Ein heftiger Sonnensturm trifft die Erde
24.01.2012 | 18:59 Uhr 2012-01-24T18:59:00+0100
Essen. Über die Erde fegt in den kommenden Tagen der heftigste Sonnensturm seit mehr als sechs Jahren hinweg. Die Sonneneruption vom Sonntag wirkt sich schon jetzt und voraussichtlich bis Mittwoch auf das Magnetfeld des Blauen Planeten aus - in Form von Strahlung.
Jahrelang war die Sonne ruhig, und die Forscher wunderten sich schon: kaum Sonnenflecken, keine Eruptionen. Doch damit ist es jetzt vorbei, sie regt sich wieder, die Sonne. Was die Menschen auf der Erde ängstigen mag und empfindliche Technik bedroht, lässt Astronomen aufatmen: Gott sei Dank!
Die Sonne schleudert derzeit große Partikelmengen in den Weltraum, es ist nach Angaben des Zentrums für Weltraum-Wettervorhersagen der US-Ozean- und Wetterbehörde NOAA der größte Ausbruch seit 2005. Die elektrisch geladenen Teilchen lösen aber nicht nur faszinierende Polarlichter aus, sie können auch zu Stromausfällen führen, empfindliche Telekommunikations-Satelliten stören und somit Handy-Netze oder Navigationsdienste (GPS) irritieren.
Mit dem Sturm verbundene Strahlung kann die Kommunikation von Flugzeugen stören
Der heftige Protonensturm kann die sensible Elektronik der Satelliten besonders dann beschädigen, wenn sie in stationärer Position über den Erdpolen stehen. Die Betreiber können dem vorbeugen, indem sie die Satelliten zeitweise abschalten, was zu Ausfällen bestimmter Dienste führen kann. Die mit dem Sturm verbundene Strahlung ist zudem in der Lage, die Kommunikation von Flugzeugen zu stören. Einige Flugrouten über die Polarregion wurden daher laut NOAA umgeleitet.
„Die Eruption wird mit der Stärke M-9 bezeichnet“, erklärt Susanne Hüttemeister, Professorin für Astronomie und Direktorin des Planetariums Bochum. „Das ist schon heftig, doch gehört dies noch nicht in die stärkste Kategorie.“ Eine solche Eruption bezeichnen die Forscher als „koronalen Massenauswurf“. Dabei werden elektrisch geladene Teilchen ins All geschleudert, die derzeit mit einer Geschwindigkeit von etwa fünf Millionen Kilometern pro Stunde auf die Erde zurasen.
Der Takt der Sonne
Erst vor etwa sechs Monaten hatten die Astronomen eine Eruption der M-2-Kategorie bemerkt, deutlich schwächer als der aktuelle Ausbruch, doch am Rande der Sonne klar sichtbar. Der Strahlensturm streifte die Erde nur. „An Sonnenflecken entstehen die mächtigen Eruptionen“, erklärt Prof. Hüttemeister. Der neue Ausbruch liegt in einer Gruppe von Flecken mit der Bezeichnung „1402“, die im nordöstlichen Bereich der Sonnenscheibe liegen. Der Teilchenstrom ist diesmal direkter auf die Erde gerichtet, weshalb die schillernden Polarlichter sogar über Nordirland zu sehen waren.
Den Zeitraum der stärksten Sonnenaktivität erwarten die Forscher um den kommenden Jahreswechsel. Der Zyklus zwischen schwacher und starker Aktivitäten beträgt etwa elf Jahre. In diesem Rhythmus polt die Sonne ihr Magnetfeld um – Nordpol und Südpol tauschen magnetisch ihre Lage. Warum das passiert und weshalb in diesem Takt, ist noch nicht komplett verstanden.
Kommt bei einem solchen Ereignis die Sonnenaktivität zunächst fast zum Erliegen, beginnen nach der Umpolung die Eruptionen langsam von neuem. Warum die Forscher eine Ende der langen Ruhephase begrüßen? Hüttemeister: „Als im 17. Jahrhundert der Fleckenzyklus sehr lange ausfiel, führte dies zur Kleinen Eiszeit auf der Erde.“

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„Als im 17. Jahrhundert der Fleckenzyklus sehr lange ausfiel, führte dies zur Kleinen Eiszeit auf der Erde.“
Mit dieser Aussage stützt Frau Prof. Hüttemeister die Theorie von Prof. Henrik Svensmark, Physiker und Klimaforscher am Dänischen Meteorologischen Institut in Kopenhagen.
Die Theorie besagt in der gebotenen Kürze folgendes: bei der Explosion eines Sterns zu einer Supernova wird kosmische Strahlung freigesetzt, die sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ausbreitet und die gesamte Galaxie durchdringt. Trifft kosmische Strahlung auf die Atmosphäre unserer Erde, werden Ionen freigesetzt, die auf atomarer und chemischer Ebene Aerosole und damit die Bindungskräfte bilden, die notwendig sind, damit aus aufsteigender, feuchter Luft Wolken entstehen können. Die Sonne ist aufgrund ihres Magnetismus in der Lage, die kosmische Strahlung vom Sonnensystem abzulenken. Je geringer die Sonnenaktivität, desto höher ist die Menge der auf die Erde treffenden kosmischen Strahlung. Also entstehen mehr Wolken, das Klima wird "schlechter" und kälter.
Daraus ergeben sich drei Rückschlüsse:
1. Die Wolkenbildung auf der Erde wird aus dem Weltraum gesteuert.
2. Das Klima ist ein Ergebnis der Dichte der Wolkenbildung.
3. Der CO2-Ausstoß auf der Erde hat keine Auswirkungen auf die Klimaveränderung.
Die letzte Aussage ist natürlich etwas gewagt und wird bei den Klimafanatikern keine Unterstützung finden. Eine interessante Doku von Arte in fünf Teilen dazu ist hier zu finden:
Das Geheimnis der Wolken
http://www.youtube.com/watch?v=BTtDgPrMwo8
09:28
Huuuuuuuuuuh, wie beängstigend. Bestimmt fast so schlimm wie die "härteste Dschungelprüfung ever!!! Klar ist aber auch, wenn es der schwerste seit fünf Jahren war, dass es also davor anscheinend auch heftigere gab und nichts passiert ist, richtig?
08:01
Na dann hoffen wir mal, dass sich die geladenen Teilchen auch an die tolle Umweltzone hier im Ruhrgebiet halten, oder lässt Herr Remmel die nicht rein, weil die keine Plakette haben ?
07:33
Schade, ich hatte gehofft, auch hier im Ruhrgebiet mal Polarlichter zu sehen. Aber leider scheint sich dieses tolle Phänomen jetzt doch nur auf Norddeutschland zu beschränken.
Gruß
07:16
So ein Mist aber auch..
Da wird man von de Presse terrorisiert mit Weltuntergangsszenarien wegen ein bissel Sonnenhusten und dann passiert doch wieder nichts.....und ich wollte schon aufgrund der Meldung hier alle Geräte vom Strom nehmen und mich mit Aluhütchen in den Keller verkriechen........
21:08
Wir werden alle sterben!
Jau -...früher oder später!
Er meint früher Hein ;)