CNN wirft Bill Cosbys Anwalt "Unehrlichkeit" vor

CNN wehrt sich gegen Vorwürfe von Billy Cosbys Anwalt Marty Singer. Der beschuldigt den Sender, einseitig zu Ungunsten Cosbys zu berichten und wichtige Zeugen zu ignorieren. Das lässt CNN nicht auf sich sitzen.

In der medialen Schlacht um die Missbrauchsvorwürfe gegen Bill Cosby (77) hat dessen Anwalt Marty Singer den TV-Sender CNN attackiert. Singer warf CNN vor, in der Berichterstattung über eines der angeblichen Opfer Cosbys, Beverly Johnson, einen wichtigen Zeugen außen vor gelassen zu haben: ihren Ex-Freund Mark Burk. Der könne belegen, dass Johnson während ihrer Beziehung nur Gutes über Cosby berichtet habe. In einer scharf formulierten Antwort, die dem Klatschportal "TMZ" vorliegt, wirft CNN-Rechtsberater David Vigilante Singer nun "bemerkenswerte Unehrlichkeit" vor und stellt die Glaubwürdigkeit Burks in Frage.

Zunächst habe Burk Johnson erst lange nach dem angeblichen Vorfall kennengelernt - Cosbys Übergriff soll sich Mitte der 1980er zugetragen haben, Burk und Johnson waren von 2006 bis 2009 ein Paar. Obendrein würde Singer Burks kriminelle Vergangenheit unterschlagen. Unter anderem soll er Johnson gewürgt und mit dem Tod bedroht haben, weshalb mehrere einstweilige Verfügungen gegen ihn vorlägen. Außerdem sei eine Unterhaltsklage Burks gegen Johnson gescheitert, da dieser dem Gericht zufolge mehrfach falsch ausgesagt habe.

Auch ein gewisser Herr Gibble, den Singer offenbar ebenfalls ins Spiel gebracht hatte, sei alles andere als glaubwürdig. Gibble behauptet demzufolge, in den 1990ern Johnsons Manager gewesen zu sein. Laut CNN gebe es dafür überhaupt keine Belege, außerdem sei Gibble wegen Verschwörung zum Raub vorbestraft. Alle diese Informationen, die die Verlässlichkeit der angeblichen Zeugen massiv in Frage stellen, habe Singer CNN vorenthalten.