Die Cebit beginnt - bloß was bedeutet "Shareconomy"?
04.03.2013 | 17:40 Uhr 2013-03-04T17:40:00+0100
Hannover. Auf der weltgrößten Computermesse Cebit in Hannover geht es bis zum kommenden Sonntag längst nicht mehr nur um Computer. Der größte Trend hat etwas Nachbarschaftshilfe via Internet zu tun und hat einen merkwürdigen Namen: Shareconomy.
Früher hat man ja gerne von der „Chip-Show an der Leine“ gesprochen. Wegen des Flusses, der durch Hannover fließt. Heute sagt man lieber „weltgrößte Computermesse“, wenn man von der Cebit spricht. Dabei geht es – von heute bis zum kommenden Sonntag – längst nicht mehr nur um Computer. Denn Hardware-Neuheiten lassen sich in Zeiten des Internets mittlerweile kaum noch bis zu einem Messetermin zurückhalten. Trends aber gibt es gleich mehrere.
Shareconomy
Der Größte in diesem Jahr trägt den merkwürdigen Titel „Shareconomy“. Ein Kunstwort, das sich vom englischen „to share“ ableitet und sich etwas frei mit „Ökonomie des Teilens“ übersetzen lässt. In der virtuellen Welt ist das in manchen Bereichen fast schon ein alter Hut. Längst gibt es dort etwa Musikdienste wie Spotify oder Napster mit Millionen von Liedern, die man gegen Gebühr hören aber nicht herunterladen kann.
Und in Bewertungsportalen – ob für Bücher, Hotels oder Ärzte – teilen Nutzer ihre Erfahrungen, vermitteln Wissen oder Kontakte. Im Grunde wie bei der guten alten Nachbarschaftshilfe. Nur dass die Nachbarschaft im Netz viel größer ist und auch am anderen Ende der Welt sitzen kann.
Nun aber soll die virtuelle mit der realen Welt verschmelzen. Schließlich lässt sich auch im echten Leben vieles leihen oder tauschen. Und warum für die paar Löcher beim Umbau des Wohnzimmers eine teure Bohrmaschine kaufen, wenn jemand am anderen Ende der Stadt sie verleiht? Jedenfalls wenn sich dieser Jemand über ein spezielles Internetportal auch schnell finden lässt. Teilen statt haben, mieten statt kaufen. „Auf der Cebit sind dazu unheimlich viele Lösungen zu finden“, sagt Messesprecherin Gabriele Dörries.
„Carzapp“ ist eine davon. Bei diesem Dienst kann jeder seinen Wagen vermieten, wenn er ihn gerade nicht braucht. Dazu wird kostenlos ein GPS-Schließsystem eingebaut, als Schlüssel für Mieter dient eine Smartphone-App. Zugegeben, Angebote wie diese sind für den Besitzer eines zehn Jahre alten Kleinwagens wahrscheinlich attraktiver als für den Eigentümer einer gerade erworbenen Limousine. Und ob Wohnung, Auto oder Hochdruckreiniger – wer bei „Shareconomy“ mitmachen will, braucht vor allem eines: Vertrauen.
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09:31
Ach, der Begriff Shareeconomy kommt aus dem IT-Bereich. Sie mal an.
Ich dachte so wird unser Wirtschaftssystem bezeichnet, Share jeder bekommt seinen Anteil.
Der Konzern / Wirtschaftler bekommt den Gewinn und die Verluste und Kosten werden sozialisiert, sprich der Michel bekommt den "Share" vom Ganzen.
@IGDSL
Sie haben ja so recht.
08:59
Super! Einige Zahlen: 20% der DSL-Nachfrage entfiel Ende 2012 noch immer auf Anschlüsse mit bis zu 2 Mbit/sek. 70 % auf Anschlüsse bis 6 Mbit/sek. Es gibt noch immer Hundertausende Haushalte in Deutschland die bis heute keinen Zugang zum Internet haben. Wir sollten erstmal das Netz ausbauen, statt ständig neue hochfliegende Ideen (Cloud, Web-TV, etc.) zu produzieren, die ein Großteil der Haushalte überhaupt nicht nutzen kann.
08:00
Ja der Leser fragt sich schon lange, wie viele schwachsinnige Kunstworte Deutschland eigentlich noch braucht.