Extremkälte lähmt Nordamerika

New York/Sydney..  Das Wetter spielt – wieder einmal – verrückt. Während das sommerliche Australien gleich von zwei Wirbelstürmen heimgesucht wurde, bibbert Nordamerika bei ungewöhnlich tiefen Temperaturen.

Die Kältewelle in den USA hat der Stadt New York einen Kälterekord beschert: minus 17 Grad am Freitagmorgen, bei eisigen Böen betrug die gefühlte Temperatur sogar minus 25 Grad. Das ist Meteorologen zufolge der kälteste 20. Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Ein extrem seltenes Bild bieten derzeit die Niagarafälle an der Grenze zu Kanada: Die Wassermassen sind zum Teil gefroren. Auch die Großen Seen im Norden der USA sind zum großen Teil zu Eis erstarrt.

Nach den starken Schneefällen der vergangenen Wochen haben Bürger in der US-Ostküstenmetropole Boston einen vermeintlichen Winterspaß entdeckt: Sie hüpfen aus dem Wohnungsfenster in zum Teil meterhohe Schneeberge vor ih­ren Türen – und filmen sich dabei. Die Hauptdarsteller in ihren eigenen Filmchen stellen ihre Werke ins In­ternet. Sie verbreiten sie über die beliebten Kurznachrichten-Kanäle Twitter und Facebook. Bostons Bürgermeister Marty Walsh sieht den Trend mit Unbehagen. „Das ist Blödsinn, man kann sich dabei umbringen“, sagte Walsh der Zeitung „Boston Herald“. Er fügte hinzu: „Das letzte, was wir wollen, sind Notrufe, bei denen sich Leute melden, die in den Schnee gesprungen sind, weil sie glauben, das sei eine lustige Sache.“

Die 4,5-Millionen-Einwohner-Region steuert auf einen Schneerekord zu. In diesem Winter fielen der Zeitung „Boston Globe“ zufolge bereits 240 Zentimeter. Nur 1995/96 wurde mehr Schnee gemessen.

Die jüngste Kaltfront ließ auch in deutlich südlicher gelegenen Bundesstaaten – etwa in Tennessee – das Thermometer unter die Null-Grad-Marke sinken.

Zwei Zyklone wüten in Australien

Derweil wüteten im sommerlichen Australien auf der Südhalbkugel der Erde gleich zwei Wirbelstürme. Zyklon „Marcia“ stürmte am Morgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Stundenkilometern im Bundesstaat Queensland im Nordosten auf Land. Kurz zuvor hatte bereits der Sturm „Lam“ den Bundesstaat Northern Territory erreicht. „Marcia“ verursachte beträchtliche Schäden: Die Zeitung „The Australian“ sprach von zerstörten Häusern und umgestürzten Bäumen. Inzwischen wurden beide Wirbelstürme herabgestuft.