Doppeldecker-U-Bahn und religiöse Hühner - enttarnte Aprilscherze

Zum 1. April wollen Forscher mit Hilfe von Hühnern mehr über religiöses Verhalten erfahren.
Zum 1. April wollen Forscher mit Hilfe von Hühnern mehr über religiöses Verhalten erfahren.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
In der Essener City findet sich Platz für ein Windrad und der Duisburger Zoo verleiht seine Ameisenbären. Der April grüßt mit kreativen Scherzen.

Essen.. Sind Hühner religiös? Können wir unsere Autoreifen bald kompostieren und Abiaufgaben vor der Prüfung im Netz checken? Scherzkekse lassen sich nicht lumpen und jagen zum 1. April kreative Gags durchs Internet. Wir haben die besten Netzfundstücke gesammelt:

Abiaufgaben im Netz

Das Schulministerium hatte keine andere Wahl...: Wegen des Informationsfreiheitsgesetz habe es einem Schüler Einsicht gewähren müssen, der die Herausgabe von Abitur-Aufgaben vor den Prüfungen verlangt hatte. Das meldete der Verein "Mehr Demokratie" und forderte, dass man sich zukünftig die teure Beantwortung einzelner Anfragen sparen solle: „Die Prüfaufgaben sollten nach Erstellung sofort ins Internet gestellt werden.“

Religiöse Hühner

An der Ruhr-Universität Bochum soll eine Forschungslücke geschlossen werden. Denn Hühner würden Aufschluss über die Anfänge religiösen Verhaltens bringen. Deshalb würden sich Forscher nun den rituellen Praktiken von Hühnern widmen und beobachten, ob die Vögel in Gegenwart von "Hühner-Göttersteinen" Verhaltensveränderungen aufweisen – wie sozialritualisiertes Scharren, abgestimmte Gackerlaute oder andächtige Pickbewegungen.

Stadt kauft Hummels

Die Stadt Dortmund twitterte einen Mega-Transfer: Sie habe dem BVB Mats Hummels abgekauft und ihn auf ewig in Dortmund verpflichtet. Zwei Tage zuvor hatte der BVB-Verteidiger zugegeben, er denke über den Weggang aus Westfalen nach.

Jobs für Hans Sarpei

Bayer Leverkusen verkündete via Twitter, man habe den 38-jährigen Ex-Profi-Fußballer Hans Sarpei ab sofort als Co-Trainer für Tanz und Bewegungsästhetik gewinnen können. Sein tänzerisches Talent, das er bei "Let's Dance" gezeigt hat, habe überzeugt. Nun sei die Freude über die gemeinsame Zukunft groß: „Den Gegenspieler austanzen“ soll eben nicht mehr nur eine Metapher der Kommentatoren sein.

Das ZDF verbreitet hingegen die Nachricht, Sarpei würde ins Team des aktuellen Sportstudios einsteigen. Ab August wolle das aktuelle Sportstudio mit Sarpei seine Online-Kompetenz ausbauen und ins Fernsehen übertragen. "Ich werde sicherlich auch während der Sendung twittern und es wurde auch vereinbart, dass ich als erster Moderator das Torwandschießen am Ende der Sendungen nicht nur moderieren, sondern auch selbst aktiv teilnehmen werde", habe Sarpei dazu gesagt.

Van Gogh als Fenster-Flicken

Leser unserer Zeitung erfuhren von einem bizarren Kunst-Skandal. Akribische Forschungen hätten ergeben, dass Corneliss Gurlitt seine Sammlung auf schändliche Art im Haushalt eingesetzt hat. Undichte Oberlichter habe er mit Kunstwerken van Goghs gestopft, aus Franz Marcs "Roten Rehen" ein Schälchen für Knabbergebäck gebastelt und Dürer-Skizzen zu einem Mau-Mau-Spiel degradiert. Mehr als 80 Werke haben durch die Verwendung im Haushalt Schaden genommen.

Neues Festival am Nürburgring

Spekulationen um das Festival "Der Ring - Grüne Hölle Rock" waren gestern. Zum 1. April verweist die Redaktion von Get Addicted auf ein eigenes Festival mit dem Namen "Punkrock, Papst und Pappbecher", das genau an dem Wochenende im Nürburgring steigen soll, an dem das Festival "Der Ring - Grüne Hölle Rock" geplant ist.

Hoeneß geht zum VfB

Arbeitet Uli Hoeneß bald für den VfB Stuttgart? Das wollte der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Reinhard Löffler (CDU) von der Landesregierung wissen. Hintergrund: Finanzminister Nils Schmid (SPD) habe verkündet, Hoeneß' Verurteilung als Steuerhinterzieher sei sein Verdienst. Als Ausgleich dafür solle der frühere Bayern-Manager in die JVA Stuttgart-Stammheim verlegt werden und, wegen der Schwere der Schuld, beim VfB aushelfen.

Ameisenbär zum Ausleihen

Der Duisburger Zoo bietet Interessierten eine natürliche Alternative zu giftigen Ameisenködern: drei große Ameisenbären. Die Tiere würden zum Verleih herausgegeben. Allerdings müssten Wartezeiten in Kauf genommen werden. Der Zoo rechnet mit einem großen Interesse an den nimmersatten Schädlingsbekämpfern.

Windrad in der Essener City

Der Wind pfeift kräftig in der Essener Fußgängerzone. Das könne man nutzen und ein Windrad aufstellen, teilt "Klimametropole Ruhr 2022" in einem Facebook-Post mit. Das 120 Meter große Windrad soll rund 3,4 Megawatt leisten. Und könne schon zum 1. April 2016 in Betrieb genommen werden.

Pizzakopter

Pizza aus Deutschland gibt es in der Schweiz derzeit nur nach einer Überprüfung durch den Zoll. Doch die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee hat eine Lösung: Lieferdienste könnten ihre Ware jetzt per "Pizzakopter" verschicken - einem Gerät, das einer Paketdrohne ähnele. Lediglich die Klapp-Pizza Calzone dürfe nicht ausgeflogen werden, weil der Zoll den Belag nicht sehen kann.

1. April Affen-Band

Eine Gruppe von sechs Äffchen werde die Besucher der Berliner Zoos und Tierparks bald mit Klavier und Trompete belustigen, teilte der Förderverein des Tierparks mit. Im Repertoire stünden Lieder wie "Die Berliner Luft" oder "Unter den Linden". Die größte Herausforderung sei dabei nicht der Unterricht gewesen, sondern die Gewöhnung der Affen-Arten aneinander.

Drachen

Die britische Wissenschaftszeitschrift "Nature" berichtete, dass es Drachen tatsächlich gab und dass sie aufgrund mehrerer Faktoren wie dem Klimawandel wieder auftauchen könnten. Besonders im Mittelalter seien Drachen häufig anzutreffen gewesen - schließlich habe es mit den Rittern viel Nahrung gegeben.

Zeitumstellung

Gerade erst wurden die Uhren auf die Sommerzeit eingestellt, da fordern die Grünen in Thüringen die nächste Zeitreform. Anstatt 60 Minuten nach jedem Halbjahr sollten lieber jeden Monat 10 Minuten vor- beziehungsweise zurückgestellt werden. Das sei schonender für den persönlichen Lebensrhythmus und stärke die Monate in ihrer Individualität.

1. April Schwarzfahrer

Im Kasseler Nahverkehr geht künftig ein Hund auf die Suche nach Schwarzfahrern. Diensthund Aron von der Brackwarte sei eigens für die Aufgabe ausgebildet worden, teilte die Verkehrsgesellschaft KVG mit. Mit seinem "extremen Such- und Finderwillen" sei Aron bestens für die Kontrollen geeignet.

Damm nach Dänemark

Vielen Urlaubern, die mit dem Auto auf die Nordseeinsel Sylt wollen, hätte das sicher gefallen: Ein Damm zur Insel Rømø sollte eine direkte Verbindung nach Dänemark ermöglichen, teilte die dänische Tourismus-Agentur mit. Bis 2022 könne der Damm stehen - inklusive integrierter Austernzucht. Die Nutzung der zweispurigen Fahrbahn sollte allerdings kostenpflichtig sein.

Blitzer im Wald

Die Deutsche Wildtier Stiftung kündigte an, auf ihrem Gut in Mecklenburg-Vorpommern Geschwindigkeitskontrollen einzuführen. Störungen durch Spaziergänger, Radfahrer oder Hunde würden dann dank einer Direktleitung zur Polizei sofort zur Anzeige gebracht. Ziel des Scherzes: Waldbesucher sollen rücksichtsvoller mit brütenden Vögeln sowie jungen Hasen und Rehen umgehen.

Gletscherhummel

Eine biologische Sensation meldete der Naturschutzbund NABU Niedersachsen. Wegen des Kälteeinbruchs sei die bläulich gefärbte Gletscherhummel auf dem Weg nach Norddeutschland. Hummelfreunde, die dem Tier helfen wollten, sollten im Garten oder auf dem Balkon eine Eiswürfeltränke aufbauen.

Autoreifen aus Pflanzenfasern

Der Motorpressedienst "Kraftfahrt-Berichter" meldet eine Sensation bei Continental: Geschwindigkeiten bis zu 70 Km/h soll der neue Cityreifen "Near-Contact" aushalten. Auch für den "gelegentlichen Einsatz im Winter" geeignet. Das Beste: Der Reifen ist kompostierbar. Angeboten wird der "Near-Contact" voraussichtlich allerdings nur am 1. April 2015.

Doppeldecker-U-Bahn

Die deutsche Botschaft London twitterte mit Foto, dass auf die wachsenden Touristenströme reagiert würde: Die gelben Berliner U-Bahnen gebe es jetzt als Doppeldecker.

Wandstaubsauger

Samsung präsentiert sich heute als Vorreiter auf dem Gebiet der Wandstaubsauger. Das vorgestellte Modell kann durch Luftkanäle einen solchen Ansaugdruck herstellen, dass der Roboter an der Wand hoch und runter fahren kann. Zum Lieferumfang gehöre natürlich auch eine Rampe, damit der Sauger überhaupt an die Wand kommt.

Avatare moderieren die Nachrichten

Computergenerierte Avatare, die genau so aussehen wie die bekannten Sprecher und auch ihre Stimmen haben, würden künftig die Nachrichten moderieren, scherzte die Tagesschau auf Twitter. Mit der neuen Technik wolle die ARD die Sprecher entlasten und Planungssicherheit schaffen für den Krankheitsfall oder wenn mal jemand im Urlaub ist.

dpa/we