Ein Doppel-Pack zur Lage in der Ukraine

Die ARD zeigt die Dokumentation "Zerrissene Ukraine" der Ukraine-Kennerin Golineh Atai.
Die ARD zeigt die Dokumentation "Zerrissene Ukraine" der Ukraine-Kennerin Golineh Atai.
Foto: imago/Stefan Schmidbauer
Was wir bereits wissen
Über die Ukraine ist viel gesprochen worden. ARD-Korrespondentin Atai geht darüber hinaus: Sie spricht mit Bewohnern des kriegsgepeinigten Landes.

Essen.. Mag sein, dass der Fernsehnation im Ersten um 20.15 Uhr ein weiterer Griechenland-„Brennpunkt“ mit dem fast regierungsamtlichen Siegmund Gottlieb droht. Aber an der grundsätzlichen Programmplanung ändert sich nichts. Das heißt: Wenn die wunderbare Komödie „Ziemlich beste Freunde“ vorbei ist, gibt es Infos satt. Nach den „Tagesthemen“ folgt ein Doppel-Pack zu in der allgemeinen Grexit-Hysterie beinahe vergessenen Konflikt: Neues aus der Ukraine.

Alltagsmenschen kommen zu Wort – und zwar beide Seiten

Dass ARD-Korrespondentin Golineh Atai die „Zerrissene Ukraine“ (Titel) mit einer gewissen zeitlichen Distanz zu den schlagzeilenträchtigen Kämpfen berichtet, tut ihrem 45-Minüter sichtbar gut.

Kriesengebiet Sie lässt nicht die großen Funktionäre zu Wort kommen, sondern Alltagsmenschen in Uniform und ohne.

Atai geht auf sie zu, buchstäblich, aber sie verschwistert sich mit keiner der beiden Parteien – bestes Reporter-Handwerk. Dabei entsteht das Bild eines Landes im Krieg, in dem bisher keine Gewinner, wohl aber jede Menge Verlierer gibt.

Im Anschluss zeigt die ARD einen historischen Abriss über die „Ukraine – Grenzland zwischen Ost und West“.

Montag, ARD, ca. 23.00 Uhr