Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Silvester

Darauf müssen Sie beim Kauf von Böllern und Raketen achten

27.12.2012 | 10:56 Uhr
Darauf müssen Sie beim Kauf von Böllern und Raketen achten
Wer das neue Jahr mit Böllern und Raketen begrüßen möchte, sollte einige Regeln beachten. Foto: Patrick Pleul/dpa

Berlin.   Ab dem 28. Dezember dürfen Händler offiziell den Verkauf von Silvester-Böllern und Raketen starten. Kunden sollten auf Prüfsiegel achten, denn illegales Feuerwerk ist hoch gefährlich. Wer allerdings diese Regeln beachtet, der kann das Jahr entsprechend lautstark begrüßen.

Auch dieses Silvester werden wohl wieder für über hundert Millionen Euro Böller, Knaller und Raketen in die Luft gejagt. Beim Einkauf, der regulär am 28. Dezember beginnt, sollten die Kunden vor allem auf das amtliche Prüfsiegel achten, denn illegales Feuerwerk ist oft hochgefährlich. Wer das neue Jahr mit lautem Krach begrüßen möchte, sollte zudem eine gewisse Vorsicht walten lassen.

- Böller-Freunde sollten nur Produkte verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) geprüft und zugelassen sind. Bei aus dem Ausland eingeschmuggelten Krachern und Raketen ohne BAM-Prüfsiegel droht eine Geldstrafe. Zudem können etwa aus Osteuropa eingeschmuggelte Böller vorzeitig explodieren und gefährliche Verletzungen verursachen.

- Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Klasse zwei (Prüfsiegel: BAM-PII plus eine Kombination aus vier Zahlen) ist in diesem Jahr nur vom 28. bis zum 31. Dezember erlaubt. Sie dürfen zudem nur an Erwachsene verkauft werden. Zu dieser Klasse gehören Knallfrösche, Schwärmer, Luftpfeifen, Vulkane, Raketen oder Fontänen.

Für Feuerwerkskörper der Klasse II gilt strikte „Knallzeit“

- Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen sind nur Feuerwerkskörper der Klasse eins (Prüfsiegel: BAM-PI plus eine Kombination aus vier Zahlen): Dazu gehören Wunderkerzen, Tischfeuerwerk und Knallbonbons. Diese weniger gefährliche Art von Feuerwerkskörpern darf auch das ganze Jahr über verkauft werden. Auch bei diesen harmloseren Knallern sollten die Eltern aber auf jeden Fall das Abfackeln beaufsichtigen.

- Für Feuerwerkskörper der Klasse zwei gilt eine strikte „Knallzeit“: Sie dürfen nur am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden. Die Zeiten können je nach Bundesland leicht abweichen. Das Böllern in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern oder Tankstellen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Blindgänger, die nicht explodiert sind, sollten unbedingt liegen gelassen werden.

- 2010 wurde die deutsche Sprengstoffverordnung geändert: Statt 200 Gramm Sprengmasse darf eine Feuerwerksbatterie nun 500 Gramm enthalten. Deshalb ist besondere Vorsicht beim Zündeln angebracht.

Schießen mit Schreckschusswaffen ist verboten

- Ausdrücklich verboten ist das Schießen mit Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit. Es kann mit einer Strafanzeige geahndet werden; Waffen und Munition können eingezogen werden. Dies gilt vor allem für sogenannte Vogelschreckmunition. Sie ist wegen ihrer hohen Sprengkraft grundsätzlich zu Silvester verboten. Wer sie ohne Erlaubnis erwirbt, verschießt oder damit handelt, muss mit mindestens sechs Monaten Haft oder einer hohen Geldstrafe rechnen.

- Weitere Hinweise der Feuerwehr: Anwohner sollte rechtzeitig sämtliche Fenster, Dachluken, Balkontüren und Garagentore schließen und brennbare Gegenstände vom Balkon entfernen. Für den Notfall sollten Löschmittel wie ein Eimer Wasser, besser noch ein Feuerlöscher, bereit gehalten werden. Beim Abbrennen von Tischfeuerwerk ist zu bedenken, dass Silvesterdekoration oft sehr gut brennt. (afp)



Kommentare
29.12.2012
06:10
Darauf müssen Sie beim Kauf von Böllern und Raketen achten
von ulrics | #2

Ich muss auf gar nichts achten, weil ich das Zeug nicht kaufe. Wozu auch. Macht nur Lärm, hat keinen Nutzen, verursacht Feinstaub und am nächsten morgen meist Berge von Abfall.

28.12.2012
15:58
Darauf müssen Sie beim Kauf von Böllern und Raketen achten
von BauerKleppe | #1

Ich freue mich alljährlich wieder auf die gebetsmühlenartig wiederholten Hinweise auf die Wichtigkeit des Vorhandenseins einer BAM- Nrummer, um im Nachsatz gleich hinterherzuschieben, eine Garantie sei das aber nicht, es seien auch Artikel mit Nr. im Handel, die gefährlich sind. Aktuell wurde z. B. vor Raketen unter dem Label "Panda" gewarnt.

Logisch: ein dubioser Importeur schert sich nicht um die Sicherheit, und er wird sich auch nicht scheuen, von irgendeinem Etikett abzuschreiben und im Schriftformat Arial Zettelchen mit gefaktem Inhalt zu drucken und auf die Ware zu kleben. Ich als Verbraucher hätte wohl keine Chance, die Richtigkeit mit vertretbarem Aufwand zu prüfen.

Aus dem Ressort
Achtung, Zeitumstellung - Deutschland dreht die Uhren zurück
Winterzeit
Die Mehrheit der Deutschen würde die Zeitumstellung gerne abschaffen. Die Politik hält aber daran fest. Jetzt am Wochenende werden die Uhren wieder umgestellt. Vor? Zurück? Viele Menschen sind verwirrt. Doch für die Mitarbeiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ist die Umstellung Routine.
„Killer von Brabant“ – neue Spuren ins Neo-Nazi-Milieu
Belgien
Vor etwa 30 Jahren erschütterte eine Gangster-Bande Belgien. Sie ermordete 28 Menschen. Die Täter seien im Neonazi-Milieu zu suchen, sagt jetzt eine Richterin. Sie hatten ein perfides Ziel: Die Killer wollten die Ohnmacht des Staates vorführen.
Der Herr der Pfeile, Phil Taylor, kommt nach Mülheim
Darts
Keiner trifft so oft wie er ins Schwarze. Der erfolgreiche Dartspieler wird in England gefeiert wie ein Pop-Star. In Krombach gastierte er bei einem Show-Turnier. Und jetzt tritt „The Power“ bei der Dart-Europameisterschaft in Mülheim an.
Ebola breitet sich aus - neue Fälle in New York und Mali
Ebola
Für New York wird ein Schreckensszenario wahr: Es gibt den ersten Ebola-Kranken in der Stadt. Auch in Mali wurde ein erster Fall bestätigt. An vielen Flughäfen werden Gesundheitskontrollen eingeführt. Microsoft-Mitbegründer Paul Allen spendet 100 000 Millionen Dollar für den Kampf gegen das Virus.
Kanadischer Regierungsviertel-Attentäter wollte nach Syrien
Angriff
Der Mann, der im kanadischen Regierungsviertel einen Mann erschoss, handelte allein - aber auch ohne Unterstützung? Die Polizei hat jetzt Details zum Angreifer von Ottawa enthüllt. Demnach suchte der 32-Jährige bewusst den Kontakt zu Islamisten und verfolgte Reisepläne ins Bürgerkriegsland Syrien.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?