Das „SommerKino“ in der ARD umwirbt Cineasten

François Cluzet (l.) und Omar Sy sind „ziemlich beste Freunde“.
François Cluzet (l.) und Omar Sy sind „ziemlich beste Freunde“.
Foto: ARD/Degeto
Populäres gibt’s montags um 20.15 Uhr, schwerere Kost donnerstags um 22.45 Uhr – die ARD öffnet ihr Programm im Sommer wieder für Kinofilme.

München.. Im Fernsehen hat die Saure-Gurken-Zeit gerade begonnen. Bis Anfang September steigt die Zahl der Wiederholungen. Der traditionell zuschauerarme TV-Sommer hat aber seine guten Seiten. Dann und nur dann öffnen die Öffentlich-Rechtlichen attraktive Sendeplätze für Kinoproduktionen – wie ein Blick auf das „SommerKino“ der ARD zeigt.

Populäre Streifen, die ab zwölf Jahren freigegeben sind, laufen montags um 20.15 Uhr. Den Auftakt macht am 6. Juli ein alter Bekannter: „Ziemlich beste Freunde“. Die französische Komödie mit François Cluzet als Millionär im Rollstuhl und Omar Sy als schwarzer Pfleger lockte vor fast genau einem Jahr 8,24 Millionen Zuschauer. Jetzt hofft die ARD auf ein ähnlich gutes Ergebnis.

Programm für ältere Semester

Erstaunlicherweise richten sich die TV-Premieren eher an ein reifes Publikum, das heutzutage die Programmkinos bevölkert. Am 13. Juli zeigt die ARD die Ehe-Komödie „Wie beim ersten Mal“ mit Meryl Streep und Brummbär Tommy Lee Jones.

Eine weitere Romanze eines alten Ehepaares serviert das Erste am 20. Juli: „Für immer dein“ mit James Cromwell.

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte verspricht „Zwei an einem Tag“ am 27. Juli. Anne Hathaway und Jim Surgess treffen sich jedes Jahr am Tag ihrer ersten Begegnung. Aber erst 20 Jahre später finden sie, wonach sie gesucht haben.

Ein Romantik-Klassiker, neu verfilmt, ist am 3. August zu sehen: „Angélique – eine große Liebe in Gefahr“ mit Nora Arnezeder.

Iris Berben ist am 17. August „Miss Sixty“. An ihrer Seite: der wunderbare Edgar Selge.

Auf Humor und große Gefühle setzt die romantische Komödie „Ein Augenblick Liebe“ mit Sophie Marceau und François Cluzet. Sendetermin: 24. August.

Daniel Day-Lewis liefert eine Glanzleistung ab

Die ARD zeigt ferner schwerere Filme donnerstags um 22.45 Uhr. Zum Auftakt am 9. Juli läuft „Lincoln“. Die Filmbiografie aus dem Jahr 2012 wurde von Steven Spielberg in Szene gesetzt. Sie glänzt mit einem herausragenden Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis.

„Arbitrage“ (16. Juli) heißt ein Thriller mit Richard Gere, Susan Sarandon und Laetitia Casta über einen erfolgreichen Finanz-Jongleur, dessen Leben selbstverschuldet in einen fatalen Strudel gerät.

Am 23. Juli treffen sich Thriller und Familiendrama in dem Epos „Zwei Leben“ mit Liv Ullmann und Juliane Köhler. Krieg, Spionage und Lebenslügen spielen in dem deutsch-norwegischen Film eine wichtige Rolle.

Gegen den Krebs, für ein erfülltes Leben: Lisa Tomaschewsky spielt die Hauptrolle in dem Mutmacher-Film „Heute bin ich blond“ (30. Juli).

Warum kommt „The King’s Speech“ erst so spät?

Eine zeitgeistige Erscheinung thematisiert der Film „The Sessions – Wenn Worte berühren“. Helen Hunt spielt eine Sexualbegleiterin, John Hawkes einen von Kindheit an gelähmten Mann. Beide kommen sich näher als geplant.

Zum Schluss der Reihe greift die ARD abermals auf ein Werk zurück, das sie bereits ausgestrahlt hat: „The King’s Speech“. Auffällig war bei seiner TV-Premiere vor zwei Jahren, dass es im Vergleich zum Senderschnitt überdurchschnittlich viele junge Leute anzog. Nicht erklärlich ist allerdings, warum dieser Film erst um 22.45 Uhr zu sehen ist. Er hat FSK 0.

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