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Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade

19.01.2009 | 12:59 Uhr
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade

Inspirierend und wandlungsfähig möchte sich die Metropole Ruhr im nächsten Jahr als Kulturhauptstadt der Welt präsentieren. Und ist jetzt schon am Projekt Loveparade peinlich gescheitert. Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade, um Zeichen zu setzen, findet DerWesten-Redakteurin Annika Rinsche.

Über eine Million ausgelassener Techno-Fans, die begleitet von wummernden Beats ekstatisch durch Bochums Straßen raven - wie das zum Image-Gewinn der Region beitragen soll, ist wohl einigen der Verantwortlichen schleierhaft geblieben. Und so wurde der Liebeszug für 2009 kurzerhand abgesagt. Die offiziellen Begründungen liegen irgendwo zwischen Gleisbauarbeiten am Bahnhof und immensen Sicherheitsrisiken. Aber unterm Strich scheinen wichtige Entscheidungsträger die Wirkung der Loveparade gar nicht verstanden zu haben.

Dortmund zeigte 2008, wie man das Großprojekt Loveparade stemmen kann. Ilja Höpping

Mit weit über fünf Millionen Einwohnern ist das Ruhrgebiet der größte Ballungsraum in Deutschland. Kreatives Potential dürfte also vorhanden sein. Und auch wenn die Region zweifelsohne über hervorragende Künstler, Musiker und Kultureinrichtungen verfügt, ist davon in der Außenwahrnehmung längst nicht genug zu spüren. Trends werden in Berlin-Friedrichshain geboren, coole Szenegänger treffen sich im Hamburger Schanzenviertel.

Und das Ruhrgebiet? Bemüht sich. Nennt sich Metropole Ruhr und will als Kulturhauptstadt 2010 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das kreative Potential und die geballte Kraft der Städte lenken. Demonstriert dann aber doch kleinstädtische Engstirnigkeit und verkündet, dass die Loveparade für Bochum eine Nummer zu groß ist.

Die Welt blickt auf die Metropole Ruhr

Dabei haben Essen und Dortmund in den vergangenen Jahren vorgemacht, wie man das Großprojekt stemmen kann. Für einen Tag blickte die Welt auf die Metropole Ruhr. Jeweils weit über eine Million Menschen tanzten gemeinsam beim Zug der Liebe - und ließen nebenbei auch viel Geld in der Region. Auf den Wagen sorgten neben internationalen Künstlern auch Musiker und DJs aus NRW für Stimmung. Gefeiert wurde tagelang in den Clubs vor Ort. 53 Länder haben die Bilder der Parade gesendet.

Eine Chance, die man in diesem Jahr vergibt. Hier könnte das Ruhrgebiet sich beweisen. Zeigen, welche Kraft in der Region steckt. Und was die Menschen vor Ort gemeinsam stemmen können. Und die Region hätte die Möglichkeit, der Welt zu beweisen, dass sie mehr ist als 53 Städte in einem Ballungsraum: nämlich die Metropole Ruhr.

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Annika Rinsche

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Kommentare
21.01.2009
15:07
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von timo beil | #12

^ i second that. btw, cooler name;)

20.01.2009
12:14
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von cortomaltese62 | #11

Bei den Ausschreibungen zur aktiven Teilnahme an RUHR2010 in Sachen Kultur war und ist immer von NACHHALTIGKEIT die Rede.

Seit wann ist die Loveparade aktive Teilnahme an Ruhr2010 und welches Jahr haben wird aktuell?
Es geht um das Gebahren einer Region, die Kulturhauptstadt sein möchte

Frage: wer braucht diese Massenveranstaltung und wem nützt sie?

Wer braucht Fussball und wem nützt er? Wer braucht Karneval und wem nützt er? Wer braucht einen Bochumer Musiksommer und wem nützt er? Wer braucht Kommentarschreiber im Internet und wem nützen sie?
Fragen über Fragen, aber wer braucht sie?

Was hat ein Massenbesäufnis mit Kultur zu tun.

Mindestens genauso viel wie Karnevalsbesäufnisse, Schrebergartenbesäufnisse und Maischützenbesäufnisse.

20.01.2009
08:38
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von herner239 | #10

Die Kommentare, die man hier alle liest, sind z.T haltlos und absolut unbegründet.

Ich kann nicht verstehen, wie sich einige Leute hier so aufregen können, obwohl so ein großes Event wie die Loveparade soviel Geld in das Ruhrgebiet spült, dass es unhaltbar wäre, wenn es dieses Jahr ausfalen würde.

Schade Bichum, schade Politiker schade um die Kulturhapuststadt 2010.

Aber es gibt wohl Sachen, die man nicht verstehen mus

19.01.2009
22:35
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von duisserner | #9

obwohl ich aus mehreren gründen kein befürworter dieser massenveranstaltung bin, ist die absage eine provinzposse !

daran erkennt man doch in erster linie, dass das ruhrgebiet immer noch ein mit vielen kleinen dörfern aneinander gekoppeltes großdorf ist.

trotz einer bevölkerungsdichte, welche mit london oder paris locker gleichziehen kann, kriegen unsere kirchtumdenkende politiker, spez. aus den vororten nichts auf die kette, was einer zusammnführung zu einer großen ruhrstadt dienlich sein könnte !

statt dessen, sorgen sie für ihren orstverein und kleben an ihren pöstchen!

diese loveparade muss von allen städten mitorganisiert werden, von duisburg bis dortmund!

ich würde mich sehr freuen, wenn sich unsere jugendlichen mal aufraffen würden und bei den kommenden kommunalwahlen diesen versagern die rote karte zeigen !

allerdings lässt mich die pisastudie erheblich daran zweifeln !

19.01.2009
22:29
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von UtaH | #8

Ob man die Loveparade nun persönlich gut findet oder nicht - ich finds einfach peinlich, jetzt alles aus so fadenscheinigen Gründen sang- und klanglos abzusagen. Wie klein der Bochumer Bahnhof ist, hätte man doch nun wirklich früher wissen können.

19.01.2009
20:43
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von timo beil | #7

^^ was sind denn das für dumme kommentare? ich bin auch kein fan der loveparade, aber dass sie ein event mit internationaler aufmerksamkeit ist und ihre durchführung die ansprüche metropole ruhr und kulturhauptstadt unterstreichen/ legitimieren würde, ist doch wohl logisch; ebenso wie die tatsache, dass ihr scheitern erneut bestätigt: die metropole ruhr ist ein prestigeprojekt, dass vielleicht in den rathäusern, nicht aber in der realität stattfindet. außerdem erscheint es mir nicht so, als wäre die absage eine bewusste und durchdachte entscheidung gegen die loveparade gewesen. es war ein scheitern. wer kreativ ist und etwas vom leben erwartet, der muss wohl nach berlin gehen - dahin wo vermutlich die loveparade demnächst auch wieder landet....

19.01.2009
20:39
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von Horsie49 | #6

Ich weiß zwar nicht auf welcher Loveparade Sie waren... ich war jedenfalls auf der Essener.. und durch Urin bin ich nicht gewatet..

Aber Fußbal lscheint ja soviel besser und sauberer und ordentlicher zu sein....

ach übrigens... ich bin laut meinem Ausweis 41...

RAVERS UNITE!

19.01.2009
20:34
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von unglaeubiger | #5

Was hat ein Massenbesäufnis mit Kultur zu tun.Anschliesend gehen viele zum HNO um sich auf Kosten der Allgemeinheit behandeln zu lassen.

19.01.2009
19:55
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von ruhri | #4

Bei den Ausschreibungen zur aktiven Teilnahme an RUHR2010 in Sachen Kultur war und ist immer von NACHHALTIGKEIT die Rede.
Das Nachhaltigste an den beiden Loveparades an der Ruhr waren knöchelhohe Urinströme in den Straßen von Essen und Dortmund und die immer noch nicht geklärte Frage: wer braucht diese Massenveranstaltung und wem nützt sie?
Für diejenigen die gerne in Gruppen, bei 120dB, durch Urin waten - das soll auch mit geringerem logistischem Aufwand gehen.

19.01.2009
19:48
Das Ruhrgebiet braucht die Loveparade
von rala62 | #3

Also, wer von dem Kuchen Kulturhauptstadt 2010 ein fettes Stück verputzen möchte, sollte seine Leistungsunfähigkeit nicht dermaßen amateuhaft publizieren.
Als wäre dass neu, dass dies ein GUT besuchtes Event ist. Absolut armsslig JETZT den Schwanz einzuziehen und sich dieser Aufgabe als unfähig zu outen.
Ein Schuss ins Kontor derjenigen die mal an eine METROPOLE Ruhr geglaubt haben!!!
Klasse Leute lasst euch wieder wählen!!!!

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