Ehec-Erreger bei Mädchen in Süddeutschland festgestellt

Eine Ehec-Kolonie im Labor. Im menschlichen Körper können die Keime schwerste Störungen verursachen.
Eine Ehec-Kolonie im Labor. Im menschlichen Körper können die Keime schwerste Störungen verursachen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Am Bodensee hat sich eine Neunjährige mit dem gefährlichen Darmkein infiziert. Wie - das ist noch ein Rätsel. Jetzt wird die Schule desinfiziert.

Konstanz.. Eine Schülerin hat sich in Baden-Württemberg mit dem Ehec-Erreger infiziert und liegt im Krankenhaus. Das fast zehn Jahre alte Kind leide unter der schweren Verlaufsform, dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), sagte der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Konstanz, Hannes Winterer, am Montag. Wie sich das Mädchen aus der Gemeinde Allensbach mit dem Darmkeim angesteckt hat, war noch unklar.

Mers Bislang sind in der Gemeinde keine anderen Krankheitsfälle bekannt. Er könne aber auch nicht völlig ausschließen, dass es weitere Infizierte gibt, sagte Winterer. In der Schule, die das Mädchen besucht habe, liefen flächendeckende Desinfektionsmaßnahmen. Zudem würden andere Kinder untersucht, die vor kurzem Durchfall hatten.

Ehec kann blutige Durchfälle auslösen und in schweren Fällen zu Nierenversagen führen, es gibt aber auch unscheinbare Verläufe.

Jedes Jahr bundesweit etwa 1000 Fälle

Im Frühjahr 2011 hatte die größte deutsche Ehec-Epidemie 53 Menschen das Leben gekostet. Vor allem Norddeutschland war betroffen. Winterer zufolge ist die Krankheit zwar selten, tritt aber immer mal wieder auf. Bundesweit werden jährlich rund 1000 Ehec-Fälle gemeldet. (dpa)