Ermittler rätseln über Motiv für Angriff im Klassenzimmer

An einer Hamburger Schule hat die Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.
An einer Hamburger Schule hat die Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Was wir bereits wissen
Nachdem ein 17-Jähriger einen Mitschüler in Hamburg erstochen hat, ermittelt eine Mordkommission. Das Motiv ist trotz eines Geständnisses noch unklar.

Hamburg.. Einen Tag nach der tödlichen Messer-Attacke auf einen 17-Jährigen in einer Schule in Hamburg-Wilhelmsburg rätseln die Ermittler noch über die Hintergründe. "Das Motiv ist noch offen", hieß es am Mittwochmorgen bei der Polizei. Ein 17 Jahre alter Jugendlicher soll das Opfer am Dienstag nach einem Streit vor den Augen entsetzter Mitschüler im Klassenzimmer erstochen haben.

Messer-Attacke Der 17-jährige Verdächtige hat die Tat inzwischen gestanden. Der Jugendliche machte jedoch keine Angaben zu seinem Motiv, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Am Dienstagvormittag hatte er in einer Unterrichtspause so lange auf seinen gleichaltrigen Schulkameraden eingestochen, bis dieser noch am Ort an seinen Verletzungen starb. Beide Jugendliche waren als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Hamburg gemeldet. Sie besuchten einen Deutschkurs, der sie für den Unterricht in einer Stadtteilschule vorbereiten sollte.

Eine Schülerin erlitt einen Schock und kam in ein Krankenhaus. Die Mordkommission ermittelt. Bereits am Dienstag hatten die Beamten zahlreiche Zeugen befragt. (dpa)