Das Traumschiff bleibt unter deutscher Flagge

Bleibt unter deutscher Flagge: Die „MS Deutschland“, die als „Traumschiff“ auch für das ZDF schippert. Foto: dapd
Bleibt unter deutscher Flagge: Die „MS Deutschland“, die als „Traumschiff“ auch für das ZDF schippert. Foto: dapd
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Was wir bereits wissen
Streit zwischen Crew und Besitzer beigelegt. Nach Olympia wird die „MS Deutschland“ nicht ausgeflaggt und in Malta angemeldet. Reederei und Finanzinvestor lenken ein, „hoffen jetzt auf breite Unterstützung bei dieser unternehmerisch nicht einfachen Entscheidung. „

München.. „Der Malteser bleibt im Schrank“, verkündete Konstantin Bissias, Geschäftsführer der Reederei Deilmann gestern. Das ZDF-Traumschiff, das im realen Leben als „MS Deutschland“ über die Weltmeere schippert, bleibt unter deutscher Flagge.

Damit legte Bissias einen Streit bei, der seit Wochen zwischen Besatzung und Gewerkschaft Verdi auf der einen Seite, Reederei und Schiffsbesitzer, dem Finanzinvestor Aurelius, auf der anderen Seite, wütete. Um Kosten zu reduzieren, sollte die „MS Deutschland“ nach den olympischen Spielen in London, wo sie als schwimmende Botschafterin des Landes Sportler und Politprominenz beherbergt, ausgeflaggt werden.

Die Bilanz des „Grand Hotels auf hoher See“ liest sich nicht wie eine deutsche Erfolgsgeschichte. Das Schiff habe im Geschäftsjahr 2011 einen „operativen Verlust“ von 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet, hieß es aus der Geschäftsführung. Dazu kämen Tilgungsverpflichtungen an die Banken in Höhe von etwa sechs Millionen Euro. Eine Erhöhung der Preise sei am Markt aber nicht durchzusetzen.

Petition an Bundespräsident Joachim Gauck

Durchsetzten hingegen konnte sich der „rebellische“ Kapitän Andreas Jungblut und seine fast zu 100 Prozent von Verdi organisierte Crew. Diese hatte eine Petition an Bundespräsident Joachim Gauck geschickt. Gauck war nach der Eröffnung der Sommerspiele am Freitag in London an Bord gegangen.

Die Rebellion auf der „MS Deutschland“ ist vorerst beendet: „Wir hoffen jetzt auf breite Unterstützung bei dieser unternehmerisch nicht einfachen Entscheidung“, erklärte Bissias.