Ex-Traumpaar bittet ins Herzkino

Es ist eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt: Ein Paar reist gemeinsam nach Sardinien – statt romantischen Urlaubstagen erwartet sie aber ein abenteuerlicher Trip mit zwei Eseln quer über die Insel. Am Sonntag (24. Mai) zeigt das ZDF die Komödie „Zwei Esel auf Sardinien“ in seiner „Herzkino“-Reihe.

Es ist eine Geschichte, die tatsächlich vom echten Leben abgeschrieben wurde – und zwar von den beiden Hauptdarstellern des Filmes höchstpersönlich. Denn Jutta Speidel und Bruno Maccallini, die das Filmpärchen Jutta und Bruno mimen, haben ein ähnliches Abenteuer einst auf Sardinien erlebt. Der Film basiert auf ihrem gleichnamigen Reiseroman. „Wir wollten damals zu der Hochzeit von einem meiner Cousins“, erinnert sich der 55-jährige Schauspieler.

„Durch einen Streik der Mietwagenfirma kamen wir an kein Auto. So gerieten wir irgendwie an die beiden Esel. Das war nicht geplant – aber tatsächlich sind wir dann mit ihnen gereist. 50 Prozent des Films ist die Wahrheit“, beteuert Maccallini und grinst. In dem Film kommen noch ein geklauter Verlobungsring und allerlei andere Katastrophen und Missgeschicke hinzu.

Dass es besondere Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit sind, die sie in dem Film wieder aufleben lassen, ist den beiden einst Verliebten in ihrem Spiel anzumerken. Als eingespieltes Team nehmen sie die Zuschauer mit auf ihre Reise. Temperamentvoll geht es zu, ein amüsanter Schlagabtausch, in dem die Deutsche dem Italiener in Schlagfertigkeit in nichts nachsteht.

Jutta bleibt immerin meinem Herzen

Fast wie im echten Leben. „Oh, ja, wir sind beide stur wie zwei große Esel“, gesteht Maccallini lachend. Vielleicht sei das auch ein Grund, weshalb es am Ende mit der Beziehung nicht geklappt hat. Viele Zuschauer sprächen ihn an, erzählt er. Wie traurig es sei, dass sie nicht mehr zusammen lebten. „Natürlich ist das sehr schade, dass wir kein Traumpaar mehr sind. Aber es war der richtige Moment für eine Trennung. Jutta bleibt immer in meinem Herzen, sie war die große Liebe in meinem Leben.“

Zumindest im Film gibt es ein Happy End. An der Costa Smeralda bei 25 Grad und Sonnenschein – bei diesen Aufnahmen kommen beim Zuschauer Glücks- und Urlaubsgefühle auf. Italienische Momente, wie sie Maccallini in seinem Buch „Der italienische Moment im Leben“ beschreibt. Was das für ihn ist? „Essen natürlich mit Freunden zusammen, ein Spaziergang ans Meer, in der italienischen Provinz zu sein. Ich genieße die Natur mit Freunden, mit meiner Tochter. Oder Vespa fahren, Wein. Es sich gut gehen lassen – mit vielen kleinen Momenten vom Dolce Vita“, zählt der Schauspieler schwärmend auf. Ein Eindruck davon ist im ZDF zu sehen.

Fazit: Manchmal lustig, oft aber vorhersehbar und klischeebehaftet.

ZDF, 20.15 Uhr