Duisburger muss nach Skiunfall kräftig zahlen

Duisburg..  Ein Unfall auf der Piste kann teuer werden, wenn man als Skiläufer zu schnell unterwegs ist und mehrere Pistenregeln des Internationalen Skiverbandes FIS verletzt. Das belegt ein Fall, der jetzt vor dem Duisburger Landgericht verhandelt wurde.

Der Reihe nach: Eine Frau aus dem Saarland hält im Januar 2011 im Skigebiet Mayrhofen in Österreich auf einer Skipiste an. Als sie wieder anfährt, rauscht ein Duisburger, der über einen sogenannten Ziehweg von einer Piste mit höherem Schwierigkeitsgrad kommt, in die Frau hinein. Die Saarländerin erleidet einen Sprungbeinbruch, einen Kreuzbandriss und der dritte Lendenwirbel bricht. Vor allem bei der Sprunggelenksverletzung kommt es durch eine Infektion zu Komplikationen. Gewebe stirbt ab, Knochenmasse muss vom Becken in den Fuß transplantiert werden. Das Gelenk kann nur versteift erhalten werden. Bis heute kann die Ehefrau und Mutter nicht mehr normal laufen.

Das Gericht ging am Ende des langwierigen Verfahrens davon aus, dass der Duisburger den Unfall verursacht hat. Allerdings sei auch die Klägerin nicht schuldlos gewesen: Sie hätte vor dem Anfahren darauf achten müssen, ob sich jemand näherte. Das Urteil: Der Mann muss 50 Prozent aller eingetretenen und künftigen materiellen Schäden tragen. Außerdem muss er der Klägerin vierteljährlich eine Rente von 650 Euro und einmalig ein Schmerzensgeld über 25 000 Euro bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.