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Bubble-Tea

Explosiver Tee-Trend aus Taiwan

15.09.2011 | 19:19 Uhr
Explosiver Tee-Trend aus Taiwan
Noch ist sie ganz klein, die Bubble-Tee-Theke von Sielke Essmann und Christian Schön. Foto: Franz Luthe

Dortmund.  „Bubble-Tea“, übersetzt Perlentee, ist schon seit den 1980ern ein Kultgetränk in Taiwan und Japan. In Nordrhein-Westfalen – und speziell in Dortmund – ist das exotische Getränk auf dem Vormarsch, um unsere Gaumen zu erobern. Doch der muss sich wohl erst an die platzenden Perlen auf der Zunge gewöhnen.

Nach einem Schluck von diesem Tee explodieren im Mund lauter kleine Fruchtkugeln wie Wasserbomben. Noch ein Schluck, und es springen Tapiokaperlen auf die Zunge. Die sind außen glibberig wie Wackelpudding, innen zäh wie Kaugummi. Ein etwas gewöhnungsbedürftiger Genuss und hierzulande noch kaum bekannt. In Taiwan und Japan jedoch ist „Bubble-Tea“, übersetzt Perlentee, schon seit den 1980ern ein Kultgetränk. Nun ist er in Deutschland angekommen.

Meterlange Menschenschlangen warten vor den Bubble-Teeshops in Köln und Düsseldorf. Von überall kommen die Neugierigen. Wer das Trendgetränk probieren will, musste bisher beispielsweise nach Berlin und Hamburg oder in die beiden Rheinstädte reisen. Nun gibt es den Bubble-Tee auch in Dortmund. Vorreiter dafür war eine kleine Bubble-Tee-Theke am Westenhellweg, bisher ein echter Geheimtipp. Extra für das exotische Getränk sind die Hagener Damian Granek (26) und Katja Bartella (23) nach Dortmund gereist. Noch wenige Minuten, dann wissen sie, wie sich anfühlt, was sie bisher nur aus Erzählungen kannten.

Fruchtkugeln wie
Wackelpudding

Christian Schön, einer der ersten Bubble-Teeexperten in Dortmund, zerkleinert Kirschen und mischt etwas Bananensaft, schwarzen Tee und Eis dazu. Den Cocktail schüttelt er, bis es schäumt. Und dann die Krönung: Das Gebräu gießt er über die bunten Perlen und steckt einen breiten Strohhalm in den Becher. Katja konzentriert sich, ganz vorsichtig nippt sie daran und kichert. „Das ist total geil, kann ich gar nicht beschreiben, wie sich das anfühlt“. Ziemlich erfrischend soll es schmecken.

Von einem Freund aus Berlin hat Christian Schön den Perlentee kennengelernt, zunächst nur aus Erzählungen. Weil es das Getränk bis dahin fast nirgends zu kaufen gab, hat er sich die Zutaten im Onlineshop einfach selber besorgt. Aus Sirup und dem Mehl der exotischen Maniokwurzel werden die Tapiokaperlen geformt und gekocht. Die zweite Perlensorte, die in den Bubble-Tee gehört, besteht zum großen Teil aus Fruchtsaft und wird nach einem Rezept der molekularen Küche zubereitet. Nun bietet Christian Schön den Tee in seinem Nagelstudio an.

Rezept stammt aus
der Molekularküche

Inzwischen haben andere nachgezogen. Seit gestern gibt es noch eine größere Bubble-Tee-Bar in der Dortmunder Innenstadt.

Katja und Damian sind auf den Geschmack des Perlen-Tees gekommen. „Am besten sind die kleinen Fruchtkugeln“, sagt Damian. „Ich finde es lustig, dass man nie weiß, was man beim nächsten Zug am Strohhalm in den Mund bekommt“, sagt Katja. Für den Heimweg nehmen sich beide noch eine zweite Portion mit.

Linda Zuber

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