Investoren geben Firmengründer 120 Millionen Euro - für dieses nutzlose Produkt

„Juicero“ kostet 400 Dollar – und hat verdammt wenig drauf.
„Juicero“ kostet 400 Dollar – und hat verdammt wenig drauf.
Foto: Hersteller / Juicero
  • Ein Start-up hat eine neue innovative Saftpresse entworfen
  • Der Preis: 400 Dollar
  • Im Test überzeugt das Gerät nicht wirklich

Palo Alto.  Ein paar Start-up-Gründer sind auf die verdammt geniale Idee gekommen, eine neue Saftpresse zu entwerfen (gibt’s ja schließlich noch nicht). Doch damit nicht genug: Um nicht nur ordentlich an den Geräten zu verdienen, kamen die Macher der klangvoll auf „Juicero“ getauften Saftpresse auch noch darauf, den Stoff für den Saft in Tüten gleich mitzuliefern.

Denn anders als andere, viel günstigere Geräte – die dazu noch Obst und Gemüse kleinhacken können – kann dieses 400 Dollar teure Exemplar nur eins: Tüten auspressen. Investoren waren trotzdem begeistert. Sogar Google-Mutterkonzern „Alphabet“ investierte laut „Forbes“ in das Start-up, das insgesamt 120 Millionen Dollar einsammelte.

„Juicero“-Chef wehrt sich

Nun wäre die Taktik des cleveren Firmenchefs Jeff Dunn beinahe aufgegangen – wenn ihm eine noch clevere Redakteurin von Bloomberg nicht auf die Schliche gekommen wäre. Viel schneller als „Juicero“ schaffte sie es, den Saft aus der Tüte zu pressen, wie in einem Video des Wirtschaftsportals auf YouTube zu sehen ist.

Dunn konnte das natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und wies in einem Blogeintrag noch einmal daraufhin, dass die Saftpresse viel mehr sei, als nur eine Saftpresse. Sie erfasse den Konsum des Safttrinkers – und ist seiner Meinung nach ein wahrer Hüter der Gesundheit. Wir finden: „Lügenpresse!“ (bekö)

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