Erneut Datenpanne bei SchülerVZ
28.10.2009 | 11:21 Uhr 2009-10-28T11:21:00+0100
Berlin. Aus dem Online-Netzwerk SchülerVZ wurden offenbar erneut 100.000 Datensätze kopiert. Es handelt sich um sensible personenbezogene Informationen, die die Mitglieder nur für ihre Freunde sichtbar veröffentlicht haben. Der Verbraucherzentrale wurden die Datensätze am Mittwoch übergeben.
Beim sozialen Online-Netzwerk SchülerVZ hat es offenbar erneut eine Datenpanne gegeben. Der Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv) teilte am Mittwoch in Berlin mit, ihm sei eine größere Anzahl Datensätze übergeben worden. Eine erste Sichtung und Überprüfung habe ergeben, dass es sich dabei um über 100.000 Datensätze von SchülerVZ handele. Enthalten sind demnach auch sensible personenbezogene Daten von solchen Mitgliedern, die ihre Daten nur für Freunde sichtbar in dem Netzwerk veröffentlicht haben.
Unbekannter macht auf technische Mängel aufmerksam
Dem vzbv zufolge wurden die Daten zunächst dem Blog netzpolitik. org zugespielt. Von dort wurden die Datensätze demnach an den vzbv weitergereicht. Der vzbv wiederum habe sie dem Berliner Datenschutzbeauftragten zusammen mit einem Programm übergeben, mit dem die Daten angeblich erlangt wurden. Der Unbekannte, der die Daten beschafft hat, erklärte nach vzbv-Angaben, sie nicht veröffentlichen zu wollen. Vielmehr sei sein Anliegen, über mangelnde technische Sicherheitsvorkehrungen und die grundsätzliche Unsicherheit von Daten in sozialen Netzwerken aufzuklären.
Bei SchülerVZ waren erst kürzlich persönliche Daten von womöglich bis zu einer Million junger Menschen illegal kopiert und weitergeben worden. Der inzwischen festgenommene Datendieb wollte von dem sozialen Netzwerk nach Angaben der Staatsanwaltschaft Geld erpressen.
Bei sozialen Netzwerken können Nutzer ein eigenes Profil anlegen und sich mit Freunden und Bekannten vernetzen. Auch können sie auf den Internetportalen etwa Fotos und Videos veröffentlichen. (afp)
11:35
Wer in diesen Netzwerken mit seinem Klarnamen arbeitet, ist m. E. selbst Schuld, wenn seine Daten abgegriffen werden ...
Etwas mehr Medienkompetenz und etwas weniger www-Exhibitionismus, würden da schon helfen ...
Wenn ich daran denke, welcher Aufstand seinerzeit bei der Volkszählung gemacht wurde und wie freizügig und teilweise sehr naiv, jetzt persönliche Daten ins Netz gestellt werden, da kann ich nur den Kopf schütteln und mitleidig mit den Achseln zucken ...