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Prozess

Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD

05.09.2010 | 13:53 Uhr

Berlin.Erstmals hat ein Opfer des umstrittenen Bombenangriffs in Kundus Klage gegen die Bundesrepublik eingereicht. Es handelt sich um den Fahrer von einem der beiden bombardierten Tanklaster.

Ein Jahr nach dem umstrittenen Bombenangriff auf zwei Tanklaster im nordafghanischen Kundus hat erstmals ein Opfer Klage gegen die Bundesrepublik eingereicht. Bei dem Kläger handelt es sich um einen der Fahrer der Laster, wie die Anwälte Andreas Schuld und Markus Goldbach am Samstagabend mitteilten. Sie fordern für ihren Mandanten medizinische Betreuung und ein Schmerzensgeld.

Die Fahrzeuge waren nahe dem deutschen Feldlager in Kundus am 3. September 2009 von Taliban entführt und auf Anforderung des deutschen Oberst Georg Klein von US-Bombern aus der Luft angegriffen worden. Dabei starben mehr als hundert Menschen, unter ihnen auch Zivilisten. Der Fahrer überlebte den Angriff verletzt und habe bislang keine Entschädigungszahlung erhalten, teilten die Anwälte mit.

Streitwert offenbar bei 50.000 Euro

Die Anwälte erläuterten, sie hätten eine Amtshaftungs- und eine Feststellungsklage vor dem Landgericht Bonn und dem Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Neben einer finanziellen Wiedergutmachung fordern die Anwälte demnach auch eine medizinische Behandlung ihres Mandanten in Deutschland. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte auf Anfrage, über den Eingang der Klagen sei im Ministerium bislang nichts bekannt. Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ wurde der Streitwert der Klage vor dem Bonner Landgericht „vorläufig“ mit 50.000 Euro benannt.

Deutschland zahlte bislang an 86 von dem Bombardement betroffene Familien je 5000 Dollar (rund 3900 Euro) - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unabhängig davon, wie viele Opfer sie jeweils zu beklagen hatten. Die Bundesregierung erklärte am Freitag, sie halte den Luftangriff für weitgehend aufgeklärt. Was von Seiten der Regierung habe getan werden müssen, sei auch getan worden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. (afp)

DerWesten

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Kommentare
11.08.2011
22:34
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von Smartdriver | #16

Haben die Kinder friedlich Raketenwerfer der Taliban als menschliche Schutzschilde beschützt?

11.08.2011
22:32
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von Smartdriver | #15

Haben eigentlich die Anwälte der gefallenen deutschen Soldaten bereits Klage gegen Afghanistan eingereicht??
Dann sollten die Angehörigen das aber schnell nachholen!

11.08.2011
22:30
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von fraka | #14

zu 10 und 12.....ihr begreift in eurer Einfalt aber schon noch, dass auf deutschem Befehl u..a. auch über 20 Kinder ermordet wurden?

05.09.2010
20:33
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von trickflyer | #13

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05.09.2010
19:45
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von Ehemaliger Grüner | #12

Deutsche Anwälte sind Geldgeil und halten von gerechten Urteilen rein gar nichts !!!!! Die hauen Mörder raus,hauptsache ihre Kasse stimmt !!!!

05.09.2010
19:12
Blockierter Kommentar.
von Elektrosteiger | #11

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05.09.2010
17:38
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von Ein verarschter Buerger | #10

Die anderen Fahrer wurden von den Taliban getötet. Warum er nicht? Welche Art von Verletzungen sind vorhanden, die eine Behandlung in Deutschland sinnvoll machen? Wer bezahlt überhaupt die Anwälte? Warum meldet er sich jetzt erst? Wenn er hier ist, beantragt er dann Asyl, weil Talibanopfer? Fragen über Fragen

05.09.2010
16:21
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von Hein.Grothe | #9

Kommentar von #7

Wenn ich dich entführe und bei deiner Befreiung wirst du vom MEK zusammengeschossen zum Krüppel, dann willst du mich als Verantwortlichen auf Schadenersatz verklagen?
Bist wohl schon mehrfach auf Links gedreht worden.

05.09.2010
16:20
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von GO.WO. | #8

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05.09.2010
16:04
Erste Klage von Kundus-Opfer gegen die BRD
von Marcel1977 | #7

Dass der Mann nicht gegen die klagt, die ihm den Laster geklaut und ihn entführt haben, sondern gegen die, die seine Entführung beendet haben zeigt, dass die Bundeswehr ihre Fahrer nicht gut genug aussucht. Dieser Fahrer gehört auf Links gedreht um seine Rolle in der Geschichte zu klären und sollte sich herausstellen dass er beteiligt ist hat er das Benzin zu bezahlen.

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