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Krankheitswelle

Caterer Sodexo kündigt Entschädigung für Brechdurchfall-Patienten an

06.10.2012 | 12:23 Uhr
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Nachdem Tiefkühl-Erdbeeren aus China als wahrscheinlichste Ursache für die Brechdurchfall-Erkrankungen in den östlichen Bundesländern ausgemacht worden sind, hat der Caterer Sodexo angekündigt, die Betroffenen zu entschädigen.Foto: Getty

Berlin.  Nach der Brechdurchfallwelle in Ostdeutschland hat die Cateringfirma Sodexo eine Entschädigung für Tausende erkrankter Schüler angekündigt. Untersuchungen der Gesundheitsbehörden hätten ergeben, dass eine Ladung tiefgekühlter Erdbeeren „die wahrscheinlichste Ursache“ für die Krankheitswelle gewesen sei.

Nach den massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen in Ostdeutschland hat das Catering-Unternehmen Sodexo für die Betroffenen Entschädigungen angekündigt. Wie diese konkret aussehen, teilte die Firma zunächst nicht mit. Zugleich bedauerte das in die Kritik geratene Unternehmen die Vorfälle: „Wir entschuldigen uns in aller Form bei den betroffenen Kindern und Familien.“ Allen Kindern gehe es „inzwischen wieder gut“.

Tiefgekühlte Erdbeeren haben wohl die bislang größte durch Lebensmittel ausgelöste Welle von Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland ausgelöst. Das ergaben die Ermittlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und der beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angesiedelten Task Force des Bundes und der Länder, wie es am Freitagabend in einer gemeinsamen Mitteilung hieß. Den Angaben zufolge gibt es keine Hinweise, dass die betroffene Ware in den Einzelhandel gelangt ist.

Sodexo kündigte an, die Auswahl seiner Lieferanten „strikter handhaben“ zu wollen. Um Vorfälle dieser Art künftig zu vermeiden, „werden wir alles technisch und organisatorisch Machbare unmittelbar umsetzen“, hieß es am späten Freitagabend weiter.

Mehr als 11.000 Erkrankte

Der Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums, Holger Eichele, sagte, lediglich eine Charge Tiefkühl-Erdbeeren werde als Verursacher angesehen. Das brandenburgische Verbraucherschutzministerium teilte mit, insgesamt seien 44 Tonnen Tiefkühl-Erdbeeren von einem Direktimporteur über den Hamburger Hafen aus China bezogen worden.

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Berlin, 06.10.12: Für die Brechdurchfall-Welle in Ostdeutschland werden tiefgekühlte Erdbeeren als mögliche Ursache vermutet, so das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit. Es waren insgesamt 497 Schulen und andere Betreuungseinrichtungen betroffen.

Das RKI verzeichnete zuletzt mehr als 11.000 an Brechdurchfall Erkrankte. Mindestens 32 Patienten mussten demnach im Krankenhaus behandelt werden. Damit handelt es sich um den bislang größten durch Lebensmittel verursachten Krankheitsausbruch in Deutschland. Betroffen waren Schulen und Kitas in den Bundesländern Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen die Erdbeeren zum Essen gereicht wurden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die betroffenen Einrichtungen von mindestens zehn regionalen Küchen eines Cateringunternehmens mit Nahrungsmitteln beliefert. Die Rückverfolgung in den Bundesländern habe weiter ergeben, dass alle Küchen die Tiefkühl-Erdbeeren von einem Lieferanten in Sachsen erhalten haben, wie es in der gemeinsamen Mitteilung des RKI, des BVL und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hieß.

Verdacht war schnell auf Tiefkühl-Erdbeeren gefallen

Bereits nach Bekanntwerden der ersten Krankheitsfälle sei durch firmeninterne Ermittlungen der Verdacht auf Tiefkühl-Erdbeeren gefallen, erklärte das Unternehmen. „Wir haben diese daraufhin vorsorglich und unverzüglich in allen Sodexo-Küchen gesperrt.“ Dadurch sei eine größere Erkrankungswelle verhindert worden. Das hätten auch die Behörden dem Caterer bestätigt.

Inzwischen wurden laut RKI, BVL und BfR in den Landeslaboren bei einem beträchtlichen Teil der Patienten Noroviren nachgewiesen. Somit hätten sich die Hinweise verdichtet, dass diese der ursächliche Erreger für den Ausbruch waren.

In den bisher untersuchten Lebensmittel- und Umgebungsproben wurden den Angaben zufolge keine Noroviren gefunden. Ein Teil der beim sächsischen Hersteller und bei den Cateringfirmen vorhandenen Rückstellproben der betroffenen Charge werden derzeit noch geprüft. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte der Woche vorliegen. (dapd/rtr)

Kommentare
07.10.2012
11:47
Die EU will Deutschland die strengen Kontrollen
von meigustu | #5

chinesischer Waren verbieten. Nach dem Fall sollte eigentlich genau das umgekehrte gemacht werden. Eine Vollkontrolle aller chinesischen Importe.

06.10.2012
15:31
Caterer Sodexo kündigt Entschädigung für Brechdurchfall-Patienten an
von mar.go | #4

Es ist mir völlig rätselhaft, wie man auf die Idee kommen kann, Erdbeeren aus China kommen zu lassen.
Bei all dem Getue um die Lebensmittelhygiene in Deutschland, läßt man ausgerechnet Lieferungen aus einem Land kommen, bei dem man nichts, aber auch gar nichts über den dortigen Umgang mit Eßbarem weiß.

06.10.2012
14:54
Caterer Sodexo kündigt Entschädigung für Brechdurchfall-Patienten an
von obermaier | #3

Laden schließen. Chef enteignen. Absolutes Berufsverbot.

06.10.2012
13:09
Caterer Sodexo kündigt Entschädigung für Brechdurchfall-Patienten an
von Trebusch | #2

Da darf man aber gespannt sein ,wie hoch die Entschädigung ausfallen soll.Bei 11.000 Erkrankten dürfte bei einer 3stelligen Summe pro Person schnell ein Millionenbetrag fällig sein .Ob Sodexo das überhaupt stemmen kann ? Oder haben die sich jetzt schon durch Billigstlebensmittel aus Asien ür deutsche Schüler und Kita-Kinder dumm und dämlich verdient und bezahlen das aus der Portokasse ?.WAZ ,bleiben sie am Ball .

06.10.2012
12:50
Caterer Sodexo kündigt Entschädigung für Brechdurchfall-Patienten an
von cekay | #1

Alles muss billig billig sein. Chinesische Erdbeeren ... 6 Wochen auf dem Schiff unterwegs, vermutlich mit dubios überwachter Kühlkette. Aber genauso kommen 3 Cent Brötchenrohlinge zum Billigbäcker.
Geiz ist halt zum KOTZEN ;)

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