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DRK warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern

27.05.2013 | 19:16 Uhr
DRK warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern
Bei den Altkleidersammlungen verzeichne das DRK nach eigenen Angaben relativ starke Rückgänge. Das liege auch an Rücknahmemodellen von Einzelhandelsketten.Foto: Johannes Kruck/WAZ FotoPool

Berlin.  Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern. Demnach würden immer mehr Container aufgestellt, deren Aufschrift einen karitativen Zweck nur vortäusche. Das DRK verzeichne seit 2012 relativ starke Rückgänge bei der Altkleidersammlung.

Illegal aufgestellte Altkleider-Container machen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zunehmend zu schaffen. Vor Supermärkten und an Einfallstraßen würden immer mehr Container aufgestellt, deren Aufschrift einen karitativen Zweck nur vortäusche, sagte DRK-Sprecherin Stephanie Krone am Montag. "Wer will, dass die Erlöse gemeinnütziger Arbeit zugute kommen, sollte darauf achten, wo er die Altkleider hineinwirft."

Bei den Altkleidersammlungen verzeichne das DRK seit dem vergangenen Jahr relativ starke Rückgänge, sagte Krone. In einigen Regionen sei die Altkleider-Menge um bis zu 15 Prozent zurückgegangen. Dies liege aber nicht nur an der zunehmenden Zahl illegaler Aufsteller, sondern auch an Rücknahmemodellen von Einzelhandelsketten wie H&M, Adler und Reno . Außerdem stiegen seit Inkrafttreten des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Sommer 2012 auch Kommunen in das Geschäft mit Altkleidern ein. "Das gesamte Feld ist im Umbruch", stellte die DRK-Sprecherin fest.

Preise für Altkleider laut Euwid gestiegen

Laut dem Branchendienst Euwid sind die Preise für ausrangierte Textilien seit 2010 um 80 Prozent gestiegen . Für eine Tonne Altkleider zahlen Sortierbetriebe gut 450 Euro. Wie die "Bild"-Zeitung am Montag unter Berufung auf Branchenkreise berichtete, sind 40 Prozent aller Altkleider-Container illegal. Das heißt, die Aufsteller stecken sich den Erlös in die eigene Tasche.

Für das DRK und andere soziale Organisationen sind Altkleidersammlungen eine wichtige Einnahmequelle. Zehn Prozent der gesammelten Kleider kommen Bedürftigen über Kleiderkammern oder Second-Hand-Shops zugute, 90 Prozent werden verkauft. Auf diese Weise nahm das Deutsche Rote Kreuz im Jahr 2011 rund zwölf Millionen Euro ein. Der Erlös fließt in ehrenamtliche Projekte wie Suppenküchen, Schuldnerberatungsstellen, Besuchsdienste für alte und kranke Menschen oder sogenannte Kältebusse für Obdachlose. "Jede Spende, die nicht uns gespendet wird, fehlt uns in der sozialen Arbeit", sagte DRK-Sprecherin Krone. (afp)



Kommentare
28.05.2013
06:38
DRK warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern
von PaulLustig09 | #4

Die machen damit große Geschäfte, da gab es mal vor gut einem Jahr einen Bericht im TV drüber. Da gibt es Mafiöse-Strukturen, da sitzten Arabische Familien in Afrika und betreiben ein Millionen Geschäft!!

Ganz nebenbei machen wir dann durch unsere Altkleider noch die Textilwirtschaft in Afrika kaputt - der Afrikaner kauft dann nur noch unsere abgetragende Kleidung und nicht mehr die im Lande hergestellte.

Das läuft auch so bei Hähnchen, unsere Schlachtreste werden dort tiefgekühlt billig verkauft und die Bauern vorort werden Ihre Hühner nicht mehr los und gehen pleite.

Schöne heile Welt!!

27.05.2013
22:15
DRK warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern
von melr | #3

Vielleicht liegt der Rückgang auch einfach daran, dass die Leute mittlerweile ganz gut wissen, wie der Hase läuft beim Roten Kreuz und ähnlichen Organisationen.

Und dieser moralische Druck, dass das Geld aus den Verkäufen in soziale Projekte wie Suppenküchen fließen würde, ist ja mal wieder typisch.

Und wenn ich meine abgelegten Kleider in die Restmülltonne werfe, das DRK bekommt sie sicher nicht.

27.05.2013
19:47
DRK warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern
von themarlboroman | #2

Dazu passt das ja perfekt...

http://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE

27.05.2013
19:31
DRK warnt vor illegal aufgestellten Altkleider-Containern
von buntspecht2 | #1

Die besterhaltene Kleidung suchen die Mitarbeiter des DRK für sich raus selbst gesehen.

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