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Erste Spur zu möglichen Tätern nach Brandanschlag auf Bundeswehr

27.07.2013 | 13:53 Uhr
Erste Spur zu möglichen Tätern nach Brandanschlag auf Bundeswehr
Aus der Vogelperspektive sind die Spuren des Anschlags gut zu erkennen.Foto: dpa

Havelberg/Magdeburg.  Bei einem Brandanschlag auf eine Bundeswehrkaserne in Sachsen-Anhalt sind 16 Fahrzeuge schwer beschädigt worden. Die Polizei sprach von mindestens zehn Millionen Euro Schaden. Menschen wurden nicht verletzt. Eine erste Spur führt offenbar zu Bundeswehrgegnern, die in der Nähe zu Protesten aufgerufen hatten.

Bei einem Brandanschlag auf Fahrzeuge der Bundeswehr im Norden Sachsen-Anhalts ist ein Schaden von mindestens zehn Millionen Euro entstanden. 16 Fahrzeuge, darunter Lastwagen und Spezialfahrzeuge, seien teils schwer beschädigt worden, teilte die Polizei in Magdeburg mit.

Unbekannte Täter waren in der Nacht zum Samstag auf das Gelände der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg gelangt und hatten mehrere Brandsätze deponiert. Die Polizei schloss einen Zusammenhang mit Protesten gegen die Bundeswehr am 70 Kilometer entfernten Truppenübungsplatz Altmark nicht aus. "Ein Anschlag dieses Ausmaßes stellt eine bislang in Sachsen-Anhalt nie dagewesene Art der Gewalt gegen die Bundeswehr dar", erklärte die Polizei.

Proteste gegen die Bundeswehr

Zu den Protesten gegen die Bundeswehr auf dem Übungsplatz hatte eine Gruppe "War starts here" (Krieg beginnt hier) aufgerufen. Laut Polizei kamen am Wochenende bis zu 250 Menschen. Zur zentralen Kundgebung erschienen 80 Menschen. Am Rande der friedlichen offiziellen Veranstaltungen wurden laut Polizei zahlreiche Straftaten begangen.

Rassismus
Soldaten werfen Feuerwerkskörper auf Asylbewerberheim

Im thüringischen Arnstadt haben Bundeswehrsoldaten Feuerwerkskörper auf eine Asylbewerberunterkunft geworfen. Anschließend beschimpften sie einen Bewohner und zeigten den Hitlergruß. Die Soldaten wurden festgenommen. Gegen beide wird wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung ermittelt.

So seien mehrfach Bundeswehrgegner in kleinen Gruppen auf das 23 000 Hektar große Gelände des Truppenübungsplatzes eingedrungen. Sie hätten mehrere Farbanschläge verübt. Die mit einem Großaufgebot angerückte Polizei stellte in 40 Fällen Gegenstände wie Spraydosen, Farbbeutel sicher - auch "Krähenfüße", mit denen Autoreifen zum Platzen gebracht werden können. Die Beamten leiteten 58 Strafverfahren ein.

In einer Mitteilung erklärte die Kampagne "War starts here", man habe auch nur aus der Presse von dem Anschlag auf die Bundeswehr- Fahrzeuge erfahren. Ein von der Polizei suggerierter Zusammenhang der Demonstration mit dem Anschlag sei ein Kriminalisierungsversuch. "Was in Havelberg passiert ist, bewerten wir als eine Aktion zur Abrüstung von Kriegsgerät", hieß es in der im Internet verbreiteten Mitteilung.

Feuerwehr musste drei Stunden lang löschen

Die Bundeswehrfahrzeuge in Havelberg waren auf einer überdachten Abstellfläche geparkt. Auch gepanzerte Fahrzeuge seien betroffen, wie ein Bundeswehrsprecher erläuterte. Laut Polizei gingen die Wagen gegen 2.00 Uhr nachts in Flammen auf. Die Feuerwehr war drei Stunden lang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Einige der Brandsätze haben laut Polizei vermutlich nicht gezündet und werden nun untersucht.

 Der Truppenübungsplatz nördlich von Magdeburg ist mit 30 Kilometern Länge und 12 Kilometer Breite einer der größten in Europa. Seit dem Herbst baut die Bundeswehr dort eine komplette Übungsstadt mit mehr als 500 Gebäuden, einer Hochhaussiedlung und einer U-Bahn-Station. In "Schnöggersburg" sollen ab 2017 bis zu 1500 Soldaten gleichzeitig den Einsatz in Krisengebieten üben können. Militärgegner hatten mehrmals gegen das rund 100 Millionen Euro teure Projekt protestiert, die Grünen legten im Januar bei der EU-Kommission in Brüssel Beschwerde ein, weil das Gebiet dem Vogelschutz diene. (dpa/rtr)


Kommentare
29.07.2013
09:22
Erste Spur zu möglichen Tätern nach Brandanschlag auf Bundeswehr
von bloss-keine-Katsche | #24

Schwerter zu Pflugschren,
aber was macht ein Christ mit BW-Fahrzeugen?

28.07.2013
18:45
Erste Spur zu möglichen Tätern nach Brandanschlag auf Bundeswehr
von mKasperski | #23

Bei 10 Millionen € Sachschaden werden die Täter wohl zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

Bei Herrn Borges ("Breno") , der ein Haus angezündet hat waren es als 3 Jahre und 9 Monate, bei einer Millionen € Schaden.

28.07.2013
13:10
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28.07.2013
12:38
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28.07.2013
11:38
Zweistelliger Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr
von donelvis | #20

Seltsam. In Deutschland werden alle Kasernen bewacht. Da kann eigentlich niemand so einfach über den Zaun steigen. Die Wachsoldaten machen regelmäßig ihre Ronde am Zaun, an besonders wichtigen Stellen und Gebäuden. S-Draht dient am Zaun als zusätzlicher Schutz.

28.07.2013
09:17
Zweistelliger Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr
von trickflyer | #19

das drohnendesaster ist etwas teurer.also,worüber reden wir??

28.07.2013
08:39
Zweistelliger Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr
von BauerKleppe | #18

16 von 17 Vorrednern sei gesagt:
Leute, ihr habt doch überhaupt keine Ahnung. Wenn ihr mal was intelligenteres absondern wollt als das geschriebene: geht einfach mal auf die Toilette.
Kötter als bessere Wachdienstalternative: ich lach mich schlapp! So ein "Kötter" war auch an dem Flughafen aktiv, wo ein "Verwirrter" sich in eine Bundes- Maschine gesetzt hat...
Was die BW in einer Stadt oder in einem U- Bahnhof machen könnte? Die Zivil- Bevölkerung verteidigen vielleicht? Die letzte ernste Krise ist wohl schon zu lange her. Kann aber wieder kommen, man denke nur mal an Jugoslawien.

Bei dem Anschlag sind dem Bild nach auch Fahrzeuge zerstört worden, die etwa bei der Hochwasser- Katastrophe im Einsatz waren. Super!!! Und der Steuerzahler erst, der ist richtig dankbar, dass er den Schaden regulieren darf, das tut nämlich niemand anderes als er.

Aber das interessiert einen Großteil der 16 möglicherweise auch garnicht, weil die auch auf der Tasche des Steuerzahlers liegen

1 Antwort
Erste Spur zu möglichen Tätern nach Brandanschlag auf Bundeswehr
von Andreas1203 | #18-1

Die erste vernünftige Meinung hier.

28.07.2013
06:42
Bezichtigungstat?
von Stefan2 | #17

Ich würde mich nicht wundern, wenn es sich bei dem Brandanschlag um die Bezichtigungstat eines Geheimdienstes handelt mit dem Ziel, die antimilitaristischen Proteste zu kriminalisieren.

2 Antworten
Zweistelliger Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr
von mKasperski | #17-1

Ich denke es waren Rechtsradikale sich als Islamisten verkleidet haben, um diesen den Anschlag an zu kreiden. Wie bei der Bombe im Bonner Hauptbahnhof

http://www.bild.de/regional/koeln/bombendrohung/bombe-am-bonner-bahnhof-polizei-sucht-diesen-mann-27635480.bild.html
DER VERDACHT: IST ES EIN ZUM ISLAM KONVERTIERTER DEUTSCHER – ODER GAR EIN ALS ISLAMIST VERKLEIDETER NAZI, UM DEN ANSCHLAG DEN SALAFISTEN ANZULASTEN?

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Name von Moderation entfernt | #17-2

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27.07.2013
22:11
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Name von Moderation entfernt | #16

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1 Antwort
Zweistelliger Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr
von SimonvonUtrecht | #16-1

Das nennt man "aus Erfahrungen lernen"...

27.07.2013
20:34
Zweistelliger Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr
von Ondramon | #15

Die Schuld dafür ist wohl eher den Offizieren zuzuschreiben. Tagsüber putzen sie den freiwilligen Rekruten die Stiefel, fegen die Stube und versuchen sie sonstwie bei Laune zu halten. Und abends nach Dienstschluß müssen sie noch ihr Kasino reinigen, lassen sich danach mit Schnaps vollaufen und vernachlässigen ihren Wachdienst. Dann kann sowas passieren...

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