Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Soziale Netzwerke

Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus

22.09.2012 | 17:06 Uhr
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
Brennende Café-Stühle in der niederländischen Kleinstadt Haren. Ursache war eine Einladung zu einer Facebook-Party.Foto: afp

Haren.   Eine fehlerhafte Einladung zu einer Facebook-Party hat in den Niederlanden zu Randale mehrere Tausend Jugendlicher geführt. Betrunken und bekiffte Jugendliche hätten die Polizei mit Steinen, Flaschen und Rauchpatronen angegriffen und hinterließen ein Schlachtfeld.

In den Niederlanden hat eine versehentlich öffentlich über Facebook angekündigte Einladung eines Mädchens zu seinem 16. Geburtstag zu Randale, Plünderungen und Chaos geführt. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, folgten zwischen 3000 und 5000 Jugendliche der Einladung in die nördliche Kleinstadt Haren. Es gab mehr als 30 Festnahmen und rund 30 Verletzte, darunter drei Polizisten.

Die Jugendliche hatte eigentlich nur wenige Freunde zu ihrer Feier am Freitagabend einladen wollen. Sie hatte aber vergessen, das Fest als privat zu kennzeichnen. Daraufhin meldeten sich rund 20.000 Menschen an. Unter den Jugendlichen, die ungebeten in Haren auftauchten, trugen einige T-Shirts mit der Aufschrift "Project X Haren" - in Anspielung an den Titel "Project X" eines US-Films, in dem ein von drei Jugendlichen organisierter Abend ausartet.

Stimmung schlug gegen 21 Uhr in Gewalt um

Der örtliche Polizeichef Oscar Drots sagte auf einer Pressekonferenz, ein harter Kern von "Ganoven" sei während der Krawalle "besonders gewalttätig und gut organisiert" aufgetreten und habe die "Konfrontation" mit den 500 Polizisten gesucht. Die Stadt habe sich auf das Schlimmste vorbereitet und verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Die Straße im Zentrum von Haren, in der das Mädchen wohnt, wurde abgeriegelt, das Geburtstagskind außerhalb des Hauses gebracht und der Konsum von Alkohol in der Umgebung untersagt.

Gegen 21 Uhr schlug die zunächst friedliche Stimmung den Angaben zufolge um. Hunderte alkoholisierte Jugendliche versuchten demnach in die Straße vorzudringen. Sie warfen Steine, Flaschen, Fahrräder, Blumentöpfe und Rauchbomben in Richtung Polizei.

Tausende Party-Gäste stürmten die niederländische Kleinstadt Harern. (Foto: Kamera24.TV/dapd)

Später zerstörten sie im Zentrum der Stadt abgestellte Autos, Gartenzäune, Laternen und Verkehrsschilder. Außerdem plünderten sie Drots zufolge Geschäfte, darunter einen Supermarkt. Die Straßen waren mit Glassplittern übersät. Überall lagen leere Flaschen und Dosen.

Der niederländische Justizminister Ivo Opstelten sagte laut der Nachrichtenagentur ANP, so etwas könne "nicht geduldet" werden. "Die Täter werden vor Gericht gestellt, bestraft und müssen für die Schäden aufkommen", fügte er hinzu. In Baden-Württemberg hatte wegen einer ausgearteten Facebook-Party kürzlich eine Bahnstrecke kurzzeitig gesperrt werden müssen . (afp)



Kommentare
04.10.2012
23:03
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
von 107314 | #6

Was ist passiert in Haren finde ich nicht zu tolerieren. Ohne einige Grund haben sie eine ganze Stadt zerstört. Die Bewohner haben zu machen mit viel Schaden; die Opfer müssen alle Truppe selbst in Ordnung bringen. Die Täter müssen streng bestraft werden, vor allem derjenigen die Leute haben misshandelt. Ich finde dass etwas nicht noch eines Mal darf passieren.

23.09.2012
14:32
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
von Broncezeit | #5

Die sind aktiv!
Ich wünsche mir Wahlberechtigung ab 16 Jahre.

23.09.2012
08:49
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
von Starhemberg | #4

@ von buntspecht2 | #3......Keine Perspektive dann wird der Frust raus gelassen ?
Wie kommen Sie darauf?
Vermutlich sind viele dieser Jugendlichen am Montag wieder an ihrem Arbeitsplatz oder in der Schule und berichten von dem "tollen" Wochenende.
Solche Ausschreitungen nennen Fachleute auch mal "Gruppendynamik"!
Das hat mit keiner Perspektive überhaupt nichts zu tun.

23.09.2012
08:18
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
von buntspecht2 | #3

Keine Perspektive dann wird der Frust raus gelassen an die folgen wird nicht gedacht und bei diesem komischen Club sollten keine jugendliche zugelassen werden

23.09.2012
00:38
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
von kumpelanton | #2

Unsere Jugend!

22.09.2012
22:14
Facebook-Party in den Niederlanden artet in Randale aus
von kajoshima | #1

was ist mit den Menschen los,sie verhalten sich wie Zombies.

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Medien: Studentin nach Prügelattacke für hirntot erklärt
Kriminalität
Gut elf Tage nachdem eine junge Türkin in Offenbach bei einer Prügelattacke lebensgefährlich verletzt wurde, ist die Frau von Ärzten nun für hirntot erklärt worden. Das jedenfalls wird in örtlichen Medien berichtet. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft.
Stuttgart 21 - Prozess um Wasserwerfer-Einsatz eingestellt
Bahnhof
Mehrere zum Teil schwer Verletzte und kein Urteil: Gut vier Jahre nach dem harten Wasserwerfereinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten ist der Prozess gegen zwei Polizisten eingestellt worden. Die Gegner des Bahnprojekts sprechen von einem "Justizskandal".
Kino-Spots von Hanf-Lobbyisten werben für legales Kiffen
Hanf
Der Deutsche Hanfverband will im Kino zeigen, welche Nachteile ein Verbot der Droge angeblich hat. Möglich wurden die Werbe-Spots, weil Hanfverbands-Chef Wurth in einer TV-Show eine Million Euro gewann. Bei der "Millionärswahl" versprach er, das Geld für die Cannabis-Legalisierung einzusetzen.
Bizarrer Auftritt von AC/DC-Schlagzeuger vor Gericht
Drogen-Prozess
AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd hat einen Gerichtstermin zum Spektakel gemacht: Unrasiert und ungekämmt erschien er nach Androhung eines Haftbefehls. Rudd erzürnte den Richter, irritierte Reporter und baute fast einen Unfall. Dabei waren größere Anklagepunkte gerade wieder fallengelassen worden.
Jeder dritte Jurastudent würde die Todesstrafe einführen
Todesstrafe
Junge Jurastudenten am Anfang ihrer Ausbildung würden die Todesstrafe wieder einführen. Laut einer Studie wächst bei ihnen insgesamt der Wunsch nach höheren Strafen. Auch bei den Ermittlungsmethoden können sich die angehenden Juristen vorstellen, zu drastischen Maßnahmen zu greifen.
Umfrage
Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?