Eurovision Song Contest zu langweilig? – Neue Punktevergabe

Lena Meyer-Landrut würde sich bestimmt freuen: Der ESC ändert die Punktevergabe.
Lena Meyer-Landrut würde sich bestimmt freuen: Der ESC ändert die Punktevergabe.
Foto: dpa/Archiv
Was wir bereits wissen
Der Gewinner des European Song Contest steht oft lange vor Showende fest. Um die Spannung zu erhöhen, steuern die ESC-Veranstalter nun gegen.

Berlin.. Der Eurovision Song Contest (ESC) krempelt den Ablauf des Finals um. Die Begründung: „Seit Jahren war der Gewinner des Wettbewerbs schon vor dem Ende der Abstimmung sehr gut vorhersehbar“, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter. Mit einer veränderten Präsentation der Punktzahlen wollen die Organisatoren das Finale von 2016 an mit mehr Spannung aufladen.

Zählmodus beim ESC könnte einfacher sein

Das neue Prinzip funktioniert wie folgt: Als erstes wählt jede nationale Jury 1 bis 8, sowie 10 und 12 Punkte für ihre Favoriten. Im Finale geben die Sprecher der teilnehmenden Länder daraufhin diese Punktzahlen bekannt, wie es auch bisher üblich gewesen ist. Dann folgt die Telefonabstimmung: Hier haben die Zuschauer jedes einzelnen Landes nun die Möglichkeit, die Punkte an die zehn Länder zu vergeben, die in ihrer Gunst am höchsten stehen. Die Zuschauerwertungen werden anschließend zum Gesamtergebnis zusammengerechnet und in der Sendung präsentiert – und zwar in besonderer Reihenfolge.

Interview Zunächst folgt nun die Wertung des Landes, das von der Öffentlichkeit am wenigsten Punkte bekommen hat. Das Land, das bei der Telefonabstimmung am besten abschnitt, wird als letztes bekannt gegeben. „So wird der Gewinner erst ganz am Ende der Show feststehen“, heißt es beim Veranstalter. „Dieses neue Verfahren garantiert, dass der Song, der in der Öffentlichkeit am populärsten ist, zwölf Punkte erhalten wird, unabhängig davon, wie die Jury wählt“, sagt Jon Ola Sand vom ESC. Vorbild für das neue Abstimmungssystem ist das „Melodifestivalen“, Schwedens Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. (les)