Bush bereut nichts
08.11.2010 | 19:42 Uhr 2010-11-08T19:42:00+0100
Washington. Das Buch „Decision Points“, die Memoiren von George W. Bush, ist nun auch in Deutschland erhältlich – im englischen Original. Er selbst ist damit ins Licht der Öffentlichkeit zurückgekehrt.
Amerika hat ihn nicht vermisst. Und selbst der Absturz seines Nachfolgers in der Publikumsgunst hat keineswegs dazu geführt, dass Amerikas Bürger nun ausgerechnet ihn nostalgisch verklären. „Vermisst Ihr mich schon?“: Die T-Shirts mit seinem – erfundenen – Spruch an Washingtons Union Station, dem städtischen Bahnhof ganz in der Nähe des Kapitols, sind eher ein Gag für Touristen. George W. Bushs Sympathiewerte sind auch zwei Jahre nach dem Abschied vom Amt mau. Einen Hehl hat Bush nie daraus gemacht, dass er sich verkannt fühlt.
Jetzt ist der inzwischen 64-Jährige zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder allgegenwärtig. Seine Memoiren über „Decision Points“, markante Momente seiner achtjährigen Präsidentschaft, liegen seit heute in den US-Buchhandlungen aus. Und der Alt-Präsident selbst tingelt in den TV-Sendern von Talkshow zu Talkshow, um für sein Buch zu werben.
Er hat es nötig. Denn es ist keineswegs so, dass Amerikas Leser den Erinnerungen des 43. Präsidenten entgegenfiebern. Denn von Reue, etwa den Einmarsch in den Irak Saddam Husseins befohlen zu haben, keine Spur. Bush räumt sogar ein, brutale Verhörmethoden wie das „Waterboarding“, bei dem Gefangene fürchten mussten, qualvoll zu ertrinken, persönlich genehmigt zu haben. „Ohne derartige Methoden wäre das Risiko für einen Angriff auf unser Land gestiegen“, gibt sich Bush noch heute überzeugt. Zeitlich zumindest hat er seine Rückkehr ins Rampenlicht gut gewählt. Eine Woche liegt die Kongresswahl zurück, die mit dem Triumph seiner Republikaner endete. Bush, im texanischen Exil, hatte nichts dazu beigetragen. Mehr noch: Von Glück konnten die Republikaner sagen, dass Bushs Schatten sie nicht verfolgte und Amerikas Wähler ihren Frust allein an Amtsnachfolger Obama ausließen. Denn auch Bush steht für zügellose Ausgaben. Unter Bush explodierten Amerikas Schulden, nicht zuletzt wegen des Irak-Kriegs, aber auch wegen der Milliarden-Stützen für angeschlagene Banken im Zuge der Finanzkrise. Das war aus Sicht konservativer Wähler mit Tea-Party-Sympathien der Sündenfall schlechthin.
Groß ist heute die Distanz der neuen republikanischen Führung zum einstigen Vormann, den man am liebsten versteckt. Viel Mühe bringt John Boehner auf, der neue starke Mann der Konservativen, um die Republikaner als geläuterte politische Kraft zu präsentieren, die nicht die alten Fehler wiederholen will.
Als Kronzeugen gegen Obama lässt sich Bush wiederum nicht missbrauchen, mehr noch: Nur Lob hat er für seinen Nachfolger. Dessen Entscheidung, die Truppen in Afghanistan aufzustocken, findet Bushs Beifall. „Er hat einen harten Job. Glauben Sie mir“, sagt Bush in Oprah Winfreys Talkshow, die am heutigen Dienstag ausgestrahlt wird. „Jeder Präsident hat genug auf dem Teller. Da braucht er nicht auch noch die Kommentare seines Vorgängers“, umschrieb Bushs frühere Sprecherin Dana Perino die Haltung ihres Ex-Chefs, sich strikt zurück zu halten.
Eben so sehr vermeidet Bush bei seinen Auftritten jede Aussage, wer die republikanische Fahne bei den nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 tragen soll. „Ich bin kein politischer Experte. Wirklich nicht“, sagt der Ex-Präsident in Oprahs Talkshow. Als Amerikas Talkmasterin Nr. 1 nachsetzt, winkt Bush ab. „Sie wollen mich nur in den Sumpf zurückziehen.“ Ab und an eine hoch bezahlte Rede, ein humanitärer Einsatz im Auftrag seines Nachfolgers – meilenweit ist Bush davon entfernt, sich als „elder statesman“ zu profilieren. Er baut auf das Urteil der Geschichte.
08:48
Einer der größten Kriegsverbrecher und Verbrecher gegen die Menschlichkeit bereut nichts. Und das einfältigste Volk der Erde hat schon wieder alles vergessen was dieser Mensch auf der Erde und wirtschaftlich im eigenen Land angerichtet hat.
02:17
Was haben die Amis geleistet???
Korea = flop
Vietnam = flop
Golfkrieg = flop
Golfkrieg II = flop
Afghanistan = flop
Balkan = flop
Wer braucht die selbst ernannten Herrscher der Welt,
wenn sie nichts gebacken kriegen, ausser mehr Problemen, als vorher??
00:32
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