteten Fahrradfahrer im abgelaufenen Jahr gegen alle Trends um 7,3 Prozent auf 456, die der Moped- und Mofa-Fahrer gar um 10 Prozent auf 110.

Egeler sagte, dass Deutschland das vorgegebene Ziel der Europäischen Union, die Zahl der Verkehrstoten im Zeitraum 2000 bis 2010 zu halbieren, nicht mehr erreichen werde. So sei die Zahl der Toten seit 2001 zwar um 2028 Personen zurückgegangen, was aber nur einem Minus von 36 Prozent entspreche. Der Verkehrklub Deutschland (VCD) beklagte, dass die Zahl der im Auto getöteten Kinder um knapp 25 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei. Grund sei die Vernachlässigung der Anschnallpflicht.

Dirk Hautkapp

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Kommentare
09.02.2010
10:09
Fahrradfahrer leben wieder gefährlicher
von truckdino | #3

Leider muß ich auch bemerken ,daß einige Radfahrer ,besonders Erwachsene,sich nicht an die Verkehrsregeln halten. So etwa bei Rot über die Kreuzung,falsches Abbiegen oder nichtbeachtung der Vorfahrt.Sicher machen dies auch Autofahrer,aber bei einer fehlenden Knautschzone sind diese Verhaltensweisen eben gravierender.
Ich fahre beides Auto und Fahrrad.

09.07.2009
21:49
Fahrradfahrer leben wieder gefährlicher
von meri | #2

Im Grunde bräuchten Fahrräder und Mofas (incl. E-Fahrräder und E-Mofas) viel mehr eigene Fahrwege bzw. Fahrspuren. Anders als die Niederlande entdeckte man Fahrradwege in Deutschland sehr spät.

Letzters hat Konsequenzen in den Ballungszeiten, der Dämmerung, im Regen und in den Abendzeiten. Auch sind Fahrräder keine langsamen Fahrzeuge; letzteres gilt auch für E-Fahrräder.

Das gemeinsame Teilen von Fahrspuren mit schnellen Autos schürt die Unfallhäufigkeit. Wenn noch schlechte Sichtverhältnisse/Müdigkeit/Abgelenktheit dazukommen ... steigt die Gefahr sicher stark an.

09.07.2009
20:42
Fahrradfahrer leben wieder gefährlicher
von StefanDernbach | #1

Das kann ich nur bestätigen. Als Radfahrer kommt man sich gegenüber Autofahrern zuweilen wie Freiwild vor. Und ich fahre täglich Rad. Es wird immer haarsträubender.

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