Das sind die wichtigsten Messer für die eigene Küche

Dieses Messer darf in keinem Haushalt fehlen: Ohne das ganz normale Brotmesser geht im Alltag nichts.
Dieses Messer darf in keinem Haushalt fehlen: Ohne das ganz normale Brotmesser geht im Alltag nichts.
Foto: David Ebener/dpa
Hochwertige Küchenmesser liegen im Trend. Welche Klingen braucht man aber wirklich selbst in der heimischen Küche? Wir haben in einer kleinen Messerkunde die wichtigsten Messer zusammengestellt und erklären ihre Vor- und Nachteile.

Essen.. Es gibt ihn wieder, den Markt für hochwertige Küchenmesser. „In den 1970er- und 80er-Jahren sind viele Manufakturen kaputtgegangen“, sagt Matthias Wimmer, Chef des Internethändlers messerspezialist.de. Die Menschen griffen lieber zu Billigmessern aus dem Kaufhaus. Aber: Der Trend habe sich gedreht. „Das Internet mit seinen Shops begünstigt den weltweiten Absatz hochwertiger Ware“, erklärt Wimmer. Gepaart mit dem Koch-Boom und einem neuen Markenbewusstsein habe das anspruchsvolle Handwerk wieder eine Chance. Eine kleine Messerkunde. . .

Das Kochmesser

„Das Universalwerkzeug in der Küche, quasi die eierlegende Wollmilchsau der Messer – das wichtigste Werkzeug fürs Kochen“, sagt Matthias Wimmer. Man verwendet es zum Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse. Feinere Arbeiten werden mit der Spitze erledigt. Die lange Klinge sorgt bei Fleisch für glatte Schnitte in wenigen Zügen. Die Standardlänge liegt bei 20 Zentimeter. Größere Messer mit einer Länge bis 28 Zentimeter werden bei der Zubereitung größerer Mengen verwendet. Wimmer: „Sie lohnen sich nur, wenn Sie regelmäßig Essen für 30 Personen zubereiten müssen.“

Das Schälmesser


„Der Spezialist für alle Schälarbeiten“, sagt Wimmer. Die gebogene Form, auch Vogelschnabelform genannt, erleichtere die Arbeiten. Dafür sei sie für andere Arbeiten ungeeignet. Wimmer: „Die gerade Klingenform ist somit etwas vielseitiger verwendbar. Neben dem Kochmesser gehört es zu den wichtigsten Messern in der Küche.“

Das Brotmesser

„Brot mit einer glatten Klinge zu schneiden ist schwierig und auch für die Klinge nicht gerade werterhaltend. Für alles Krustige ist ein Messer mit Wellenschliff die erste Wahl“, sagt Matthias Wimmer. Je länger die Klinge, desto einfacher sei die Handhabung und desto präziser seien die Schnitte. „Üblicherweise sind die Brotmesser um die 21 Zentimeter lang.“ Der Wellenschliff stumpfe wenig ab. Wimmer: „Lässt die Schärfe irgendwann nach, sollten Sie sich zum Nachschleifen mit dem Messer an einen Profi wenden.“

Das Officemesser

„Ein kleines, handliches Allzweckmesser“, sagt Wimmer. Ein Kann, kein Muss. Besonders für kleinere Arbeiten zwischendurch sei es gut geeignet. „Zwiebeln, Pilze oder Kräuter schneidet man mit diesem Messer schnell und präzise. Auch für Schälarbeiten ist es geeignet.“ Profis kaufen es sich meist in einer Länge bis 15 Zentimetern.

Das Schinkenmesser

Ein Spezialist für Liebhaber dünner Scheiben. Seine schmale Klinge sorgt für wenig Reibung und somit für wenig Widerstand beim Schneiden. Das Schinkenmesser schneidet übrigens nicht nur Schinkenscheiben hauchdünn, es sei auch hervorragend für Fleisch oder Fisch geeignet, so Wimmer. Kein Muss in der Küche. Genauso wenig wie Käse- oder Tomatenmesser.

Das Ausbeinmesser


Nicht mehr sonderlich gefragt. „Die Menschen kaufen kaum noch Fleisch mit Knochen“. Wenn aber doch, dann ist ein Ausbeinmesser sinnvoll, weil es mit seiner dünnen Klinge flexible Schnitte am Knochen möglich macht. „Man sollte mit keinem Messer Knochen durchschneiden, auch mit dem Ausbeinmesser nicht“, erklärt Matthias Wimmer. „Dafür brauchen Sie definitiv ein Küchenbeil“.

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