Ermittlungen gegen Schönheitschirurg Professor Werner Mang
09.02.2012 | 20:00 Uhr 2012-02-09T20:00:00+0100
Essen/Kempten. Er ist Deutschlands bekanntester Schönheitschirurg: Professor Werner Mang. In seiner Bodenseeklinik geben sich die Reichen und Schönen die Klinke in die Hand. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Kempten (Allgäu) gegen den 62-Jährigen – wegen des Verdachts der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung in 274 Fällen.
Professor Werner Mang ist Deutschlands bekanntester Schönheitschirurg. Seine Nasen wurden zu seinem Markenzeichen – der „Typ Claudia Schiffer für Frauen, der Typ George Clooney für die Männer“, wie er selbst einmal sagte. Jetzt steht Mang Ärger ins Haus. Die Staatsanwaltschaft Kempten (Allgäu) ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung in 274 Fällen.
Grund der Ermittlungen ist die Arbeit eines Chirurgen an Mangs Bodenseeklinik in Lindau. Der Mediziner soll dort ab 2009 ohne Approbation, also ohne ärztliche Zulassung, eigenständig operiert haben. Wusste Mang, dass Joachim H. keine Approbation hatte, würde dies laut Staatsanwaltschaft den Tatbestand der Beihilfe erfüllen.
Der untergetauchte Joachim H. wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Früher hat der Arzt in Hessen gearbeitet. Durch ihn kamen keine Patienten zu Schaden. Joachim H. wurde wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt. Dies hatte zur Folge, dass das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen seine Approbation widerrief.
Ein erfahrener Facharzt
Dagegen legte der Arzt Einspruch ein. Die Sache landete vor dem Verwaltungsgericht und endete mit einem außergerichtlichen Vergleich: Joachim H. verzichtete auf die Approbation. „Wir haben ihm dann eine Berufserlaubnis erteilt, die es ihm unter Auflagen gestattete, als Arzt im Angestellten-Verhältnis zu arbeiten. Diese Berufserlaubnis galt vom 1. Mai 2009 bis zum 30. April 2011“, sagte Christof Diefenbach, Leiter des Hessischen Landesprüfungsamtes auf Anfrage unserer Zeitung.
Die Staatsanwaltschaft Kempten geht davon aus, „dass sich die Berufserlaubnis nicht darauf erstreckte, dass der Arzt in leitender Position 274 OPs durchführen konnte“, sagte deren Sprecherin Katrin Eger unserer Zeitung.
Die Bodenseeklinik teilte mit, dass der von ihr beauftragte Anwalt davon ausgehe, „dass die Ermittlungen gegen Professor Mang in Kürze eingestellt werden“. Joachim H. sei ein erfahrener Facharzt für Plastische Chirurgie. Er habe eine Schweizer Zulassung vorgelegt und mitgeteilt, dass er für Deutschland über eine „beschränkte Erlaubnis zur Operation unter Aufsicht“ verfüge. Daraufhin habe er in der Bodenseeklinik „als Hospitant unter Aufsicht 15 Eingriffe“ erfolgreich durchgeführt, bevor er 2009 seine Operationszulassung als angestellter Arzt zurückerhalten habe.
Der Mediziner schied im August 2010 aus der Bodenseeklinik aus
„Weder der Verwaltung der Bodenseeklinik noch Professor Mang ist vor diesem Hintergrund der geringste Vorwurf zu machen“, so die Klinik. Die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe bezögen sich auf keinerlei Behandlungen oder gesundheitliche Schäden von Patienten. „Es geht ausschließlich um die juristische Frage, ob Herr Dr. Joachim H. eine ausreichende behördliche Erlaubnis hatte.“ Der Mediziner sei im August 2010 aus der Bodenseeklinik ausgeschieden. „Der Aufenthaltsort ist uns nicht bekannt“, betonte die Klinik.
02:28
Dank dieser Spezialisten sehen so viele Frauen,Frauchen,Männer und Männlein mitunter so oft auch gleich aus.Wie Mutter und Tochter Ohoven zum Beispiel.Frauen,in die man sich sofort aufgrund ihrer einmaligen"Schönheit" verlieben könnte.Oder ein Herr Joop vielleicht?Nachfragen auch in anderen Fällen sind durchaus erlaubt.***** Glas hat ihre gerichtsstrittige,juvenile Kosmetik,andere Kosmetik-Irre ihren chirurgischen Schönheitswahn.Es fehlt all diesen Typen schlichtweg der Anstand zum Altwerden.Die Fußbroichs machen es vor.