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Ehemaliger Erzieher verurteilt

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Lübben. Gut ein Jahr nachdem die Haasenburg-Heime in Brandenburg geschlossen wurden, ist ein früherer Erzieher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. Das Amtsgericht Lübben verhängte am Dienstag eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren sowie eine Geldauflage von 1000 Euro. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus.

Der 29-jährige Angeklagte hatte zugegeben, im November 2013 zu einer damals 15 Jahre alten Heimbewohnerin eine sexuelle Beziehung gehabt und mehrfach mit ihr geschlafen zu haben.

Es habe sich um eine „Art Liebesverhältnis“ gehandelt, sagte Richter Rainer Rörig. Das Mädchen habe bei Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigt, dass sie mit dem Sex einverstanden gewesen sei. Insofern sei es kein klassischer Fall eines Missbrauchs gewesen. „Dennoch sind solche sexuellen Verhältnisse immer noch ein Unding“, betonte Rörig. Der Angeklagte hatte seinen Job verloren, nachdem das Verhältnis bekannt wurde.

Die Mutter des Mädchens erstatte damals Anzeige. „Für mich war das ein Vertrauensmissbrauch“, sagte sie. Die Verbindung habe ihrer Tochter Vorteile gebracht, sie habe etwa im Heim rauchen dürfen.

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2015-01-21 00:10
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