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(dapd - Wortlaut) Reichen und Schönen beim Scheitern zusehen (mit Bild/Zitat/Datenblatt/Feature/Wortlautinterview)

23.01.2013 | 06:10 Uhr

Der Kampf um Öl und Macht in Texas geht weiter - mit neuen und alten Gesichtern startet die Neuauflage der US-amerikanischen Kult-Serie "Dallas" am 29. Januar (22.15 Uhr auf RTL) im deutschen Fernsehen. Mit dabei ist Schauspielerin Linda Gray, die erneut die Figur der Sue Ellen Ewing - inzwischen Ex-Frau von Fiesling J.R. Ewing - mimt.

Los Angeles (dapd). Der Kampf um Öl und Macht in Texas geht weiter - mit neuen und alten Gesichtern startet die Neuauflage der US-amerikanischen Kult-Serie "Dallas" am 29. Januar (22.15 Uhr auf RTL) im deutschen Fernsehen. Mit dabei ist Schauspielerin Linda Gray, die erneut die Figur der Sue Ellen Ewing - inzwischen Ex-Frau von Fiesling J.R. Ewing - mimt. Wie es sich angefühlt hat, nach langer Zeit wieder in die Rolle zu schlüpfen, ob sie sich hin und wieder alte "Dallas"-Folgen ansieht und was das Erfolgsrezept der Seifenoper ist, verriet Gray dem dapd-Korrespondenten Frank Siering im Interview.

Frau Gray, sehen Sie sich heute noch Wiederholungen von alten "Dallas"-Folgen an?

Gray: Ja, sogar sehr häufig. Ich erinnere mich immer wieder gerne an die guten alten Zeiten, die wir in den 1980er Jahren hatten.

Haben Sie eigentlich jemals geglaubt, dass "Dallas" über so viele Jahre ein solcher Welterfolg werden könnte?

Gray: Nein, habe ich nicht. Auch während der Dreharbeiten in Dallas hatten wir alle keine Ahnung, wie die Serie in der Welt wirklich angenommen wurde. Wir lebten in unserer eigenen kleinen Welt. Ab und zu wurde uns zugetragen, dass die Serie in Spanien oder Deutschland auf Platz eins sei. Wir waren jedes Mal total überrascht.

Warum wurde "Dallas" so geliebt?

Gray: Meiner Meinung nach liegt es daran, dass Menschen gerne den Reichen und Schönen dabei zusehen, wie sie scheitern im Leben. Und das ist genau das, was "Dallas" bedient.

War es komisch für Sie, nach so langer Zeit wieder in die Haut von Sue Ellen Ewing zu schlüpfen?

Gray: Es war schon ein merkwürdiges Déjà-vu-Gefühl. Sue Ellen war und ist eine lange Reise für mich. Ich musste schon ein bisschen darüber nachdenken, wie sie sich in den letzten Jahren weiterentwickelt hat. Ich musste meine Hausaufgaben machen.

Und persönlich?

Gray: Ist sie natürlich eine Frau, die eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben gespielt hat. Sie ist ein sehr großer Teil von mir.

Was können die Fans denn diesmal von Sue Ellen erwarten?

Gray: Sie hat ihr eigenes Geschäft, das sehr gut läuft. Sie ist von J.R. getrennt. Und sie hat sehr viel mehr Geld als ihr Ex-Mann.

Sue Ellen war immer auch eine Inspiration für Frauen mit Alkoholproblemen. Hat das der Rolle noch mehr Verantwortung verliehen?

Gray: Sicher. Ich habe mit der Rolle immer versucht, alkoholsüchtigen Menschen die Hoffnung zu geben, dass man sein Leben immer auch positiv verändern kann. Man kann die Sucht besiegen.

Kommen Menschen eigentlich immer noch auf Sie zu und nennen Sie Sue Ellen?

Gray: Ja, das kommt noch immer sehr häufig vor. Und ganz ehrlich, es macht mir überhaupt nichts aus. Im Gegenteil, ich mag es, wenn mir die Fans Geschichten von früher erzählen.

dapd

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