Düster und dramatisch – Batmans Rückkehr für PS4 und Xbox

Nach einem Giftgasanschlag wurde die Stadt evakuiert. Batman blieb zurück - und jede Menge Gauner und Ganoven.
Nach einem Giftgasanschlag wurde die Stadt evakuiert. Batman blieb zurück - und jede Menge Gauner und Ganoven.
Foto: dpa/Warner Interactive
Was wir bereits wissen
„Batman: Arkham Knight“ lebt von technischen Spielereien und einer opulenten Grafik. Es könnte das letzte Abenteuer des einsamen Rächers sein.

Essen.. Gotham, es regnet. Der Anzug sitzt. Wie man es erwartet, wenn der dunkle Ritter zurückkehrt. „Batman: Arkham Knight“ (Warner Bros; PS4 und Xbox One, USK: ab 16 Jahre, ca. 60 Euro) heißt das jüngste, wahrscheinlich auch letzte Abenteuer des einsamen Rächers. In dem hat er jede Menge Arbeit. Zumindest auf der Xbox One und der PS4. Auf den meisten PC dagegen ist das Spiel unspielbar und derzeit nicht mehr erhältlich.

In der verlassenen Stadt bleibt nur der Titelheld zurück

Der Frieden, der über der Stadt liegt, er währt nicht lange. Denn Bösewicht Scarecrow setzt Giftgas frei, das in jedem, der es einatmet seine schlimmsten Ängste zum Ausbruch bringt. Die Stadt wird evakuiert, zurück bleiben nur der Titelheld, ein paar Polizisten und jede Menge Gauner und Ganoven. Die reduzierte Bevölkerung macht die ansonsten wunderbar animierten Straßen zwar etwas lebloser, hat aber den Vorteil, dass es bei den diversen Verfolgungsjagden nicht die Falschen treffen kann. Zumal es die Fledermaus nicht nur mit dem bekannten Gesindel zu tun hat, sondern auch mit einem geheimnisvollen neuen Gegner namens „Arkham Knight“.

Software-Update Arbeit gibt es also reichlich – von wilden Prügeleien oder Hauserstürmungen bis zu klassischen Detektivaufgaben. Manches davon hat man in den Vorgängern zwar so ähnlich schon bewältigen müssen, aber noch nie in einer so stimmigen Atmosphäre. Düster und unheimlich präsentieren sich die Straßenschluchten, schummrig leuchten die Neon-Reklamen unter dem meist wolkenverhangenen Nachthimmel, wenn Batman auf die Jagd geht. Neu ist, dass er dabei oft in seinem Batmobil Platz nimmt, das weitaus mehr ist als ein Auto – eher schon ein Schweizer Taschenmesser auf Rädern. Sehr schnell, sehr stabil, stark bewaffnet und kaum zu stoppen. Bei manch weitem Weg ist die Nutzung quasi Pflicht, bei vielen Aufgaben zumindest sehr hilfreich. Schließlich verfügt der Untersatz auch über Winde, Forensik-Scanner und andere technische Spielereien. Mit klassischen Batman-Kampftaktiken hat es allerdings nicht mehr viel zu tun. Puristen könnten deshalb auch nur begrenzt Freude an diesem Kampfwagen haben.

Im Laufe der Zeit wird das Spiel deutlich schwieriger

Das ändert allerdings nichts daran, dass Batman: Arkham Knight zu einem sehr abwechslungsreichen, grafisch opulenten Spiel geworden ist, dessen Schwierigkeitsgrad im Laufe der Zeit deutlich anzieht. Sofern man es auf Xbox One oder Playstation 4 spielt. Auf vielen PC dagegen muss der dunkle Rächer passen. Die von einem externen Studio umgesetzte Portierung steckt nämlich so voller Fehler, dass sich das Spiel entweder gar nicht installieren, zumindest aber nicht vernünftig spielen lässt. Selbst wenn man den Detailgrad massiv herunterschraubt, fühlt man sich immer wieder wie bei einer Einzelbildschaltung.

Herausgeber Warner hat nach zunehmenden Beschwerden zunächst ein paar nutzlose Tipps gegeben, dann aber die Notbremse gezogen und den Verkauf der PC-Version nach zwei Tagen gestoppt und empfiehlt allen unglücklichen Käufern, das Spiel zurückzugeben. Wahrscheinlich im Herbst soll eine überarbeitete Version erscheinen.

Fazit: Spannend und abwechslungsreich mit wunderschöner Grafik. Jedenfalls auf den aktuellen Konsolen.
Wertung: vier von fünf Sternen