Dokumentation über Astrid Lindgren

Der Mensch Astrid Lindgren: In einer neuen Dokumentation schildern Verwandte und Wegbegleiter aus persönlicher Sicht über die Erfinderin der Kultfigur „Pippi Langstrumpf“. Arte zeigt den Film am Sonntag um 22.15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung.

Die original Fassung wurde zum 70. Geburtstag von „Pippi Langstrumpf“ in Schweden am 21. Mai ausgestrahlt. An diesem Tag 1945 schenkte die Schriftstellerin ihrer Tochter Karin das erste Manuskript zum Geburtstag. Aber Astrid Lindgren hatte nicht nur ein Kind. Die Dokumentation beschäftigt sich auch mit Lindgrens geheimer Schwangerschaft im Alter von 18 Jahren, die ein Schatten auf das Leben der Autorin warf.

Der Film wertet zahlreiche Tagebucheinträge des Zweiten Weltkriegs aus und zeigt, warum es kein Zufall ist, dass „Pippi Langstrumpf“ ausgerechnet 1945 erschien und ein Welterfolg wurde. Mit diesem Erfolg sei aus der Sekretärin und Hausfrau Astrid Lindgren die gefeierte Schriftstellerin geworden. In Deutschland wird „Pippi Langstrumpfs“ Geburtstag am 25. September gefeiert. Das Hamburger Verlagshaus Oetinger brachte das Buch an diesem Tag vor 66 Jahren 1949 erstmals heraus. Die damals achtjährige Tochter des Verlegers Friedrich Oetinger, Silke Weitendorf, durfte es als erstes Kind in Deutschland lesen.